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Text: Vilsbiburger Zeitung, 09.07.2009 (Bernhard Beez)

Aufstellung des Bebauungsplanes 'Sondergebiet Ballsporthalle'

Standort für die neue Ballsporthalle (Luftbild Wilhelm Grässle)
Luftbild: Standort für die neue Ballsporthalle (Wilhelm Grässle)

Am Nachtfahrverbot ist grundsätzlich nicht zu rütteln, aber:

Bis zu 18 "seltene Ereignisse" pro Jahr

Parkplatz bei Ballsporthalle: Lärmschutzgutachter stellt Ausnahmegenehmigung in Aussicht

Vilsbiburg. In wenigen Monaten soll in der Nähe des Dräxlmaier-Geländes der Spatenstich für den Bau der neuen Ballsporthalle erfolgen. Derzeit sind die zuständigen Stellen damit beschäftigt, die rechtlichen Grundlagen für dieses ehrgeizige Projekt zu schaffen. Am Dienstagabend wurde im Bauausschuss der Bebauungsplan "Sondergebiet Sporthalle" vorgestellt. Dabei wurde insbesondere auf die Problematik des Lärmschutzes in diesem Gebiet eingegangen. Bekanntlich wurde vom Landratsamt ein Nachtfahrverbot ab 22 Uhr für den noch zu bauenden Parkplatz an der Sporthalle verhängt (die VZ berichtete).

"Wir müssen das Ganze rechtssicher gestalten", sagte Marion Linke vom Landshuter Architekturbüro Linke und Gerling zu den Gremiumsmitgliedern. Der Lärmschutzgutachter Heinz Hoock verdeutlichte nochmals die Problematik: "Gewerbe- und Sportlärm sind für die Nachbarn in der Summe zu ertragen. Und gerade in diesem Gebiet haben wir es - aufgrund des Gewerbegebiets West sowie des durch die Firma Dräxlmaier entstehenden Verkehrs - mit einer hohen Vorbelastung zu tun." Auch den Einwand von Stadtrat Karlheinz Hiller (Freie Wähler), dass doch gerade spätabends beziehungsweise nachts hier kaum Verkehr herrsche und man deshalb "in der Summe" sicherlich nicht die vorgegebenen Richtwerte überschreiten werde, ließ Hoock nicht gelten: "Das Recht auf Aktivitäten in der Nacht besteht - und wir dürfen die Rechte der bestehenden Betriebe nicht einschränken." "Wir müssen das zur Kenntnis nehmen und auf dieser Basis weiterarbeiten", sagte zweiter Bürgermeister Johann Sarcher (SPD).

Immerhin konnte Hoock Lösungswege aufzeigen, die die Problematik deutlich abmildern würden. So könnte man bei Großereignissen - in der Praxis wären dies wohl die Heimspiele der Roten Raben - an bis zu 18 Tagen im Jahr eine Ausnahmegenehmigung erwirken und den Parkplatzverkehr auch nach 22 Uhr noch zulassen. "Der Gesetzgeber hat dafür den Begriff ?seltene Ereignisse' geschaffen. An wie vielen Tagen genau das in Vilsbiburg der Fall sein könnte, wird allerdings erst noch untersucht."

Per Shuttle zu den Raben

Marion Linke plädierte zudem bei Großereignissen für den Einsatz von Shuttlebussen von der Freiung zur Ballsporthalle. "Dies ist notwendig, damit die dort gelegenen Parkplätze als zur Ballsporthalle gehörend anerkannt werden." Die Kosten für den Einsatz dieser Busse müssten vom Veranstalter - in den meisten Fällen also von den Roten Raben - getragen werden. Die Architektin hatte am Ende noch eine gute Nachricht für die Anwesenden: "67 Stellplätze im hinteren Bereich der Halle dürfen dauerhaft, also auch nachts, genutzt werden." Damit sollte zumindest einer reibungslosen An- und Abfahrt während des Trainingsbetriebs unter der Woche nichts im Wege stehen...

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