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Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://www.vilsbiburg.de

Text: Vilsbiburger Zeitung, 10.01.2012 (Georg Soller)

Georg Straßer ist der neue Klimaschutzmanager der Stadt

Georg Straßer 2016
Georg Straßer

Moderieren, fördern und Ideen geben

Vilsbiburg. Seit Anfang 2012 arbeitet Georg Straßer als neuer Klimaschutzmanager im Rathaus. Er ist der "Kümmerer" in allen Belangen des Klimaschutzes vor Ort, soll Möglichkeiten aufzeigen, viel Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Wege ebnen. Der neue Mann kommt aus Vilsbiburg, hat einen interessanten Berufsweg hinter und viel Arbeit vor sich.

 

Als die Stelle im Stadtrat beschlossen und ausgeschrieben wurde, hieß es, man suche vor allem einen guten Netzwerker mit guten kommunikativen Fähigkeiten. Er müsse Zugang finden zu Wirtschaftsunternehmen und zu Privathaushalten, sich in Förderrichtlinien einarbeiten und als Motor die verschiedenen Projekte antreiben. Eine konkrete Stellenbeschreibung gab es nicht, da diese Stelle in den meisten Klimakommunen neu eingeführt wird.

 

Deshalb wird 2012 sowohl für Straßer als auch die Stadt ein spannendes Jahr, weil hier die zentralen Klimaschutz-Projekte für die nächsten Jahre festgelegt und auf den Weg gebracht werden. In den vergangenen Wochen hat er sich in die Ergebnisse der Klimaschutzkonferenz eingelesen und will nun in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Helmut Haider eine Reihenfolge erarbeiten. Da die Projekte zunächst auch Geld kosten, muss im nächsten Schritt der Stadtrat entscheiden.

 

"Nach dem Grundsatz der drei E's im Klimaschutz - Einsparen, Effizienz steigern und erneuerbare Energiequellen schaffen - werde ich an den bestehenden Initiativen anknüpfen, das Gegebene optimieren und neue Entwicklungen fördern", sagte Straßer, als er sich kürzlich im Stadtrat vorgestellt hat.

 

Der 45 Jahre alte Dipl.-Wirtschafts-Ingenieur (FH) hat in den vergangenen sieben Jahren als Projektingenieur bei "Ecozept" gearbeitet, einem Freisinger Planungsbüro im Agrar- und Umweltbereich. Im Auftrag von Kommunen entwickelte er Projekte im Bereich Landwirtschaft und Umwelt, zum Beispiel im Hochwasser- und Trinkwasserschutz. Er wirkte bei Flurneuordnungsverfahren wie in Aham/Frontenhausen mit oder schrieb an Regionalentwicklungskonzepten mit. "Es ging meistens um Kommunikation im Konfliktfeld Landwirtschaft und Naturschutz", sagte Straßer. Seine Arbeitsmittel waren Beratung, Mediation, Moderation in Versammlungen und Arbeitskreisen und Steuergruppen, die Betreuung freiwilligen Kooperationen, Öffentlichkeitsarbeit durch Pressemitteilungen und Rundschreiben sowie die Vernetzung von Akteuren in der Kommune, im Land und bei den Behörden.

 

Zugute kam Straßer dabei, dass er selbst ausgebildeter Landwirt ist. Er hat den Betrieb seines Vaters in Oberenglberg nach der Ausbildung ein paar Jahre geführt, aber der Hof wurde immer mehr zum Nebenerwerbsbetrieb - und als so genannte Hobbylandwirtschaft betreibt er ihn auch heute noch. Straßer lebt dort mit seiner Frau und zwei Kindern. Beim Studium an der FH Weihenstephan im Studiengang Agrarmarketing/Agrarmanagement setzte er seinen Schwerpunkt auf erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe.

 

Persönliche Herausforderung

"Die neue Stelle als Klimamanager ist für mich eine ganz persönliche Herausforderung: Ich möchte hier in meiner Heimatgemeinde etwas bewegen. Meine Stellung inmitten von Stadt- und Landbevölkerung kann für den Erfolg definierter Maßnahmen förderlich sein", sagte er im Stadtrat.

 

Er sieht seine Position vor allem als Vernetzer und zentrale Anlaufstelle für alle Themen im Klima- und Ressourcenschutz. Dabei habe er sich als Ziel gesetzt, darauf einzuwirken, dass sich Vilsbiburg so entwickelt, dass die Bürger ganz selbstverständlich umweltbewusst und nachhaltig handeln ("Energie sparsam zu verwenden wird zur alltäglichen Gewohnheit"). Er hoffe, dass in dieser innovativen Gemeinde die aktiven Bürger aus Stadt und Land durch die Entwicklung gemeinsamer Projekte enger zusammenwachsen, "und dass unsere Klimakommune Vilsbiburg als Vorreiter andere Gemeinden zum Nachahmen animieren wird". Er werde jeden Schritt auf diesem Weg mit den Stadträten gemeinsam gehen und sei offen und dankbar für jede konstruktive Idee und Unterstützung, sagte er.

 

In einer öffentlichen Veranstaltung der Stadt soll Straßer im Frühjahr den Akteuren der Klimakonferenz offiziell vorgestellt werden. Dabei soll auch über den Plan zur Fortführung und zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes gesprochen werden.

 

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