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Region aktiv: professionelle Direktvermarktung

Region aktiv: professionelle Direktvermarktung
Die Vorstandsvorsitzende der Region aktiv e.G., Elisabeth Widauer.

Die Leiterin der Vermarktungsgenossenschaft „Region aktiv“, Elisabeth Widauer überzeugte ihr Fachpublikum mit echtem, gelebtem Erfahrungsschatz. Der Klimadialog-Vortragsabend mit angeregter Diskussion vermittelte das langjährig gewachsene und schließlich erfolgreiche Modell der Direktvermarktung der Region Chiemgau-Inn-Salzach. Das vorgestellte Konzept zu einer Regionalbroschüre für Akteure in und um Vilsbiburg fand große Zustimmung.

 

Eine Menge „Herzblut“ steckt im Aufbau der erfolgreichen Vermarktungsorganisation „Region aktiv“. Das spürten die Direktvermarkter und Interessierten beim Vortrag von Elisabeth Widauer, Vorstandsvorsitzende und Hauptaktive der Genossenschaft. Der Start war 2002 – damals als Modellregion des Bundeswettbewerbs „Region aktiv – Land gestaltet Zukunft“. War man anfangs mit rein biologischen Waren aufgestellt, hatte man schnell erkannt, damit die heterogene und ansteigende Nachfrage nicht bedienen zu können, denn die Kunden legen das Hauptaugenmerk auf Regionalität, vor der Art der Erzeugung. „Die ersten zehn Jahre waren hart und wir haben viel ehrenamtlich gearbeitet, aber heute stehen wir auf sicheren Beinen und sind nachhaltig erfolgreich“ betont Widauer selbstbewusst. Die Pionierin hat gelernt, mit den Leitern von Absatzmärkten auf Augenhöhe „hart aber fair“ zu verhandeln und stellt an die Listung der Waren in den Geschäften klare Ansprüche, wie auch an die Qualität der Waren kompromisslos Forderungen gestellt werden. Entscheidend für den Erfolg wäre der permanente, persönliche und professionelle Einsatz des Organisationsteams, hier sei Manpower gefragt – in diesem Fall wäre es eben „Frauenpower“. Dazu Widauer konkret: „Vom Jammern passiert nichts und vom Warten auf den Kunden auch nicht“. Der Handel will hofiert werden, denn das Angebot ist groß. Den speziellen Vorteil ihrer Erzeugnisse weiß sie auszuspielen, denn „regional ist in“, wenn auch der Begriff „regional“ nicht klar definiert sei, was oft zu Missverständnissen führe. Daher wäre man bei Erzeugnissen mit dem Aufdruck „Region aktiv“ auf der sicheren Seite, entsprechend der Kennzeichnung mit örtlichen Betrieben in Regionalregalen.

Wer seine Produkte über ihre Vermarktungsorganisation anbieten möchte, muss sich zertifizieren lassen und der Genossenschaft mit einem Beitrag von einmalig fünfhundert Euro beitreten. Das bisherige Verbreitungsgebiet ist die Planungsregion 18 (Landkreise Berchtesgaden, Altötting, Mühldorf, Traunstein und Rosenheim), sie grenzt mit dem Landkreis Mühldorf an unsere Region 13 und an den Landkreis Landshut. Das Zentrallager mit Büro in Penning bei Niederbergkirchen, nahe unserem südlichen Landkreis Landshut wäre für ansässige Direktvermarkter sehr günstig gelegen. Referentin Widauer äußerte Ihr Interesse an Erzeugnissen aus dem Vils- und Binatal, denn man vermarkte auch schon in Lebensmittelgeschäften in unserem Landkreis. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei ihr oder der Stadt Vilsbiburg, Georg Straßer, melden.

 

Regionale Erzeugerbroschüre: Wo bekomme ich was?

 

Der Anlass für Klimaschutzmanager Straßer, sich für Direktvermarktung zu engagieren, liegt neben der faktischen Energieeinsparung über kurze Transportwege auch im sozio-ökonomischen Aspekt: „Sich der Herkunft der Nahrungsmittel besinnen und damit diesen Wert zu schätzen bringt mit sich, dass bewusster konsumiert und damit auch weniger Abfall produziert wird“. Straßer möchte damit das Regionalmanagement der Stadt Vilsbiburg und deren Nachbarkommunen über die Wertschöpfung vor Ort fördern: „Das Geld soll hier bleiben und damit die heimische Wirtschaft stärken“. Darum möchte man die Anbieter von Lebensmitteln und Dienstleistungen der näheren Umgebung über eine anschauliche Broschüre bündeln und mit dieser den Kontakt zum Verbraucher herstellen.

 

Schuetze_StefanStefan Schütze von der Vilsbiburger Medienagentur motivmedia stellte dafür ein Konzept vor, wo alle Interessenten mit Ihren Leistungen übersichtlich dargestellt werden. Die Anwesenden waren davon angetan und freuten sich auf die Realisierung. „Nun müsse man die Gemeinden des südlichen Landkreises für die Projektidee gewinnen, anschließend werden die Anbieter angesprochen, mitzuwirken“, teilte Schütze die nächsten Schritte mit, die er mit Straßer zusammen gehen werde. Der Stadt liegt eine Liste aller Direktvermarkter aus Vilsbiburg und Umgebung vor, die noch der Ergänzung bedarf. Alle, die noch nicht bekannt sind bzw. zur Veranstaltung nicht schriftlich eingeladen wurden, möchten sich bei Georg Straßer melden: Tel. 08741/305-444 oder klimaschutz@vilsbiburg.de.

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