Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://www.vilsbiburg.de

11/2013

Sieben teilen sich ein Auto

Erfolgreiches Konzept: Auto Teilen Landshut

VHS-Klimaschutz-Vortrag steckt Rahmenbedingungen zur Einführung von Carsharing ab. Vorteile monetärer und zeitlicher Natur stehen im Vordergrund. „Nachbarschaftsauto" wird als möglicher Start zur Etablierung des Projektes untersucht. Vilsbiburger Firmen könnten Basis für Etablierung bilden.

 

„Mehrere Personen schließen sich zusammen, um Autos gemeinschaftlich zu nutzen, ohne sie allein zu besitzen" - so einfach definierte Referent Thomas Vaas das Prinzip von Carsharing. Der Vorsitzende des Vereins „Auto Teilen Landshut e.V." kann aus Erfahrung sprechen, denn in Landshut und Kumhausen hat sich das System schon seit 1993 bewährt. Der Verein zählt derzeit 110 Mitglieder und verfügt über sechs Fahrzeuge, die unterschiedlichen Bedürfnissen genügen. „Wird Carsharing wie dort rein privat organisiert, bedarf es rund sieben fester Mitglieder, die das Auto regelmäßig nutzen" - gab Vaas als Bedingung für den klassischen Weg an, denn eine gewisse Auslastung wäre unbedingte Voraussetzung für das Gelingen. Die Mitglieder können jederzeit alle Fahrzeuge über eine Buchungszentrale für einzelne Stunden, aber auch für ganze Tage oder Wochen nutzen. Die Kosten werden nach einem kombinierten Zeit- und Kilometertarif abgerechnet. „Kosten entstehen nur, wenn gefahren wird" benannte Vaas den entscheidenden Vorteil gegenüber einem eigenen (Zweit-)Auto. Wer im Jahr weniger als 10.000 km je Auto im Jahr fährt, für den wäre Carsharing günstiger als das eigene Auto, denn allein die Festkosten würden rund zwei Drittel der Autokosten betragen, nur auf ein Drittel komme der Sprit. Schon ein Kleinwagen koste 77 Cent je km, sofern er nur 5.000 km im Jahr laufe. Mit Carsharing wird daher der Weg frei für die rationale Nutzung auch der öffentlichen Verkehrsmittel. „Carsharing führt nachweislich zu weniger Autos und geringerer Jahresfahrleistung" wies Vaas auf Umweltaspekte wie Rohstoff- und Energieverbrauch bei der Autoherstellung hin und praktisch wäre es auch: „Sie brauchen sich beim Auto um nichts weiter zu kümmern".

 

Mitwirken und sparen

Um nun die rundherum vernünftige Sache auch in der Stadt Vilsbiburg zu etablieren, bedarf es allein der Bürger, die in das neue Projekt tatsächlich einsteigen. Das Sachgebiet Klimaschutz informiert dazu unverbindlich und nimmt Interessensbekundungen gerne entgegen. Um einen Einstieg zu finden, wird der Klimaschutzmanager auch Vilsbiburger Firmen anfragen, ob sie eine gewisse Grundauslastung bedienen könnten. „Auch Stadt und Stadtwerke könnten für die eine oder andere Fahrt ein weiteres Auto brauchen" regt der Klimaschutzmanager an. Eine andere Basis wäre das sogenannte „Nachbarschaftsauto": Ein Autobesitzer verleiht sein Auto an andere. Dazu liegt nun ein konkretes Angebot vor, auch hierfür können sich Interessenten im Rathaus melden.

drucken nach oben