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Einweihung des Spitalgartens und des Rückgebäudes im Oktober 2007

Einweihung Spitalgarten, Oktober 2007

Text und Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 20.10.2007


Bauarbeiten gingen Hand in Hand voran

Das lange Warten hat sich gelohnt

Spitalgarten und Rückgebäude des Heimatmuseums wurden der Öffentlichkeit vorgestellt


Vilsbiburg. "Was lange währt, wird endlich gut", so fasste Bürgermeister Helmut Haider am Donnerstag die Renovierungsgeschichte des Spitalgartens zusammen. Seit 1999 standen der Umbau des Spitalgartens und die Sanierung des Rückgebäudes des Heimatmuseums immer wieder auf dem Plan des Stadtrats. Jetzt konnten Gebäude und Garten endlich der Öffentlichkeit gezeigt und gesegnet werden. Den Besuchern gibt der Spitalgarten laut Haider einen Vorgeschmack darauf, wie im nächsten Jahr der gesamte Stadtplatz aussehen könnte.


Grossansicht in neuem Fenster: Von links: Erster Bürgermeister Helmut Haider und Landschatfsarchitekt Rolf Lynen vor dem KrempsetzerbrunnenBürgermeister Helmut Haider war vom Umbau sichtlich angetan. "Der Spitalgarten wird sich sehr gut in das zukünftige Stadtbild einfügen. Es hat sich gelohnt", sagte er. In seiner Ansprache wagte Haider einen Rückblick auf die ereignisreiche Sanierungssgeschichte von Garten und Rückgebäude. Schon 1999 sei das Thema auf der Liste des Arbeitskreises zur Stadterneuerung gestanden. Die wichtigste Frage dabei: Wie sollte die von vielen Seiten geforderte Sanierung in das Konzept der Stadt eingefügt werden. Nicht nur der Spitalgarten sollte umgebaut werden, auch das Rückgebäude des Heimatmuseums musste von Grund auf saniert werden.


Der lange Weg zum Umbau

"Das Rückgebäude war in einem sehr schlechten Zustand", berichtete Haider. Beispielsweise musste das Dach dringend repariert werden. Teile des Gebäudes waren einsturzgefährdet. Erschwerend kam hinzu, dass ein Teil des Rückgebäudes denkmalgeschützt war und deshalb nicht abgerissen werden konnte. Deshalb überlegte man, so der Bürgermeister, ob das gesamte Areal von Grund auf erneuert werden sollte. Dagegen stand die Idee, das Museum zu erweitern. Auch eine dritte Möglichkeit wurde kurzzeitig angedacht, nämlich das Rückgebäude in einen Kunstausstellungsraum zu verwandeln. Für den Kunstausstellungsraum wurde im Troadkasten eine Alternative gefunden, und der Stadtrat beschloss, das Rückgebäude als Lagerraum für das Heimatmuseum zu behalten und zu sanieren.

Die Pläne, die Architekten inzwischen für den Spitalgarten ausgearbetet hatten, wurden wieder auf Eis gelegt. "Wir wollten beide Maßnahmen aufeinander abstimmen", begründete Haider die Entscheidung. In diesem Jahr setzte man die Pläne schließlich in die Tat um. Das Konzept für Spitalgarten und Rückgebäude stand, und der Bau begann. Von April bis August wurde das Rückgebäude saniert. Den Spitalgarten nahmen die zuständigen Bauherren im Anschluss in Angriff und konnten den Bau am Mittwoch abschließen. "Heute Vormittag haben sie noch die letzten Arbeiten vollendet", bemerkte Haider.


Arbeit Hand in Hand

Grossansicht in neuem Fenster: Von links: Pfarrer Lenk, Stadtpfarrer Heilmer bei der SegnungBesonders begeisterte den Bürgermeister die gute Zusammenarbeit von Architekten, Bautrupps und Stadtverwaltung. "Alle arbeitetenHand in Hand und das Ergebnis kann sich sehen lassen." Deshalb galt sein besonderer Dank auch der Familie Steer, die die letzten Monate mit Baulärm und Schmutz verbringen musste. "Ohne ihre verständnisvolle Nachbarschaft hätten wir den Bau nicht so umsetzen können", so der Bürgermeister. Den Kremplsetzer-Brunnen erwähnte der Bürgermeister besonders. "Es war schon immer geplant, ihn wieder aufzustellen", sagte Haider. Auch der Verkehrs- und Verschönerungsverein und der Gartenbauverein hätten sich dafür eingesetzt, und Haider freute sich, dass der Brunnen endlich "seinen" Platz habe.

Im Anschluss an die Rede Haiders segneten Stadtpfarrer Siegfried Heilmer und der evangelische Pfarrer Michael Lenk den Spitalgarten und das Rückgebäude. "Der Spitalgarten ist mehr als notwendig", sagte Pfarrer Lenk, da er ein Angebot der Entspannung darstelle. "Hier darf man einfach genießen." Stadtpfarrer Heilmer sprach die Fürbitten und segnete den Spitalgarten.

Im Anschluss an die Einweihung konnten sich die Besucher in aller Ruhe den Spitalgarten und das neue Lager des Heimatmuseums im Rückgebäude ansehen. Demnächst soll es mit der Keramik aus der Sonderausstellung gefüllt werden, wie Museumsleiter Lambert Grasmann erklärte.


Lagerplatz für Keramik

Auch sonst nutzen die Mitarbeiter den Platz für Keramik und anorganische Stoffe. "Für Papier, Leder oder Eisen ist die Luftfeuchtigkeit leider zu hoch". Die Möglichkeit, sich das Innere des Rückgebäudes anzusehen, kam keine Minute zu früh. Kurz nachdem Helmut Haider die geladenen Gäste noch zu einem Essen eingeladen hatte, zogen dunkle Wolken auf und bescherten dem frisch gesegneten Spitalgarten seinen ersten Regenschauer.

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