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Text und Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 17.05.2013 (Harald Schwarz)

Trägerin des Kulturpreises 2012 - Gabi Jäckle-Mayr

Trägerin des Kulturpreises 2012 - Gabi Jäckle-Mayr

Die Musiklandschaft bereichert

Musikerin Gabi Jäckle-Mayr erhielt für ihr besonderes Engagement den Kulturpreis 2012

Vilsbiburg. Gabi Jäckle-Mayr wurde am Mittwochabend mit dem Kulturpreis der Stadt Vilsbiburg ausgezeichnet. „Das Vergabegremium hat eine würdige Preisträgerin gefunden, die über viele Jahre eine ganze Menge dazu beigetragen hat, dass sich auf dem Sektor Musik in unserer Stadt etwas bewegt", sagte VZ-Redaktionsleiter Georg Soller in seiner Laudatio beim Festakt in der voll besetzten Aula der Grundschule. Die uneingeschränkte Begeisterung für das, was sie tue, mache den Erfolg von Gabi Jäckle- Mayr aus. Auch Bürgermeister Helmut Haider lobte das große persönliche Wirken der Preisträgerin im musikalischen Bereich, als er ihr die Urkunde, die Medaille und den Geldpreis überreichte.

 

Träger des Kulturpreises 2012 - Gabi Jäckle-Mayr: Laudator Georg SollerDie Musik hat Gabi Jäckle-Mayr ihr ganzes Leben lang begleitet. So lernte sie mit neun Jahren Akkordeon, mit elf Jahren Klavier; Gitarre, Hackbrett, Geige, Trompete und Kontrabass kamen noch hinzu. In jungen Jahren tourte sie mit ihrem Vater durch Bayern und spielte Unterhaltungsmusik, am Konservatorium in München machte sie ihre Ausbildung. Musikgruppen wie die „Vilsbiburger Stubenmusik", „Joy & Salterion", die „Evergreens" oder ihr neuestes Projekt „Kir Royal" hat sie aus der Taufe gehoben und damit die Musiklandschaft in und um Vilsbiburg bereichert.

 

Dieses Engagement würdigte das Vergabegremium des Kulturpreises und wählte sie zur Preisträgerin des Jahres 2012, wobei hervorgehoben wurde, dass sie diesen Preis für ihr ehrenamtliches Engagement verliehen bekommt und nicht für ihre Arbeit als Lehrerin an der städtischen Musikschule. Georg Soller widersprach in seiner Laudatio: Jäckle- Mayrs musikalisches Wirken sei ohne ihre Arbeit als Musiklehrerin nicht darstellbar. Bei allen Musikgruppen stand die Musikschule am Anfang.

 

Der gesellschaftliche Aspekt von Musik

Dennoch legte Soller eindrucksvoll dar, warum Gabi Jäckle-Mayr eine würdige Trägerin des Kulturpreises ist. Ihr gehe es bei ihren Schülern nicht nur darum, dass sie ein Instrument erlernen, sondern auch um den gesellschaftlichen Aspekt der Musik. So vermittele sie den Kindern, dass durch die Musik ein Wir-Gefühl entsteht. Durch die Musik werden soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme, Selbstdisziplin, Verantwortungs- und Zusammengehörigkeitsgefühl erworben, zitierte er Gunter Kreutz, Professor für systematische Musikwissenschaften. Dies alles ist Gabi Jäckle- Mayr, die neben dem Unterricht auch ein soziales Verhältnis zu ihren Schülern pflegt, genauso wichtig. Sie vermittle den Nachwuchsmusikern vor allem die Freude an der Musik, verlöre aber die musikalische Qualität nie aus den Augen, und „nicht nur ihre kleinen Schüler haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie einmal nicht ausreichend geübt haben".

 

Grossansicht in neuem Fenster: Träger des Kulturpreises 2012 - Gabi Jäckle-Mayr: Musikalische Begleitung (v. l. Frederike und Andrea Steer, Andrea Soller)Die Begeisterung der Kulturpreisträgerin für die Musik überträgt sich in vielen Fällen auf ihre Schüler, die oft viele Jahre bei und mit Gabi Jäckle-Mayr Musik machen. Als Beispiel nannte Georg Soller hier einmal „Salterion" und zum anderen „Joy". Beide sind aus Musikschul-Ensembles hervorgegangen, haben sich weiterentwickelt und sind trotz familiärer und beruflicher Veränderungen aktive Musiker mit einem besonderen Probenaufwand geblieben. Die beiden Ensembles verschmolzen sogar zu „Joy & Salterion" und füllen mittlerweile bei ihren Konzerten die Mittelschul-Aula locker zweimal.

 

Ein anderes Beispiel sind die „Evergreens". Hier machen Damen in der Lebensmitte Musik. Ihnen gehe es mehr darum, das eigene Singen wieder zu finden und zu entfalten. „Es geht ums Singen aus Leib und Seele", so Soller. Die rapide wachsende Zahl der Chormitglieder, (bedauerlicherweise nur Damen, wie Gabi Jäckle-Mayr später anmerkte) zeige, dass die Musikerlehrerin damit einen echten Bedarf entdeckt habe. „Die meisten Sängerinnen würden manch anderen Termin eher versäumen, als eine Probe mit den Evergreens", sagte der Laudator unter dem zustimmenden Beifall der Chormitglieder.

 

Bei allen Aktivitäten halte Gabi Jäckle-Mayr lieber die Fäden im Hintergrund in der Hand. Viele Menschen erledigten ihre Aufgaben, um Geld, Macht, Einfluss oder Berühmtheit zu erlangen. Aber diese Beweggründe zielten nicht auf den Kern der Sache, nämlich seine Aufgabe zu erledigen, weil man davon begeistert und überzeugt ist. „Ich denke, genau das ist das Erfolgsgeheimnis von Gabi Jäckle-Mayr. Ihr geht es immer ganz um den ihr anvertrauten Menschen und um die Musik, die sie ihnen eröffnen will. Ihr geht es darum, die Freude zu vermitteln, die in der Musik stecken kann", resümierte Georg Soller.

 

Mit einem ausführlichen „Danke" würdigte Gabi Jäckle-Mayr all ihre Wegbegleiter, bevor man sich im Mehrzweckraum der Grundschule zu einem kalten Buffet traf. Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung von Frederike Steer (Klavier), Andrea Steer (Cajon) und Andrea Soller (Bass).

 

Bildunterschriften

Links oben: Bürgermeister Helmut Haider mit Gaby Jäckle-Mayr und ihrem Mann Hermann Mayr (von links).

Rechts: Georg Soller hielt die Laudatio.

Links unten: Frederike und Andrea Steer sowie Andrea Soller (von links) sorgten für die musikalische Begleitung.

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