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Text, Foto: Vilsbiburger Zeitung, 22.09.2017.

Spatenstich für neue Kindertagesstätte in Achldorf – Kosten von rund drei Millionen Euro

Spatenstich für neue Kindertagesstätte in Achldorf

In einem knappen Jahr soll alles fertig sein

Vilsbiburg. Die Bagger waren bereits aktiv, ein Kran ist schon da: Dass sich auf dem Grundstück unterhalb des Predigtstuhlrings in Achldorf etwas tut, ist deutlich zu sehen – und das ist auch gut so: In weniger als einem Jahr soll dort nämlich die neue Kindertagesstätte der Stadt Vilsbiburg fertig und in Betrieb sein. Von einem „sportlichen Zeitplan“ sprach vor diesem Hintergrund Bürgermeister Helmut Haider am Mittwoch beim offiziellen Spatenstich für das Bauvorhaben, das knapp drei Millionen Euro kosten wird. Allerdings erhält die Stadt einen großen Teil der Ausgaben als Fördergelder wieder zurück.

 

Bei der Stadt werden neue Einrichtungen zur Betreuung von Kindern derzeit beinahe wie am Fließband beschlossen, geplant und gebaut. Während nämlich der Bau für den neuen Kindergarten in Achldorf gerade beginnt, startet auch gerade die Planungsphase für den zweiten neuen Kindergarten, der am Burger Feld neben der Seyboldsdorfer Straße entstehen wird. Den Hintergrund dieser Infrastruktur- Offensive in Sachen Kinderbetreuung machte Bürgermeister Helmut Haider am Mittwoch im Rahmen des Spatenstichs in Achldorf deutlich: „Im vergangenen Jahr hatte die Stadt über 60 Zuzüge von Kindern.“ Dieser Teil der demographischen Entwicklung habe nach einer kontinuierlichen Steigerung, der man als Stadt mit einem schrittweisen Ausbau der Betreuungseinrichtungen Rechnung tragen konnte, mittlerweile einen Sprung nach oben gemacht – mit der Folge, dass innerhalb von zwei Jahren zwei neue Kindertagesstätten gebaut werden müssen. „Wir haben auf die sprunghafte Entwicklung schnell reagiert“, unterstrich der Bürgermeister. Der Blick auf die Entstehungsgeschichte der Kindertagesstätte Achldorf verdeutlicht dies: Ende Juli 2016 war innerhalb einer knappen Stunde vom Stadtrat die Entscheidung gefällt worden, in die Planungen einzusteigen; die von der Verwaltung als Entscheidungsgrundlage präsentierten Bevölkerungszahlen ließen den Kommunalpolitikern keinen Spielraum.

 

Grossansicht in neuem Fenster: So wie auf dieser Zeichnung der Planer zu sehen, soll der Kindergarten mit Krippengruppe in Achldorf einmal aussehen.In Achldorf sollen ab dem Kindergartenjahr 2018/2019 drei Kindergarten- und eine Krippengruppe untergebracht werden, das wären 75 Kindergarten- und 14 Krippenkinder. Auf dem Areal mit rund 3100 Quadratmetern, das am Ortsrand zwischen der Thalhamer Straße und dem Predigtstuhlring liegt, entsteht die Kindertagesstätte als Passivhaus. Das bringt ganz spezielle Techniken mit sich: Gebaut wird in Holzständerbauweise auf einer betonierten Bodenplatte. Das helfe auch bei der Einhaltung des von Bürgermeister Helmut Haider am Mittwoch als „sportlich“ bezeichneten Zeitplans. „Viele Bauteile sind vorgefertigt und werden auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt.“

 

Im Zuge der Vorstellung der Bauplanung im vergangenen Dezember hatte auch die Ausführung als ebenerdiges, eingeschossiges Gebäude allgemeines Lob erfahren. Der Eingangsbereich ist als sogenannter „Marktplatz zum Ankommen“ gestaltet – und würde in der Zukunft gegenüber der Kindertagesstätte sogar noch Platz für einen möglichen Nahversorger für die Achldorfer bieten.

 

Bau als Passivhaus

 

Auch auf die beschlossene Ausführung des Gebäudes im Passivhausstandard ging der Bürgermeister im Rahmen der kleinen Ansprache beim Spatenstich ein. Als Klimakommune stehe es der Stadt gut zu Gesicht, sich an solche Standards zu halten. „Und das gute Wohnklima, das die Holzbauweise mit sich bringt, wird Kindern und Erzieherinnen später sicher nutzen“, fügte der Bürgermeister an. Diese Information ging nicht zuletzt in Richtung von Annette Karl, die Leiterin des Kneipp-Kindergartens St. Johannes, der gegenwärtig noch an der Frontenhausener Straße untergebracht ist, aber im nächsten Jahr in die neue Kindertagesstätte in Achldorf umziehen wird. Bis zum Sommer 2019, wenn die Inbetriebnahme der Kindertagesstätte am Burger Feld vorgesehen ist, soll der Kindergarten im Johannes-Heim allerdings unabhängig davon in Betrieb bleiben, wie im Rahmen des Spatenstichs noch ausdrücklich betont wurde.

 

Auch die Baukosten kamen bei der Zusammenkunft auf der Baustelle zur Sprache. So liegen die prognostizierten Gesamtkosten brutto bei 2,950 Millionen Euro. Allerdings geht letztlich nur ein verhältnismäßig kleiner Teil dieser Summe zu Lasten der Stadtkasse. So gebe es laut Bürgermeister Haider aus Landesmitteln aktuell 50 Prozent Förderung für Kindertageseinrichtungen, obendrauf kämen noch 35 Prozent Förderung aus Bundesmitteln, so dass die Stadt am Ende auf eine Rückerstattung von 85 Prozent der förderfähigen Kosten bauen könne. Und dass sogar der eigene Kostenanteil der Stadt aufgrund der aktuellen Finanzmarktsituation zu besonders guten Konditionen finanziert werden kann, war auf der jüngsten Stadtratssitzung deutlich gemacht worden: Die Stadt nimmt demnach für den Neubau in Achldorf 800 000 Euro Kredit auf, muss dafür keine Zinsen zahlen und braucht am Ende sogar nur 760 000 Euro zurückzuzahlen.

 

Bild links

Bürgermeister Helmut Haider, Kneipp-Kindergartenleiterin Annette Karl, Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher, Willi Haberl von der gleichnamigen Baufirma, Bauamtsleiter Gerhard Binner, und Architekt Gernot Vallentin (mit Schaufeln, von rechts), mit den Mitgliedern des Bauausschusses und weiteren Verwaltungs-Mitarbeitern beim Spatenstich.

 

Bild rechts

So wie auf dieser Zeichnung der Planer zu sehen, soll der Kindergarten mit
Krippengruppe in Achldorf einmal aussehen.

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