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Träger des Kulturpreises 2001 - Vilstalmaler

Träger des Kulturpreises 2001 Vilstalmaler
VHS-Direktor Gerhard Hellmann (hinten rechts) und Erster Bürgermeister Helmut Haider (hinten links) im Kreis der Vilstalmaler; Bild: Wilhelm Grässle

Der Kulturpreis 2001 geht an die Vilstalmaler

Vilsbiburger Zeitung, 11.12.2002

 

Kulturelles Engagement des "locker geführten Kreises von Hobbykünstlern" gewürdigt

 

Vilsbiburg. Der Kulturpreis der VHS für das Jahr 2001 ist einstimmig dem Kunstkreis der Vilstalmaler verliehen worden. Damit wurde das Engagement dieses locker geführten Kreises, wie sie sich selbst sehen, für die Kultur in der Stadt, aber auch für einen geeigneten Ausstellungsraum für alle Kulturschaffenden gewürdigt. Josef Buchner, der Sprecher der Vilstalmaler, moniert die fehlenden Ausstellungsmöglichkeiten jedes Jahr, wenn der Kunstkreis im Rahmen des Nikolausmarktes seine Jahresausstellung in den Räumen der VHS präsentiert.

 

Zum letzten Mal hat in diesem Jahr die VHS den Kulturpreis verliehen. Nach langen Jahren der Diskussion hat es VHS-Leiter Gerhard Hellmann geschafft, dass der Kulturpreis in Zukunft von der Stadt Vilsbiburg verliehen wird. So waltete Hellmann bei der Eröffnung der Jahresaustellung der Vilstalmaler zum letzen Mal seines Amtes und vergab den Kulturpreis an den "locker und frei geführten Kreis von Hobbykünstlern", wie er die Vilstalmaler nannte. Da es bei den Gesprächen im Stadtrat, wie sich das Vergabegremium des zukünftigen Kulturpreises der Stadt zusammensetzen soll, zu Diskussionen gekommen war, konnte sich VHS-Leiter Gerhard Hellmann nicht verkneifen zu betonen, dass die VHS als Gründer und Finanzier des Kulturpreises nie für sich in Anspruch genommen hat, die anderen sechs Mitglieder des Vergabegremiums zu majorisieren. "Wir haben uns immer um ein einvernehmliches Miteinander mit den anderen bemüht, was uns auch immer gelungen ist."
Die Verbindung der VHS zu den Vilstalmalern reicht bis ins Jahr 1984 zurück. Damals veranstalteten Georg Buchner, Josef und Martin Geilersdorfer als Gründer des Kunstkreises die erste Ausstellung. "Bis zum heutigen Tage haben wir diese Ausstellung jeweils zum Nikolausmarkt in unseren Räumen wiederholt", sagte Hellmann nicht ohne Stolz. Die mittlerweile zehn Mitglieder der Vilstalmaler legen nach wie großen Wert darauf, dass sie kein Verein im üblichen Sinne sind, sondern ein locker und frei geführter Kreis von Hobbykünstlern. Nach den diensttäglichen Maltagen wird immer in einem Gasthaus oder Biergarten diskutiert, wobei die Geselligkeit und das Gemeinschaftsleben immer im Mittelpunkt stehen. Bei aller Ausweitung der Aktivitäten sind die Vilstalmaler allerdings dem Namen Vilsbiburg stets treu geblieben. Bei den Malausflügen ist das engere Vilstal, also der Altlandkreis Vilsbiburg, immer sehr beliebt.
Es sei auch nicht verwunderlich, dass dieser rührige Kreis von Malern sich permanent nach Möglichkeiten umsehe, eine Galerie mit Ausstellungs- und Werkräumen zu erhalten. So sind die Vilstalmaler die Initiatoren der "Interessengemeinschaft Kulturmodell", die inzwischen ein eingetragener Verein geworden ist. "Und vielleicht erleben es die Vilstalmaler noch, in einer Galerie, die aber auch für andere da sein soll, ihre Arbeiten auch für die Vilsbiburger dauerhaft auszustellen und so den Bürgern die Kunst näher zu bringen", hoffte Hellmann zum Schluss.
Anschließend überreichte Hellmann an Georg Buchner, Josef Geilersdorfer, Martin Geilersdorfer, Reinhold Perzlmeier, Heinz Pickert, Marianne Prantl, Helga Puchta, Wolfgang Schneeweiss und Johann Unterreithmeier den letzten VHS-Kulturpreis.
Bürgermeister Helmut Haider bekräftigte, dass die Preisträger diese Auszeichnung verdient haben. Jedes Jahr zum Nikolausmarkt könne man bei der Jahresausstellung die künstlerische Weiterentwicklung der Vilstalmaler bestaunen. Er sagte voraus, dass die Vilstalmaler auch in Sachen Kulturmodell so erfolgreich arbeiten werden. Allerdings machte er auch deutlich, dass der Stadthaushalt solche Großprojekte regele. Ebenso lange, wie Georg Buchner auf fehlende Ausstellungsräume für Künstler hinwies, habe beispielsweise Gerhard Hellmann eine Erweiterung der Volkshochschule angemahnt. Hellmann war es auch, der hartnäckig darauf gedrängt hat, dass der Kulturpreis von der Stadt vergeben werden solle. Und das ist jetzt umgesetzt worden.
Georg Buchner hatte zu Beginn des Festakts noch einmal das Maljahr der Vilstalmaler Revue passieren lassen und dabei auch wieder Werbung für das Kulturmodell gemacht. In Sachen Ausstellungsraum stehe Vilsbiburg an letzter Stelle im Umkreis. Er werde das auch immer weiter ansprechen. "Ich hoffe aber, dass ich es nicht die nächsten zehn Jahre machen muss", so Buchner.
Als Vertreter des Landkreises bekräftigte Martin Priller, dass die Vilstalmaler auf die Leinwand bringen, "wie schön unsere Heimat ist". Sie blicken aber auch über den Tellerrand hinaus, bestätigte Priller und meinte, dass das Kulturmodell eine gute Sache wäre, da Vilsbiburg in der Stadtmitte einen Anziehungspunkt brauche. Einschränkend sagte er aber: "Ich kenne aber auch die Finanzen der Stadt". Dennoch wünschte er den Vilstalmalern: "Macht’s weiter so."
Harald Schwarz

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