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Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://www.vilsbiburg.de

Text: Vilsbiburger Zeitung, 14.03.2008

Beginn der Stadtplatzsanierung am 17.03.2008

Vilsbiburger Stadtplatz am 18.03.2008

Zahlreiche Projekte stehen heuer an

Die Stadt wird zur Großbaustelle

Von Stadtplatzsanierung bis Kanalbau: Bürger müssen sich auf Umleitungen einstellen

Vilsbiburg. Die Planungen für die Stadtplatzsanierung laufen bereits seit einigen Jahren. Am Montag soll es nun richtig losgehen: Von der Vilsbrücke aus in Richtung Stadttor wird der erste, rund 80 Meter lange Bauabschnitt gesperrt und für die Sanierung vorbereitet. Doch das ist längst nicht das einzige Großprojekt, das heuer in Vilsbiburg ansteht: Ebenfalls am Montag beginnen die Bauarbeiten für die Gemeindeverbindungsstraße Furth-Achl dorf, und am 31. März läuft die Kanalsanierung in der Gobener Straße an. Für die Bürger heißt das, dass sie sich auf langfristige Umleitungen und Behinderungen einstellen müssen.


Die Baustelle, die die meisten Bürger betrifft und auch all jenen auffallen wird, die anstelle der Ortsumgehung LA 13 immer noch den Weg durchs Stadtzentrum wählen, entsteht ab Montag auf dem Stadtplatz. Im Rahmen der siebenmonatigen Bauzeit wird die "gute Stube" Vilsbiburgs generalüberholt. Die Granitplatten, die aus China stammen, lagern bereits in Hamburg und können termingenau ins Vilstal transportiert werden, wie Bauamtsleiter Günter Bleimehl versichert.

Der Stadtplatz wird in drei jeweils rund 80 Meter lange Bauabschnitte unterteilt. Ein neuer Abschnitt wird erst dann in Angriff genommen, wenn der vorherige fertiggestellt ist. Los geht's am Montag mit der Absperrung des ersten Baufelds, das sich von der Vilsbrücke in Richtung Stadtplatz erstreckt. Im Lauf der Woche beginnen Fräsarbeiten und der Abtransport der alten Pflastersteine.

Für die Autofahrer heißt das: Die Untere Stadt bleibt frei befahrbar, vor der Vilsbrücke müssen sie aber wenden, so lange am Bauabschnitt unmittelbar jenseits der Vils gearbeitet wird. Wird dieser freigegeben, kann die Brücke von Autofahrern wie gewohnt genutzt werden. Gewendet werden muss dann am nächsten Bauabschnitt auf dem Stadtplatz.

Dasselbe gilt für die Stadtplatz-Zufahrt durch das Tor: Sie ist möglich, Autofahrer müssen aber vor der Baustellenabsperrung umdrehen, eine Abfahrt über das Löchl neben dem Rathaus ist nicht möglich. Die Umleitung für alle, die nicht zwingend auf den Stadtplatz müssen, führt wie gewohnt über den Pfarrbrückenweg und ist ausgeschildert.

Die Parksituation am Stadtplatz bleibt derweil unverändert: Wie gewohnt, müssen Autofahrer einen Parkschein lösen, wenn sie keinen Strafzettel riskieren wollen. Einschränkungen wird es für Autofahrer lediglich am alten ABV-Areal auf dem Haslbeck-Gelände geben: Dort fällt ein Teil der Parkplätze weg, weil diese Fläche für Baustellenfahrzeuge benötigt wird.

1,35 Kilometer lange Straße

Eine Lücke im Straßennetz schließt die Stadt Vilsbiburg ebenfalls ab Montag, denn dann beginnen die Bauarbeiten für die neue Gemeindeverbindungsstraße Furth-Achldorf. Rund 1,06 Millionen Euro kostet das Projekt, das Ende August abgeschlossen wird. Dann soll der 1,35 Kilometer lange Straßenabschnitt samt dem 2,5 Meter breiten Geh- und Radweg fertig sein. Der Verkehr wird ab nächster Woche über Trauterfing umgeleitet.

In den Untergrund investiert die Stadt ab dem 31. März im Bereich der Frontenhausener und Gobener Straße. Dort ist eine Kanalsanierung fällig. Der Kanal aus der Schachtenstraße wird durchgezogen bis zur alten Kläranlage. Insgesamt rund 800 Meter Rohrleitungen müssen verlegt werden, so dass das 630 000 Euro teure Projekt bis Ende Oktober dauern wird. Los geht's beim alten TÜV zur Frontenhausener Straße bis hin zur Gobener Straße.

Weil in der Mitte der Gobener Straße ein Graben aufgerissen werden muss und Schulbusse dann nicht mehr durchkommen würden, mussten sich die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung für den Zeitraum ab Anfang Juli eine Lösung für die drohenden Verkehrsprobleme entwickeln, die vor allem die Finkenstraße betreffen wird. In Richtung Frontenhausen wird sie im Juli zu einer Einbahnstraße umfunktioniert. Die Schulbushaltestellen werden von der Gobener in die Finkenstraße verlegt, und die Busse fahren während der Bauzeit über die Pfründestraße in die Finkenstraße. "Wir haben keine andere Lösung finden können und bitten die Anwohner um Verständnis", sagt Hans Brandmeier von der Stadtverwaltung. Wichtig sei, dass die Bewohner der Finkenstraße während der Umleitungszeit besonders vorsichtig und langsam fahren, um die Schulkinder nicht zu gefährden.

Noch ein wenig Zeit ist bis zum Baubeginn in der Industriestraße: Vom 5. Mai bis Ende August werden dort rund 315 Meter Regenwasser-Kanal verlegt und acht Kontrollschächte eingebaut. Außerdem wird die Teerdecke erneuert. Auch hier müssen sich die Bürger auf eine Umleitung einstellen, weil die Industriestraße gesperrt wird.

Gebaut wird heuer auch in Haarbach: Hier werden ab 14. April bis zum 22. August rund 400 Meter Kanal verlegt, und auch in Frauensattling wird kräftig gegraben. Dort steht ab dem 25. März der Anschluss der Kläranlage an die Kläranlage Vilsbiburg an. 450 000 Euro kostet das Projekt, das Ende August abgeschlossen sein soll. Somit gilt auch heuer wieder, was bei den Haushaltssitzungen im Stadtrat stets ein wenig scherzhaft erwähnt wird: Die Stadt muss viel Geld im Boden vergraben. Im Rathaus ist man sich im Klaren, dass die Vilsbiburger in nächster Zeit mit vielen Verkehrsbehinderungen rechnen müssen. Wegen der Dringlichkeit der Maßnahmen hofft Bauamtsleiter Bleimehl auf das Verständnis der Bürger.

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