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Text, Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 10.07.2015

Ausflug ins All

Ausflug ins All - Grund- und Musikschüler verzauberten rund 1000 Besucher mit ihrer Musicalvorstellung.

Grund- und Musikschüler verzauberten rund 1000 Besucher mit ihrer Musicalvorstellung

Vilsbiburg. „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit." Als der bayerische Humorist Karl Valentin diesen Satz aussprach, dachte er wohl kaum an ein Kindermusical. Der Ausspruch passt jedoch exakt zum diesjährigen Musical der Grund- und der Musikschule, „Leben im All". Wie viel Arbeit tatsächlich in der Vorstellung steckt, konnten die Besucher am vergangenen Mittwochabend in der Vilstalhalle nur erahnen. Mit einem perfekt einstudierten, fesselnden Auftritt begeisterten rund 200 Kinder auf der Bühne, im Chor und an den Instrumenten die Zuschauer.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Die schöne Venus (Aurelia von Roennebeck) verzauberte Mars und Saturn mit glockenheller Stimme.Im vierten Jahr in Folge haben die Grundschüler unter der musikalischen Leitung von Regina Bertolini und Alexandra Priller sowie unter der schauspielerischen Leitung von Nicole Baurs-Krey und Birgit Krippner ein Musical auf die Bühne gebracht, das die Besucher staunen ließ. Mit welch großem Engagement die mitwirkenden Lehrer und Schüler der dritten und vierten Klassen über die vergangenen Probenmonate und schließlich bei der großen Abschlussaufführung bei der Sache waren, war in jeder Sekunde der Vorstellung spürbar.

 

Mit dem Kindermusical „Leben im All" hatte Bertolini zusammen mit Ludwig Rottenwallner von der Musikschule ein Stück gewählt, das eine Inszenierung zuließ, die Ihresgleichen suchen dürfte. Allein das von den Schülern gestaltete Bühnenbild, der Sternenhimmel mit den freischwebenden Planeten, verzückte durch die erkennbar große Liebe zum Detail der Gestalter. Die Kostüme waren mit viel Phantasie den Eigenschaften der jeweiligen Figuren angepasst: Die Sternschnuppen wirbelten in Gold über die Bühne, der „rote Planet" Mars war ganz in Rot gehüllt, die schöne Venus machte ihrem Namen in einem Tüllkleid alle Ehre, und das Schwarze Loch perfektionierte seine Schwärze noch mit Lippenstift derselben Farbe.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Premiere für die Tanzgruppe: Den Tanz der Planeten um die Sonne stellten diese Schüler und Schülerinnen dar.Diese äußere Detailverliebtheit wäre jedoch nichts gewesen ohne die Schüler, die den Figuren und damit dem Musical ihren ganz eigenen Charakter verliehen. Es liegt in der Sache der Natur, dass die Darsteller der Hauptrollen besonders hervorstachen. Anna Fritz, Darstellerin des Schwarzen Lochs und der Bösewicht der Geschichte, verkörperte ihre Rolle mit vollem Einsatz und wunderbar zur Rolle passendem Gesang. Glockenhell ertönte die Stimme von Aurelia von Roennebeck, im Stück die Venus, die nicht nur mit ihren stimmlichen Reizen die Planeten Mars (Jan Lenk) und Saturn (Anton Häglsperger) verzauberte. Isabella Pirito übernahm als schneller Komet XXL die Rolle des Weltraumboten und Xaver Balk, der erlöschende Stern Opa Galaxos, trat mit Gehstock und grauem Haar auf.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Getragen wurden die Schauspieler der Grundschule erneut von einem spielfreudigen Projektorchester der Musikschule.Auch all die anderen Schauspieler glänzten in ihren jeweiligen Rollen und erzählten auf diese Weise gemeinsam eine phantasievolle Geschichte über die Entstehung des Weltalls. Einen Gastauftritt hatte der ehemalige Rektor der Grundschule, Werner Busch, als Opa, der mit seiner Enkeltochter (Jasmin Turgut) eine Zeitreise ins All unternahm, an welcher die eigentliche Handlung aufgehängt war. Erstmals war in diesem Jahr auch eine Tanzgruppe unter der Leitung von Barbara Bubenhofer-Limmer zu bewundern, die mit akrobatischen Elementen gewürzt den Tanz der Planeten um die Sonne aufführte.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Anna Fritz als schwarzes Loch.Der Gesang klang bei der diesjährigen Musicalvorstellung durch den aus 80 Schülern bestehenden Chor besonders voll von der Bühne. Die Sänger unterstützten die Schauspieler in ihren Solo-Gesangsnummern und brachten unter der Leitung Bertolinis erst so richtig Schwung ins Stück. Den musikalischen Grundstock für das Gelingen des Musicals lieferte erneut das Prokjektorchester der städtischen Musikschule, bestehend aus verschiedenen Ensembles. Unter der Leitung von Ludwig Rottenwallner, Sebastian Bortolotti und Roland Gallner erklangen die eigens für die jeweilige Besetzung arrangierten Stücke live zum Schauspiel auf der Bühne.

 

Abgerundet durch Lichteffekte, verantwortlich dafür Musiklehrerin Irmgard Blenninger, begeisterte die rund 1000 Besucher, die - vorbei an einer Ausstellung zum Thema Sterne und Weltall - in die Vilstalhalle gekommen waren, das Zusammenspiel aus den verschiedenen Gruppen. Am stürmischen Applaus und dem Strahlen der Grund- und Musikschüler sowie ihrer Lehrer war abzulesen, dass sich die vielen schweißtreibenden Stunden, von denen Regina Bertolini vor der Vorstellung gesprochen hatte, gelohnt haben dürften.

 

Kunst macht eben Arbeit, ist aber auch wunderschön anzusehen und aufzuführen.

 

 

Bild links oben

Zeitreise in die Welt der Planeten: Mit viel Liebe zum Detail waren Bühnenbild und die Kostüme der Schauspieler gestaltet worden. Die gemalten Hintergründe stammen von der Malerinnung, die Ausstattung von den Bühnenbildnern der Grundschule.

 

Bild rechts oben

Die schöne Venus (Aurelia von Roennebeck) verzauberte Mars und Saturn mit glockenheller Stimme.

 

Bild links Mitte

Premiere für die Tanzgruppe: Den Tanz der Planeten um die Sonne stellten diese Schüler und Schülerinnen dar.

 

Bild rechts unten

Getragen wurden die Schauspieler der Grundschule erneut von einem spielfreudigen Projektorchester der Musikschule.

 

Bild links unten

Anna Fritz als schwarzes Loch.

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