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Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://www.vilsbiburg.de

Text, Foto: Vilsbiburger Zeitung, 30.04.2014

Wohnen in gesunden vier Wänden

Zimmerermeister Hans Kaltenecker erklärt die Vorteile der Holzbauweise

Vortrag „Das Holzhaus vom Zimmerer: Eigenheim zum Wohlfühlen"

Vilsbiburg. Die positive Resonanz auf den den Vortrag „Das Holzhaus vom Zimmerer: Eigenheim zum Wohlfühlen" zeigt die Beliebtheit des heimischen Baustoffes Holz. Vor allem junge Besucher kamen zum Volkshochschul-Klimaschutz- Vortrag über Holzhäuser, die vom Zimmerermeister fachmännisch als Unikate errichtet werden. Diese Häuser vereinen Ansprüche an Komfort, Individualität und Nachhaltigkeit. Betriebe aus der Region garantieren mit ihrem Namen für gute Qualität.

 

„Wir bauen nur mit natürlichen nachwachsenden Rohstoffen", begann Hans Kaltenecker, Inhaber der Firma Kaltenecker Holzbau aus Kirchstetten, seinen praxisorientierten Vortrag im Sportpark-Kegelstüberl. Holz, Papier, Flachs, Hanf und Lehm kommen hier zum Einsatz und somit den Bedürfnissen des naturorientierten Bauherrn entgegen. Gefertigt wird präzise mit computergesteuerter Abbundtechnik, aber nicht industriell: Jedes Haus wird nach individuellen Bedürfnissen geplant und gebaut. Im Zentrum der Architektur steht neben Massivholzbauten die Holzrahmenbauweise. Durch den Einsatz hochwertiger Dämmstoffe wird eine gute Wärmedämmung mit schlanken Wänden erreicht im Vergleich zur klassischen Ziegelwand. Im Wandaufbau verwendet der Zimmerermeister aus Überzeugung keine Dampfsperrfolien, um der Feuchtigkeit aus den Räumen die Diffusion nach außen zu ermöglichen. Somit unterscheidet sich sein Konzept vom klassischen Passivhausbau und das gilt auch bei der Belüftung: Statt zentraler Lüftungsanlagen setzt Kaltenecker auf Abluftkamine oder Einzelraumlüftungen. „Die Hygiene ist einfacher und ohne Chemie zu handhaben" begründet er sein Konzept aus Erfahrung.

 

Die Wärme kommt üblicherweise aus einem Wallnöfer-Holzvergaserofen. Der Kaminofen mit einem Wirkungsgrad von 93 Prozent sorgt neben behaglicher Strahlungswärme für Heiz- und Brauchwasser und kommt ohne Elektronik und Gebläse aus. Klassische Einfamilienhäuser brauchen rund zehn Ster Holz im Jahr, mit solarthermischer Unterstützung vom Dach kann man hier noch deutlich sparen. Interessant sind auch die Fördermittel für diese Form von energiesparendem Bauen: Die KfW-Bank gewährt - je nach Ausführung und Wärmedämmung - diverse zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse (siehe Fördernavigator unter www.kfw.de, hier das Programm 153 „energieeffizient Bauen" als Suchbegriff eingeben). Infos dazu und über städtische Zuschüsse bei Sanierungsmaßnahmen erteilt Klimaschutzmanager Georg Straßer telefonisch unter 305-444.

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