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12/2012

Energieberatung wird auf KMU erweitert

Energieberater Robert Kerschbaum (rechts) zeigt Wege zur Einsparung auf

Energiekosten senken und die Umwelt schützen - beide Vorteile werden seit März mit der Initialberatung für Bürger ereicht. In dieselbe Richtung zielt die Energieberatung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die aktuell von Seiten der Stadt Vilsbiburg konzipiert wird. Zu diesem Zweck sind derzeit Vilsbiburger Energieberater zusammen mit der Landshuter Energieagentur (LEA) in Planung, initiiert durch den Klimaschutzmanager Georg Straßer.

 

In privaten Haushalten wie auch in Betrieben werden oft isolierte Maßnahmen durchgeführt, wie beispielsweise ein Heizkesseltausch, ohne die energetische Gesamtsituation am individuellen Objekt zu bewerten - so der Tenor der Berater. Zuerst gilt es aber, den gesamten Baukörper samt Produktionsprozess zu bewerten. Dann stehen Einspar- und Dämmung im Vordergrund, bevor es an den Austausch der Wärmequelle geht. Lange vor der Vergabe von Aufträgen an Handwerker ist es unabdingbar, einen Energieberater zu konsultieren: Dieser deckt in einer Initialberatung die Schwachstellen auf und erstellt einen Bericht über bestehende Mängel samt Vorschlägen zur Behebung. Bis hierher sind sich Bürgerberatung und Betriebsberatung im Wesentlichen ähnlich. Professionell soll dann im zweiten Schritt für die KMU die Detailberatung erfolgen: Ein konkreter Maßnahmenplan wird aufgestellt, die größten energetischen Schwachstellen sowie Energieeffizienzpotenziale werden primär behandelt, Fördermöglichkeiten für Investitionen werden einbezogen. Und gefördert wird für die Betriebe auch die Beratung an sich: Die KfW-Bank gibt für die Initialberatung einen Zuschuss von 80%, die Detailberatung wird mit 60% unterstützt. „Dieses Angebot werde ich natürlich annehmen" - brachte der Vorsitzende des Förder- und Werbevereins, Christian Hammer, bei der Diskussion seine Überzeugung ein, nachdem der Klimaschutzmanager die Grundlagen und Möglichkeiten der Beratung erörtert hatte. „Und ich werde jedem empfehlen, diese Chance zur günstigen Energieeinsparung zu nutzen", fuhr Hammer fort.

 

In die Offensive wird Straßer Anfang 2013 mit der KMU-Beratung gehen, da die Betriebe in der Vorweihnachtszeit dafür nicht empfänglich sein werden. „In einer Stadtratsitzung werden wir das Konzept beschreiben und anschließend mit PR-Maßnahmen begleiten" kündigt er den Weg an. Ihm zur Seite steht für diese Aufgabe ein darauf spezialisiertes Team der LEA, da die Vilsbiburger Energieberater an dieser besonderen Form der Beratung, die unter anderem einen hohen Zeitaufwand verlangt, wenig interessiert sind. Jeder Handels- oder Handwerksbetrieb sowie Dienstleister kann sich schon jetzt beim Klimaschutzmanager melden, um eine Initialberatung anzuberaumen.

„Das Angebot der kostenlosen Bürgerberatungsstunden von Seiten der Stadt Vilsbiburg wird nach wie vor dankbar angenommen", gibt erster Bürgermeister Helmut Haider Auskunft. Rund 50 interessanter Beratungsgespräche wurden seit dem Start Anfang März durchgeführt: größtenteils im Rathaus, teils auch vor Ort, wenn größere Sanierungsmaßnahmen anstehen. Entsprechend wurden auch rund 30.000 € Fördermittel von Seiten der Stadt für die Sanierung von Fenstern, Dach- und Aussenwanddämmung sowie für Passivhausbau ausbezahlt.

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