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Text: Vilsbiburger Zeitung, 06.03.2015

Holz- und Solarenergie sind Zukunft

Holz- und Solarenergie sind Zukunft - Vortrag im Rahmen der Klimaschutzinitiative

Vortrag der Volkshochschule zum Klimaschutz war gut besucht

Vilsbiburg. Auch der jüngste Vhs-Vortrag im Rahmen der Klimaschutzinitiative begeisterte zahlreiche Interessenten. Ernst Obermeier und Helmut Hertenberger schöpfen dank ihrer jahrzehntelangen Erfahrungen aus dem Vollen. Ihr fachliches Repertoire erstreckt sich von moderner Feuerungstechnik über den sachgerechten Umgang mit Brennstoffen bis hin zu Feinstaubemissionen.

 

Ernst Obermeier (Bild links) ist ein echter Pionier in seinen Fachgebieten Solartechnik und Pelletöfen. In seinem Vortrag zeigte er die Historie und den neuesten Stand von Holzheizund Solaranlagen auf. Der Handel bietet sowohl die eher günstigen und hagelsicheren Flachsolarkollektoren als auch die im Winterhalbjahr noch effektiven, aber empfindlicheren Vakuumröhrenkollektoren. „Letztere kann man auch ohne Frostschutzmittel betreiben und sind heute auch wirtschaftlich vertretbar", so der Experte. Eine Innovation bei der solaren Brauchwassererwärmung sei der so genannte Frischwasserspeicher, in dem mittels eines Plattenwärmetauschers die jeweilige Bedarfsmenge temperiert werde. Bei der Wahl der ergänzenden Wärmequelle für die Wintermonate rät Obermeier zu einem Pelletofen oder alternativ zu einer Wärmepumpe, sofern hierfür die Voraussetzungen für hohe Stromeffizienz vorliegen. Obermeier rechnete vor, dass Heizöl trotz derzeitiger Tiefpreise immer noch der deutlich teuerste Brennstoff sei gegenüber Stückholz, Hackschnitzeln oder Pellets. Holzheizanlagen wären zwar in der Anschaffung teurer, doch staatliche Zuschüsse können einiges kompensieren.

 

Funktion dank Qualität

 

„Moderne Feuerstätten - und dazu gehören Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkamine - können einen Wohnraum dank ihrer natürlichen Wärme behaglich machen und optisch bereichern" - so Heizungsbauer und Fachhändler Helmut Hertenberger (Bild rechts) in seinem Referat. Mit der gebotenen Vielfalt an Öfen könne man heute für jeden Raum eine passable und komfortable Lösung gestalten. Voraussetzung sei natürlich, die Brandschutzauflagen zu beachten und zugleich die Funktion zu gewährleisten. Beides kann der Fachbetrieb vor Ort - in Abstimmung mit dem Kaminkehrer - bieten, auf ihn kann man sich verlassen und er ist auch greifbar, wenn mal was optimiert werden muss. Feinstaubemissionen kämen vor allem bei ungünstigen Bedingungen zum Tragen, angefangen beim Kauf einer minderwertigen Heizanlage aus dem Baumarkt.

 

Beratung, dann Investition

 

Die Verantwortung für den umweltgerechten Einsatz des an sich klimafreundlichen Brennstoffs liege aber auch beim Betreiber der Feuerstätte. „Der Ofen ist keine Müllverbrennungsanlage" warnte Hertenberger.

 

Häufig liegt die Ursache von Emissionen und schlechter Funktion darin begründet, dass entweder feuchtes Holz verfeuert wird oder billige Papierbriketts. Auch die Einstellung der Verbrennungsluft ist entscheidend für die Funktion, hier ist der Fachhändler vor Ort die beste Adresse zur Optimierung der heimischen Heizanlage. Klimaschutzmanager Straßer ergänzte, dass er und die Energiefachberater von Vilsbiburg bei allen Fragen zu Energie und Sanierung gerne beratend zur Seite stehen. Vor einer beabsichtigten Heizungserneuerung sollte immer geprüft werden, ob der Heizbedarf mittels einer Wärmedämmung reduziert werden könne. Hier hilft die neutrale Fachberatung, die von Seiten der Stadt Vilsbiburg kostenfrei angeboten wird, Fehlinvestitionen zu vermeiden und den Hauseigentümer zur passend dimensionierten Anlage bringen.

 

Information:

Der letzte Vortragsabend findet am 18. März um 19.30 Uhr in der Kolping- Gaststätte statt. Es geht um modernes Strommanagement in Haus und Betrieb: Photovoltaik, Eigenverbrauch und Stromspeicher stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Materne vom Beraternetzwerk Carmen e.V. aus Straubing. Der Vortrag ist kostenfrei.

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