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Klimaschutz - Vortrag 'Altbau wird Energiesparhaus'

Klimaschutz - Vortrag Altbau wird Energiesparhaus

Altbau wird Energiesparhaus

Vortrag in der Volkshochschule überzeugte auf ganzer Linie

Grossansicht in neuem Fenster: Energieberaterin Heike Ziegler bei ihrem Referat in der VHSEnergieberaterin Heike Ziegler erklärte den über 50 Besuchern der Veranstaltung am Dienstagabend auf Basis ihrer Berufserfahrung, worauf es grundlegend  ankommt: „Zuerst bewerten wir die Gebäudehülle, sprich den Dämmwert. Erst wenn hier ordentlich saniert ist, kommt die Planung der Heizanlage dran." Während die Ingenieurin immer das Gesamtkonzept im Auge behielt, ging sie nacheinander auf die wichtigsten planerischen Details zur Ausführung der verschiedenen Sanierungsmaßnahmen ein. Auch das Dickicht aus rechtlichen Vorgaben und staatlichen Fördermitteln konnte Ziegler verständlich vermitteln: „Meist ist der Unterschied zwischen einem rechtlich geforderten Dämmwert und der Hürde für die jeweilige staatliche Förderung gar nicht so hoch", erkannten die Anwesenden bei den Ausführungen. Im Laufe des Abends wurde aber den Hauseigentümern schnell bewusst, dass jegliche Sanierungsmaßnahme einer grundlegenden Fachberatung bedarf, um Fehlinvestitionen einzusparen. Und dafür bietet das Rathaus Bürgerberatungsstunden an, die - auch von privaten Beratern aus Vilsbiburg durchgeführt - kostenlos genutzt werden können.

 

Ganz pragmatisch wurde auf Möglichkeiten eingegangen, auch ohne Sanierungsmaßnahme Probleme zu beheben, wie beispielsweise Schimmelbildung. Neben regelmäßiger Lüftung ist die Temperatur an der jeweiligen Außenraumwand - und hier vor allem an den Ecken entscheidend, ob es grau wird: Sinkt die Temperatur an einer Stelle auf ca. 13 °C, bildet sich bei normaler Luftfeuchte Schimmel. Daher sollten Kellerfenster vor allem im Sommer dicht bleiben, um die feuchte Luft draußen zu lassen, da hier die Raumaußenwände zwangsweise kühl bleiben - ebenso wie ungenutzte Zimmer in der kalten Jahreszeit: Allein die einströmende Raumluft aus dem restlichen Haus, wo geheizt wird, führt durch den Transport warm-feuchter Luft zur Fleckenbildung an der Wand, daher sollten hier die Zimmertüren geschlossen bleiben. Auch Möbel, die ohne Stellfüße auf dem Boden an der Wand stehen, lassen Außenwände auskühlen, da hier einerseits isoliert wird und andererseits die Umluftzirkulation unterbleibt. Und abschließend ging die Referentin dann noch auf die Heizanlage ein. Vor allem deren Brennstoff wirkt sich auf die Einhaltung der Vorgaben der Energieeinsparverordnung aus, ebenso wie auf den Erhalt von Fördermitteln des Staates.

 

Anders verhält es sich mit den Fördermitteln der Stadt Vilsbiburg, die Georg Straßer eingangs kurz vorstellte, siehe auch nebenstehender Kasten in Kurzform. Der Klimaschutzmanager erklärte auch den Grund, warum gerade in die Energieberatung verstärkt Mittel der Stadt einfließen: 23 Millionen € Wertschöpfung gehen den Bürgern der Stadt jedes Jahr verloren: Geld, das für  Energieimporte an die Adressen der vier Energieriesen, Ölmultis und Gasmonopolisten fließt. „Allein durch Einsparungen im Wärmesektor, wie sie laut Maßnahmenplan im Klimaschutzkonzept vorgesehen sind, könnten wir uns ca. drei Millionen € im Jahr sparen - und das sind über 2.000 € je Haushalt", so Straßer ernüchternd.

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