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Text, Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 22.07.2015

Ab August 2016 wird die Mittelschule saniert

Die Mittelschule mit Sporthalle und Hallenbad: Planer präsentierten beeindruckende Sanierungskosten.

Stadtrat: Kosten der Sanierung erhöhen sich auf 15,45 Millionen Euro

Vilsbiburg. Wer gehofft hatte, dass sich mit einem neuen Architektenteam die Kosten senken würden, wurde bei der Sitzung des Stadtrats am Montagabend enttäuscht: Nicht zuletzt aufgrund steigender Baupreise und einiger weiterer Erkenntnisse zum Sanierungsumfang sind die im Dezember 2014 vorgestellten Sanierungskosten in Höhe von 13 Millionen Euro auf mittlerweile 15,45 Millionen Euro angestiegen. Festgehalten wurde in der Sitzung außerdem der Baubeginn am 1. August 2016.

 

Nach zahlreichen Anlaufschwierigkeiten scheint die Sanierung der Mittelschule Vilsbiburg jetzt auf einen konkreten Termin hinzusteuern. In der Sitzung am Montagabend stellten die Architekturbüros Hoewi und und Morpho- Logic zusammen mit den Spezialisten für Heizung, Lüftung und Sanitär sowie Elektroinstallation und Grünplanung die überarbeitete Sanierungsplanung vor. Im Kern blieben die Aussagen gleich: Das im Jahr 1971 in Betrieb genommene Gebäude entspricht weder den heutigen Anforderungen der Gebäudedämmung noch des Brandschutzes. Die Sanitärausstattung ist ebenso verbraucht, wie es Christian Friedl vom Fachbüro Ecoplan formulierte, wie die Schwimmbadtechnik im Hallenbad. Und der Pausenhof ist schon seit geraumer Zeit eine eher triste Örtlichkeit, die dringend einer Überarbeitung bedarf.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Dem aktuellen Eingangsbereich soll ein sieben Meter langes Foyer vorgelagert werden.Und so stellten die verschiedenen Redner am Montag das Vorhaben vor: Die neue, gedämmte Fassade wird in Fertigteilen in vergleichbarem Aussehen einfach vor die bestehende Fassade gebaut, was die Kosten des Rückbaus spart. Ausgetauscht werden alle Fenster und (Außen-)Türen und das Gebäude bekommt ein neues Foyer in Richtung Kirchenweg. Im Gebäudeinneren müssen aus Brandschutzgründen ein Großteil der Stützen sowie verschiedene Decken verputzt werden. Aufgrund des großen Arbeitsumfangs hat Architekt Florian Wimmer dem Rat empfohlen, anstelle von Ausbesserungsarbeiten gleich den Putz im gesamten Gebäude zu erneuern und ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen. Komplett erneuert wird die Gebäudetechnik, ergänzt um moderne Komponenten wie einen behindertengerechten Aufzug, reichlich Internetanschlüsse, Präsentationsund Medientechnik.

 

In der Gesamtsumme enthalten sind neben den reinen Sanierungskosten noch 1,5 Millionen Euro Kosten für die Containerschule, in der die Schüler während des Umbaus unterrichtet werden, Planungs- und Nebenkosten sowie drei Prozent für Unvorhergesehenes.

 

Als optionalen Vorschläge nannten die Planer zuletzt noch unter anderem die Möglichkeit, die Heizungs- und Lüftungstechnik statt mit der vorgesehen Standardregelung mit einer Zentralsteuerung zu betreiben, eine Bühnentechnik für die großartige Atriumaula oder die Erneuerung aller Waschbecken und aller Rohrleitungen. Über diese Details wollen sich die Fraktionen zunächst intern beraten und vor der endgültigen Abstimmung am Mittwoch nächster Woche noch einmal im Rat diskutieren. Vor allem Zweiter Bürgermeister Hans Sarcher (SPD) erwies sich als Fürsprecher einer optimalen Lösung.

 

In der folgenden Diskussion ging es unter anderem um das neue Foyer. Nachdem die Erfahrungen des Stadtrates mit älteren Flachdächern sehr negativ sind, tat Sebastian Huber seine Ansicht sehr deutlich kund: Es sei „irr", das Regenwasser des Foyers zum Schulgebäude hin laufen zu lassen und spätere Schäden zu riskieren: „Vernünftigerweise läuft Regenwasser vom Gebäude weg." Architekt Michael Gebhard verteidigte seinen Entwurf: „Es muss keine Spätschäden geben", sagte er.

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