Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://www.vilsbiburg.de

Text: Vilsbiburger Zeitung, 01.07.2009 (Georg Soller)

Hochwasserschutz - Arbeiten für den nächsten Bauabschnitt haben begonnen

Vilsufer zwischen Stadtbrücke und Volksfestparkplatz

Der Vilskanal wird zur Naturlandschaft

Die Arbeiten für den nächsten Bauabschnitt zum Hochwasserschutz haben begonnen

Vilsbiburg. Nachdem sich die Bürger der Stadt allmählich mit den beachtlichen Bauwerken zum Hochwasserschutz auf Höhe des Rathauses und des Färberangeres gewöhnt haben, beginnen jetzt die Arbeiten flussabwärts der Vilsbrücke. Auch dort werden mächtige Schutzmauern errichtet, denen eine Reihe von markanten Bäumen zum Opfer fallen. Einige Jahre nach dem Abschluss der Bauarbeiten, wenn die nachgepflanzten Bäume eine gewisse Größe erreicht haben, wird die Flussseite der Stadt eine neue Optik haben.

Seit mehr als zehn Jahren läuft der Bau der Hochwasserschutzanlage für die Innenstadt. Nach dem Neubau des Pfarrwehrs und dem Bau der Hochwassermauern oberhalb der Vilsbrücke kommt jetzt der Bereich zwischen Brücke und Volksfestparkplatz an die Reihe. In einer Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamtes, in der der neue Abschnitt erläutert wird, werden als wesentliche Hochwasserschutzelemente Mauern, Dammbalkenverschlüsse und Deiche genannt. Den Auftrag zur Ausführung der Baumaßnahme erhielt die Firma Neulinger Bau GmbH aus Hofkirchen.Grossansicht in neuem Fenster: Untere Stadt - Hochwasser 1954

Derzeit werden entlang des rechten Ufers der Vils flussabwärts die bestehenden Holzgebäude auf dem Grundstück von Dr. Robert Peters abgerissen, und die Bohrtrasse geschüttet. In Kürze beginnen die Bohrarbeiten für die Gründung der Hochwasserschutzmauer. Johannes Schmuker, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Landshut, bittet in dieser Mitteilung speziell die unmittelbaren Anlieger "für mögliche Beeinträchtigungen und Behinderungen während der Bauzeit um Verständnis".

Aufgrund des großzügigen Entgegenkommens von Dr. Peters kann nach dem Bau der Hochwassermauer an dieser Stelle ein Radweg gebaut werden, der mit dem Bau des Stegs zum Färberanger einen wichtigen Lückenschluss des Vilstalradwegs bildet. Die Stadt revanchierte sich jetzt ein wenig dafür, indem sie eine von Peters gewünschte, elegantere Holzverblendung in Auftrag gab. Auf der anderen Seite der Vils, wo zwischen Café G2 und Floßgassensteg alle Bäume gefällt werden müssen, erhält die Schutzmauer Glaselemente, um im Bereich des Café-Freisitzes eine optische Durchlässigkeit der Mauer zu bekommen. Der Stadtrat stimmte jüngst in beiden Fällen dem Mehraufwand zu.

Bei dieser Gelegenheit stellte sich Johann Hübl, der im Wasserwirtschaftsamt die Baustelle in Vilsbiburg betreut, den Fragen der Stadträte. Insbesondere die Frage nach Ersatzpflanzungen beim Mühlenweg interessierte viele Stadträte. Diese seien für den Herbst vorgesehen, sagte Hübl. Bäume und Büsche sollen zusammen mit den Hochwasserschutzanlagen ein neues Stadtbild ergeben.Grossansicht in neuem Fenster: Plan für die Renaturierung des Vilskanals (Grafik WWA, Repro Vilsbiburger Zeitung)

Als zusätzlicher Ausgleich und Ersatz für den Eingriff in Natur und Landschaft wird in den nächsten Jahren der Vilsflutkanal oberhalb des Balkspitzes bis zum Freibad Zug um Zug umgestaltet. Das Wasserwirtschaftsamt bemüht sich bereits um den hierfür notwendigen Grunderwerb. Erste Maßnahmen sollen bereits in diesem Herbst beginnen.

Ein Bach zum SpielenGrossansicht in neuem Fenster: Bachlaufplanung am Balkspitz (Grafik Menz, Repro Vilsbiburger Zeitung)

Eine intensive Diskussion entzündete sich an einem Detail in der Rahmenplanung für den Balkspitz. Dort soll nach den vorliegenden Plänen des Tübinger Büros Menz und Weik ein künstlicher Bachlauf entstehen, der so angelegt wird, dass darin Kinder spielen können. Ein Teil der Stadträte, allen voran Helmut Gaube (CSU), hält öffentliche Gewässer zum Spielen für zu gefährlich.

Auf der anderen Seite sagte sein Fraktionskollege Xaver Peisl, dass es zur Lebenserfahrung gehöre, dass man ins Wasser fallen könne: „Solange das Rückhaltebecken in Grub voller Wasser war, war es ein Eldorado für die Kinder. Jetzt ist es künstlich gestaltet worden, und man sieht keine Kinder mehr." Kinder müssten den Umgang mit Wasser lernen, sagte auch Gisela Floegel (bul), und wies darauf hin, dass es keine beliebteren Spielplätze gebe als solche, an denen man relativ gefahrlos mit Wasser spielen könne: „Die üblichen Spielplätze sind viel zu steril."

Bislang gibt es allerdings außer dieser Idee des Grünplaners keine konkrete Untersuchung, wie das alles funktionieren könnte und was das kosten wird. Auch die Frage nach der Wasserqualität der Vils wurde gestellt. Bei einer Gegenstimme wurde beschlossen, die Überlegungen zum Abenteuerspielplatz genauer untersuchen zu lassen.

drucken nach oben