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Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://www.vilsbiburg.de

Text, Foto: Vilsbiburger Zeitung, 26.05.2014

An einem sonnigen und kühlen Frühlingstag autark vom Stromnetz

Armin Treidl und Klaus Pannermayr (von links) freuen sich über die Einsparmöglichkeiten, die Photovoltaik und ein Mini-BHKW bieten.

Die Firma Pannermayr erzeugt zwei Drittel ihre Stroms selbst und senkt damit Kosten und entlastet die Umwelt.

 

Begonnen hat die Energiewende im Wohn- und Geschäftshaus der Firma Pannermayr in Vilsbiburg, durch eine sogenannte KMU-Beratung durch die Landshuter Energieagentur LEA, vermittelt durch den Klimamanager der Stadt Vilsbiburg Georg Straßer. Hierbei wurde durch die Berater aufgezeigt, dass die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes eine umweltfreundliche und zugleich sehr rentable Maßnahme ist. Da diese Anlage dann Strom erzeugt, wenn dieser auch zum Geschäftsbetrieb benötigt wird.

 

Ferner wurde untersucht, ob es sinnvoll ist, das bereits seit 1999 mit Gas betriebene Mini-Blockheizkraftwerk, welches Strom und Wärme erzeugt, durch eine zweite Maschine zu ergänzen. Die Auswertung der Daten ergab, das auch dies rentabel und klimafreundlich ist, wenn die Wärme in vier großen Pufferspeichern zwischengelagert wird, damit der Strom der kleinen Kraftwärmekopplungsanlagen dann erzeugt werden kann, wenn dieser in den Geschäftsräumen auch gebraucht wird. Unterstützt wird die Wärmeerzeugung durch einen Gaskessel für die sehr kalten Tage des Winters.

 

All diese Vorschläge wurden umgesetzt und haben zur Folge, dass der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz um zwei Drittel gesenkt werden konnte. Die Kosten für den selbst erzeugten Strom sind nur etwa halb so hoch, wie beim Bezug vom E-Werk.

 

Die Stromkosten sind für den Handel eine große Belastung, da sich diese in den letzten 15 Jahren fast verdoppelt haben. An einem kühlen Frühlingstag mit Sonnenschein und Wärmebedarf werden sogar 100 Prozent der elektrischen Energie selbst erzeugt. Wird zu viel Strom produziert, wird dieser ins Netz der Stadtwerke eingespeist, wobei dies durch eine intelligente Steuerung möglichst vermieden wird, indem ein Mini-BHKW abgeschaltet oder Stromverbraucher wie große Warmwasserboiler zugeschaltet werden.

 

Auch die Aufladung eines zukünftigen Elektroautos ist vorbereitet, so dass möglichst viel des erzeugten Stroms selbst verbraucht wird. Die Investitionen wurden mit KfW-Krediten finanziert und können mit den eingesparten Kosten leicht zurückgezahlt werden. Die Anschaffung des Mini-Blockheizkraftwerks und der Pufferspeicher wurde durch Fördergelder unterstützt. Wirtschaftlich und umweltfreundlich ist kein Widerspruch.

 

Bildunterschrift

Armin Treidl und Klaus Pannermayr (von links) freuen sich über die Einsparmöglichkeiten, die Photovoltaik und ein Mini-BHKW bieten.

 

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