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Text: Vilsbiburger Zeitung, 13.11.2009 (Bernhard Beez)

Ballsporthalle - Spatenstich am 12.11.2009

Neubau Ballsporthalle - Spatenstich am 12.11.2009
Die Honoratioren beim Spatenstich (Teilnehmer im Text, Foto Wilhelm Grässle)

Eine Halle für alle

Zwölf Monate Bauzeit veranschlagt - Einhaltung des Kostenrahmens hat höchste Priorität

Vilsbiburg. Es war eine der umstrittensten und meistdiskutierten Entscheidungen der Stadtpolitik in den vergangenen Jahren. Über viele Monate hinweg stritten Gegner und Befürworter erbittert zunächst über die Notwendigkeit einer neuen Ballsporthalle und anschließend, nachdem man sich zu einer positiven Entscheidung durchgerungen hatte, über den möglichen Standort. Gestern Vormittag war von diesen Querelen nichts mehr zu spüren: Zahlreiche Vertreter des politischen, sportlichen und öffentlichen Lebens waren zur Brückenstraße in der Nähe des Dräxlmaier-Areals gekommen, um den offiziellen Spatenstich für den Bau der neuen Vilsbiburger Sportarena live mitzuerleben.

Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher gab den Anwesenden einen chronologischen Überblick über die bisherige Entstehungsgeschichte der neuen Halle. Sarcher kritisierte, dass in der Öffentlichkeit immer wieder gerne von einer "Roten-Raben-Arena" gesprochen werde. "Diese neue Halle wird für alle Sportler gebaut, vom Breitensport bis zum Spitzensport, und wird somit allen Sportbegeisterten in Vilsbiburg zur Verfügung gestellt." Auch wenn viele Spiele der Volleyballmannschaften hier stattfinden würden, so würden doch auch die Teams der anderen Sportarten hier ihre Punktspiele bestreiten und ihre Trainingseinheiten absolvieren. Und man dürfe nicht vergessen, dass durch die neue Ballsporthalle endlich der dringend benötigte Freiraum in der Vilstalhalle geschaffen werde: "Somit kommt die neue Halle allen Athleten, vom Kleinkind bis zum Seniorensportler zugute", resümierte Sarcher.

Ansonsten ging der zweite Bürgermeister nicht mehr auf die nicht immer offen und fair geführten Diskussionen ein. Vielmehr bemühte er sich, die gemeinsamen Leistungen herauszustellen und somit möglicherweise noch vorhandene Gräben zuzuschütten: "In nur 19 Monaten wurden alle Vorgaben und Planungen erarbeitet. Das konnte nur durch ein Miteinander aller Beteiligten erreicht werden", sagte Sarcher. Der Projektsteuerer, die Geschäftsführung und Verwaltungsräte des neu gegründeten Vilsbiburger Kommunalunternehmens (VibKo), der Stadtrat, die Planungsbüros und die Genehmigungsbehörden hätten alle an einem Strang gezogen und in verhältnismäßig kurzer Zeit dieses Projekt auf den Weg gebracht: "Das ist eine sportliche Leistung, die Lob und Anerkennung verdient."

Die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard erklärte in ihrem Grußwort, der Landkreis Landshut sei stolz auf das, was in der Sportstadt Vilsbiburg seit vielen Jahren geleistet werde: "Wir haben die Erfolge der Roten Raben mit großer Freude beobachtet. Aber wir wissen auch, welch hervorragende Arbeit gerade im Nachwuchsbereich beim TSV Vilsbiburg geleistet wird." Zudem freue sie sich sehr darüber, dass die neue Halle von den Bürger wie auch von den hier ansässigen Firmen und Sponsoren getragen und unterstützt werde.

Robert Hobitz, Büroleiter des Objektplaners Sehlhoff, sprach von einer "anfangs unermesslichen Idee, die dann geboren und nun gewachsen" sei. Der heutige Tag des Spatenstichs sei als Beginn für ein wunderschönes Bauwerk zu sehen. "Die ganze Stadt wird darauf stolz sein", versprach Hobitz.

Gegner des etwa 7,5 Millionen Euro teuren Projekts waren beim Spatenstich nicht auszumachen. Auffällig war, dass - mit Ausnahme von VibKo-Verwaltungsratsmitglied Wolfgang Perzl - kein weiterer Vertreter der zehnköpfigen CSU-Fraktion im Vilsbiburger Stadtrat anwesend war. Perzl wollte dies jedoch nicht als Protest gewertet sehen: "Es ist halt so, dass viele von uns berufstätig sind und deshalb der Donnerstagvormittag ein ungünstiger Termin ist." Zwar sei man innerhalb der CSU-Fraktion immer noch der Ansicht, dass das TSV-Gelände der bessere Standort für die neue Halle gewesen wäre. Aber nun beuge man sich natürlich dem Mehrheitsbeschluss: "Ich zumindest stehe jetzt dahinter und werde den Bau der neuen Ballsporthalle unterstützen und positiv begleiten", versicherte Perzl gegenüber der Vilsbiburger Zeitung .

Nun dürfen die Bauarbeiter endlich ans Werk gehen. Zwölf Monate Bauzeit sind für die Fertigstellung des Projektes veranschlagt. "Die Einhaltung des Kostenrahmens wird und muss unser oberstes Ziel sein und hat höchste Priorität", sagte Johann Sarcher. Sollte dies klappen, dann dürften bei den Einweihungsfeierlichkeiten Ende 2010 die Reaktionen ähnlich wohlwollend ausfallen wie beim gestrigen Spatenstich.


Foto von links: Stadtrat und stellvertretender VibKo-Verwaltungsrat Wolfgang Perzl, Peter Bruckmayer, technischer Vorstand VibKo, Stadträtin und stellvertretende VibKo-Verwaltungsrätin Gisela Floegel, VibKo-Verwaltungsrat Friedhelm Eggemann für den TSV Vilsbiburg, Stadträtin Irene Janner, stellvertretende Landrätin Christel Engelhard, Michael Ostermaier, ehemaliger Grundstückseigentümer, Günter Felkel, Finanzvorstand VibKo, Zweiter Bürgermeister und stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender Johann Sarcher, Stadtrat und VibKo-Verwaltungsrat Sebastian Huber, Klaus-Peter Jung-Kronseder für die Rotan Raben und VibKo-Verwaltungsrat, Armin Dirschl, Projektsteuerer von der Firma Delta Immo Tec, Robert Hobitz, Büroleiter Büro Sehlhoff für die ARGE jägerjäger/Sehlhoff, Objektplanung

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