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Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://www.vilsbiburg.de

Energieberatung geht ins Detail

Die Energieberater treffen sich zum Erfahrungsaustausch

Fördermittel der Stadt für Beratung Privater und Unternehmer

Die Initialberatung für Bürger hat sich seit gut einem Jahr etabliert. Schwerpunkte sind Sanierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem städtischen Förderprogramm für Fenstertausch, Dach- und Aussenwanddämmung. Für Gesamtsanierungen sollte eine konkretere Beratung am Objekt erfolgen,  dafür haben die Energieberater aus Vilsbiburg in ihrer letzten Zusammenkunft plädiert.  Klimaschutzmanager Georg Straßer hat eine Ausdehnung der kostenfreien Beratung angeregt und der Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen. Auch die Energieberatung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) soll nun eine Unterstützung von Seiten der Stadt erfahren, um in die Gänge zu kommen.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Die KMU-Berater Bernhard Herrndobler und Siegfried Kirner nehmen mit Renate Fischer in der Mayer’schen Apotheke die Stromverbraucher ins VisierRund 60 Bürger haben ihre kostenlose Beratungsstunde im Rathaus schon wahr genommen. Spätestens nach dieser wurde vielen bewusst, dass sie ihnen so manchen Baufehler oder eine Fehlinvestition erspart hat. Dieses gilt vor allem dann, wenn die  Beratung vor Ort vertieft wird, um individuelle Sanierungslösungen am jeweiligen Objekt konkretisieren zu können. „Viele wollen einfach neue Fenster, auch wenn es hinterer  schimmelt, weil die Wände schlechter gedämmt sind" - berichteten die Energieberater aus ihrer Erfahrung. Daher müsse die gesamte Gebäudehülle energetisch und bautechnisch bewertet werden, bevor singuläre Maßnahmen durchgeführt werden „... und dafür brauche man eben ein paar Stunden Zeit", so der Tenor der aktiven Bertater. Leider sind die meisten Hausbesitzer weniger geneigt, in die Dienstleistung Energieberatung zu investieren, denn viel mehr in das Baumaterial und dessen Optik. Daher soll genau dieser erste Schritt der Sanierung künftig mehr gefördert werden: „Bis zu drei Stunden übernimmt die Stadt für nachweislich erbrachte Beratungsleistungen zur energetischen Optimierung der privaten Wohngebäude" freut sich Klimaschutzmanager Straßer über die Zusage von Bürgermeister Helmut Haider und dem Stadtrat. Dazu zählt auch der Austausch oder die Optimierung der Heizanlage. Die Berater haben hier die Aufgabe, zum Einsatz regenerativer Heizenergie zu raten, wie beispielsweise solare Anlagen oder solche, die mit Holz als nachwachsendem Rohstoff betrieben werden. Auch Beleuchtung und Wohnraumbelüftung sind wichtige Themen, letztere wird vor allem nach Dämmmaßnahmen häufig notwendig. Kontakt zur ersten Orientierung und Anmeldung für Beratungen: Telefon 305-444, siehe auch Homepage:  www.klimaschutz.vilsbiburg.de.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Christian Hammer mit Berater Dieter Hilgärtner bei der KMU-Beratung vor OrtKMU-Beratung wird jetzt zweifach gefördert

Schon bei der Jahreshauptversammlung des Förder- und Werbevereins stellte der zertifizierte KMU-Berater der Landshuter Energieagentur, Armin Treidl, die Beratung kleiner und mittlerer Unternehmen vor, kurz KMU-Beratung. Zuerst gelte es, den gesamten Baukörper samt Produktionsprozess zu bewerten. Dann stehen Einsparpotenziale und Dämmung im Vordergrund, bevor die Wärmequelle unter die Lupe genommen wird. Ein qualifizierter KMU-Berater deckt in einer Initialberatung die Schwachstellen auf und erstellt einen Bericht über bestehende Mängel samt Vorschlägen zur Behebung. Professionell kann dann in einem zweiten Schritt die Detailberatung erfolgen: Ein konkreter Maßnahmenplan behandelt neben den größten energetischen Schwachstellen die individuellen Energieeffizienzpotenziale, auch Fördermöglichkeiten für einschlägige Investitionen werden hier einbezogen. Gefördert wird für die Betriebe auch die Beratung: Die KfW-Bank gibt für die Initialberatung einen Zuschuss von 80%, die Detailberatung wird mit 60% unterstützt. Der Vorsitzende des Förder- und Werbevereins, Christian Hammer, sowie seine Vorstandskollegin Renate Fischer haben die Initialberatung bereits in Anspruch genommen. „Ich kann jedem nur raten, diese einmalig günstige Chance zur betrieblichen Energieeinsparung zu nutzen", ist Hammer, der selbst Fachmann auf dem Gebiet ist, nach Auswertung der Ergebnisse  überzeugt. Auch bei der Mayer'schen Apotheke konnten die Energieberater  trotz der neuwertigen Einrichtung, die energetisch schon auf einem guten Standard ist, Einsparmöglichkeiten finden, die sich auf Dauer wirtschaftlich bemerkbar machen.

Zur Forcierung der KMU-Beratung warb der Klimaschutzmanager um eine Anschubfinanzierung: Um die Hemmschwelle zu nehmen, unterstützt die Stadt ab jetzt die Detailberatung mit 160 €, das entspricht der Hälfte der verbleibenden Beratungskoten. Diese Förderung soll nun mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden, um möglichst viele Betriebe dahin zu bewegen, ihren Energieverbrauch zu optimieren.

 

Bildunterschriften

Links oben: Die Energieberater treffen sich zum Erfahrungsaustausch: Claudia Geilersdorfer, Robert Kerschbaum, Christian Zettl, Klimaschutzmanager Georg Straßer, Wolfgang Schenk und Martin Meindl (von links)

Rechts: Die KMU-Berater Bernhard Herrndobler und Siegfried Kirner nehmen mit Renate Fischer in der Mayer'schen Apotheke die Stromverbraucher ins Visier

Links unten: Christian Hammer mit Berater Dieter Hilgärtner bei der KMU-Beratung vor Ort

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