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Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://www.vilsbiburg.de

Pressemitteilung der Stadt Vilsbiburg und der Umlandgemeinden

Auftaktveranstaltung zum Elektrizitätskonzept

Auftaktveranstaltung zum Elektrizitätskonzept

Auftaktversammlung zum Elektromobilitätskonzept im südlichen Landkreis

Miteinander mobil machen

Die Elektromobilität ist landesweit in den Startlöchern. Bund und Land fördern derzeit die Ladeinfrastruktur, sofern dafür Standorte konzeptionell entwickelt wurden und auch die Konzeption dazu. Ein solches Konzept auf Basis einer umfassenden Studie wird jetzt von der Stadt gemeinsam mit umliegenden Gemeinden und dem Energiedienstleister badenova aus Freiburg entwickelt. Durch die interkommunale Zusammenarbeit werden Pendlerströme und die Verkehrsinfrastruktur einschließlich des öffentlichen Personennahverkehrs berücksichtigt, auch Akteure vor Ort werden in die Konzeption integriert.

 

Erster Bürgermeister Helmut Haider begrüßte seine Kollegen und deren Mitarbeiter aus den umliegenden Gemeinden zur konstituierenden Sitzung für das gemeinsame Elektromobilitätskonzept. „Unser Förderantrag beim Verkehrsministerium wurde positiv beschieden. In einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren haben wir die badenova AG & Co. KG aus Freiburg im Breisgau mit der Ausführung betraut, da sie die nötige Erfahrung und den Ehrgeiz mitbringen, hier in einer Art Pilotprojekt Maßstäbe zu setzen", konstatiert Haider und ergänzt: „Primäres Ziel ist die Festlegung geeigneter Standorte für Ladestationen im südlichen Landkreis". Die Stadt Vilsbiburg fungiert in ihrer Rolle als Mittelzentrum mit Regionalmanager Georg Straßer, der das interkommunale Projekt initiiert hat, als Zentrale. Das Konzept wird mit 80 Prozent vom Bund gefördert, die verbleibenden Kosten teilen sich die Kommunen nach Einwohnerschlüssel – soweit die Basis der Zusammenarbeit. Mit dabei sind neben der Stadt Vilsbiburg die Marktgemeinden Geisenhausen und Velden sowie die Gemeinden Aham, Altfraunhofen, Gerzen, Kröning und Schalkham. „Es soll ein zukunftweisendes Gesamtkonzept für die Elektromobilität entstehen, das auch für den Ausbau des Radwegenetzes, des öffentlichen Personennahverkehrs und flexiblen Ergänzungen dazu genutzt werden kann", erläutert Straßer die ehrgeizigen Ziele, in die er auch die Firmen vor Ort einbinden will.

 

Gesamtkonzept: öffentlicher Raum und lokale Akteure

 

Die Fa. badenova präsentierte den kommunalen Vertretern ihr Konzept zur Umsetzung der Ziele. Zunächst werden alle relevanten Daten, wie beispielsweise Pendlerströme und vorhandene Studien, erhoben und die konkreten Bedürfnisse der einzelnen Kommunen eruiert. In laufend enger Abstimmung mit den Auftraggebern entsteht zunächst eine Studie als ein vielfältiges Gebilde von Potenzialen und Anforderungen, die in einem umfassenden, strukturierten Plan zusammenfließen. Am Ende – Projektzeitraum ist ein Jahr - liegt ein praktisches Konzept vor, das zum einen direkte Handlungsanweisungen gibt, zum anderen auch fortschreibbar sein muss, um den laufenden Änderungen der vielfältigen Einflussfaktoren zu genügen. „Wir produzieren kein Papierwerk für die Schublade, sondern ein strategisches Konzept, das die Gemeinschaft der Kommunen mit ihrer Versorgungsinfrastruktur integriert und den heutigen und künftigen Anforderungen zur konkreten Planung und direkten Anwendung gerecht wird" erklärt Manuel Baur, Leiter der Abteilung Energiedienstleistungen bei badenova. Die Umsetzung soll im einen oder anderen Fall auch parallel zur Konzeption stattfinden, wo man den konkreten Bedarf schon nach kurzer Zeit erkennt. Badenova wird zudem bei der Fördermittelbeantragung jede Kommune spezifisch unterstützen, denn auch hier ist inzwischen eine verwirrende Vielfalt entstanden, deren reale Nutzungen allerdings im Vergleich zur plakativen Bewerbung stark reglementiert und im Ausmaß sehr begrenzt sind. „Im Vordergrund jeder Investition soll deren Sinnhaftigkeit stehen, nicht deren Förderung", war man sich in der Runde einig.

 

85 Prozent der Ladevorgänge sind privater Natur

 

Auch ein pädagogischer Ansatz soll mit dem Elektromobilitätskonzept einhergehen. Somit sind auch die Schulen im Visier, mit elektroladenden Lehrern in Vorbildfunktion. „Tatsache ist, dass nur rund 15 Prozent aller Ladevorgänge an öffentlichen Ladestationen stattfinden" gibt Baur zu Bedenken, also der Großteil der Elektromobile lädt zuhause oder auf privatem Territorium, wie beispielsweise auf dem Firmengelände. Daher sollen alle relevanten lokalen Akteure von Anfang an in die Konzeption eingebunden werden. Dazu werden vornehmlich Firmen und andere Versorger einbezogen, deren Mitarbeiter, Kunden und Besucher während der Aufenthaltsdauer die jeweils gegebenen Parkmöglichkeiten nutzen und zugleich ihr Elektrofahrzeug laden können. Aber auch Autohäuser kommen als Partner in Frage, zumal deren Absatz von Elektromobilen von der Ladedichte im Raum abhängig ist. Im Focus stehen schließlich auch Sportstätten, die Gastronomie, Ärztehäuser und kulturelle Einrichtungen – eben alle im öffentlichen Raum, wo eine gewisse Verweildauer gängig ist. Einig war man sich in der Runde vor allem im vornehmlichen Ziel: Letztlich soll eine Ladedichte entstehen, die allen Bürgern eine elektromobile Versorgungssicherheit gibt, als Basis für deren steten Ausbau.

 

Bildunterschrift

Das Team der Abteilung Energiedienstleistungen der Fa. badenova, links und rechts von Bürgermeister Helmut Haider in der Mitte, stellt lokalen kommunalen Vertretern ihr Handlungskonzept vor.

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