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Text, Fotos: Vilsbiburger Zeitung 27.06.2013, Harald Schwarz.

Alter Bauhof wird zu neuem Leben erweckt

Architekten- und Investorenwettbewerb 'Alter Bauhof'': Der erfolgreiche Entwurf.

Präsentation der Ergebnisse des Architekten- und Investorenwettbewerbes

Vilsbiburg. Die Entscheidung ist gefallen: Die Jury des Architektur- und Investorenwettbewerbes hat den Vorschlag der beiden Architekten Martin Meierhofer und Tobias Kirchmair mit dem ersten Preis belohnt. Damit ist der Grundstock für die Umgestaltung des Geländes des alten Bauhofes gelegt. Jetzt muss der Stadtrat noch grünes Licht geben, dann kann gebaut werden.

 

Das Gelände des alten Bauhofes zwischen Schützen- und Ziegeleistraße ist seit vielen Jahren ein Thema im Stadtrat. So wirklich hatte bisher niemand eine zündende Idee, was dort entstehen könnte. „Wir hatten prinzipiell drei Optionen. Erstens hätten wir einen Bebauungsplan aufstellen und damit auf den Markt gehen können. Zweitens hätten wir das Gelände an einen Investor verkaufen können oder drittens hätten wir einen Architektenund Investorenwettbewerb ausschreiben können", listete Bürgermeister Helmut Haider auf, als die Ergebnisse in der Schalterhalle der Sparkasse präsentiert wurden. Schließlich habe man sich für die dritte Option entschieden, und die anwesenden Stadträte waren sich einig, dass dieses Vorgehen der richtige Weg war. Zwei Architekturbüros hatten schließlich ihr Interesse an dem Vorhaben bekundet und ihre Vorschläge eingereicht. Diese wurden von einer Jury intensiv beraten und am Ende waren sich die Jurymitglieder einig, dass das Büro Kirchmair und Meierhofer den besten Entwurf eingereicht hatte. Zudem haben sie mit Asllan Binakaj von der Landshuter Binakaj Immobilien & Wohnbau GmbH einen Investor, der dieses Objekt als Referenzobjekt sieht, um sich in Vilsbiburg zu präsentieren und deshalb so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen will. Als nächstes muss der Stadtrat beschließen, ob auch er dem Vorschlag der Jury folgt. Dann muss mit dem Landratsamt abgeklärt werden, ob für das Gelände ein normales Genehmigungsverfahren ausreicht.

 

Thomas Hammer, der Vorsitzende der Fachjury, erläuterte die Entscheidung der Jury und schickte gleich voraus, dass beide Vorschläge die notwendige Qualität aufweisen, um eine passende Lösung für diesen innerstädtischen Standort zu bieten. Dabei wies er auch darauf hin, dass in der heutigen Zeit hochwertiges Bauen mit kurzen Wegen unabdingbar sei, um die Innenstädte wieder zu beleben.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Tobias Kirchmair, Martin Meierhofer sowie Investor Asslan Binakaj (von links) freuen sich über den ersten Preis.Kleinteilige Wohnstruktur

Nach den Sichtungs- und Wertungsrunden habe sich das Gremium für den Entwurf Kirchmair und Meierhofer entschieden; auch weil sie die Maßstäblichkeit des gesamten Areals erfasst hätten. Sie bieten eine kleinteilige Wohnstruktur mit sieben Baukörpern, die treppenförmig an den Rändern des Grundstückes angeordnet sind und so das Baugebiet zu den Straßenräumen abschließen. Dadurch entstehe eine lebendige Struktur, die durch die Dachterrassen gestaffelt werde. Zum Zentrum öffnet sich die Struktur und es bieten sich private Freiflächen in Form von Gärten und Dachterrassen an. Im Zentrum selbst gibt es einen Gemeinschaftshof samt Kinderspielplatz. Die Autos der Anwohner verschwinden alle in einer Tiefgarage, die über die Schützenstraße angefahren wird. Die Erdgeschosswohnungen sollen so angelegt werden, dass sie barrierefrei sind. Hammer schlug in diesem Zusammenhang vor, die Stadt solle sich Gedanken „über eine Neuorganisation der Straßenführung machen".

 

In Sachen Energieversorgung steht bereits fest, dass dieses Areal an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen wird. Die Ausrichtung der Gebäude sowie der Fenster sorgt zudem für Energiespareffekte. Warmes Wasser wird über hauseigene Solarthermie bezogen, und Asslan Binakaj sagte bei der Präsentation zudem, dass man die Möglichkeit von Photovoltaik prüfen werde. All das hat die Jury am Ende überzeugt, während der zweite Preisträger, die Firma GHU (Ganzer, Hajek, Unterholzner) die Wegeverbindungen und die Struktur nicht so gut gelöst hätten, so Hammer. Jetzt wird es spannend, ob sich der Stadtrat dem Vorschlag auch anschließen kann.

 

Info

Alle eingereichten Vorschläge sind noch bis Ende nächster Woche in einer Ausstellung in der Schalterhalle der Sparkasse Vilsbiburg zu sehen.

 

Bild links: Der erfolgreiche Entwurf: Die Baukörper sind treppenförmig an den Rändern des Grundstückes angeordnet und schließen so das Baugebiet zu den Straßen hin ab.

Bild rechts: Tobias Kirchmair, Martin Meierhofer sowie Investor Asslan Binakaj (von links) freuen sich über den ersten Preis. Thomas Hammer präsentierte die Jury-Ergebnisse, die von Architekt Jakob Oberpriller betreut wurde.

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