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Text: Vilsbiburger Zeitung, 30.05.2008

Stadtplatzsanierung - Einfahrt über die Untere Stadt wieder möglich

Stadtplatz, 30.05.2008
Nach Ende des Wochenmarktes ist die Einfahrt über die Untere Stadt möglich

"Uns Geschäftsleuten hilft jeder Tag"

Mit einer knappen Woche Verzögerung wird die Vilsbrücke für den Verkehr freigegeben

Von Bernhard Beez

Vilsbiburg. Das bislang makellose Bild vom Fortgang der Sanierungsarbeiten am Stadtplatz hat einen ersten kleinen Riss bekommen. Eigentlich, so lautete die Zusage von Baufirma und Bauamt, hätte die Zufahrt über die Vilsbrücke hin zum Stadtplatz bereits Anfang dieser Woche freigegeben werden sollen. Dies war jedoch, wie sich nun zeigte, doch etwas zu optimistisch gerechnet. Am Samstag, nach Ende des Wochenmarktes, soll es nun aber soweit sein, ab dann können die Autos wieder von der Unteren Stadt her den Stadtplatz ansteuern.

Dieser Entscheidung gingen jedoch durchaus kontroverse Diskussionen voraus. Franz-Xaver Vaas vom Ingenieurbüro Sehlhoff favorisierte klar die Lösung, die Zufahrt über die Vilsbrücke noch eine weitere Woche gesperrt zu lassen und vor einer Öffnung noch alle Arbeiten im Bauabschnitt eins zu Ende zu bringen. Mittwoch oder Donnerstag kommender Woche muss nämlich ohnehin noch einmal eine eintägige Sperrung erfolgen, wenn die Asphaltfeinschicht in die Straße eingebaut wird. "Erst machen wir auf, dann sperren wir wieder, dann machen wir wieder auf, dann sperren wir wieder am Samstag für den Wochenmarkt - da kennt sich doch am Ende keiner mehr aus", so Vaas.

Dies sahen die Vertreter des Förder- und Werbevereins Vilsbiburg jedoch gänzlich anders: "Uns Geschäftsleuten hilft jeder Tag, den wir den Stadtplatz für den Verkehr früher freigeben können", erklärte Manfred Eberl. Renate Fischer sprang Eberl zur Seite: "Der Umsatzrückgang in den Geschäften am Stadtplatz ist dieses Jahr wirklich heftig. Lange halten die Einzelhändler das nicht mehr durch." Und der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank, Richard Erhardsberger, fügte hinzu: "Die Absprachen waren in dieser Frage ganz klar, nämlich dass am 23. Mai die Vilsbrücke für den Verkehr freigegeben wird. Dies wurde uns vom Bauleiter und vom Leiter des Bauamtes fest versprochen. Und wir haben uns darauf verlassen, dass das auch eingehalten wird."

Franz-Xaver Vaas und Margit Maier, Mitarbeiterin des Bauamtes, mussten hier zugeben, dass Bauleiter Jürgen Hieber hier "offensichtlich etwas zu optimistisch war". Insbesondere die Pflasterarbeiten hätten deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen als vorher erwartet.

Manfred Eberl wollte sich mit dieser lapidaren Aussage jedoch nicht so ohne Weiteres abfinden: "Wir hatten doch die Zusage, dass am 23. Mai aufgemacht wird. Nur deshalb haben doch unsere Mitglieder zugestimmt, dass der zweite Bauabschnitt vorgezogen wird und sich über mehrere Wochen hinweg mit dem ersten überlappt." Nun warte jeder natürlich ungeduldig auf die Freigabe. Wenn es nun nochmals zu einer Verzögerung komme, könne man für nichts mehr garantieren, so Manfred Eberl: "Dann kommt es in der Geschäftswelt zu einem Aufstand. Das Vorziehen des dritten Bauabschnittes in ähnlicher Form können wir dann vergessen. Dafür gibt es dann mit Sicherheit keine Mehrheit mehr."

Franz-Xaver Vaas und Margit Maier waren von diesem heftigen Gegenwind, der ihnen bei dieser Sitzung ins Gesicht blies, sichtlich überrascht und stimmten schließlich dem Kompromissvorschlag zu. Nach Rücksprache mit Bauleiter Jürgen Hieber, der bei diesem Gespräch nicht anwesend war, fiel die Entscheidung, die Vilsbrücke am morgigen Samstag, nach Ende des Wochenmarktes, für den Verkehr freizugeben. Und so gab es am Ende auch sehr versöhnliche Töne von Richard Erhardsberger: "Die Baufirma leistet hier wirklich ganz hervorragende Arbeit. Das sieht jeder, der die zügigen Fortschritte an der Baustelle beobachtet." Dies betrifft natürlich auch den zweiten Bauabschnitt. Hier werden in den kommenden Tagen die Gehwege gepflastert, voraussichtlich Ende nächster Woche werden diese auf beiden Seiten voll benutzbar sein.

Wochenmarkt beliebt

Nach ersten Rückmeldungen wird der Wochenmarkt, der nun im Bereich des Rathauses abgehalten wird, von Fieranten und Besuchern sehr gut angenommen. "Die Reaktionen, die beim Ordnungsamt eingegangen sind, waren durchwegs positiv", gab Bürgermeister Helmut Haider bekannt. "Die Besucherfrequenz war am letzten Samstag sehr gut", sagte auch Erhardsberger. Man zeigte sich erleichtert, dass es in dieser Frage offensichtlich zu keinen Problemen kommt.

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