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Text: Vilsbiburger Zeitung, 11.07.2013, Georg Soller; Grafik: Meierhofer.

Alter Bauhof: Stadtrat möchte Sieger-Entwurf aus dem Wettbewerb realisieren

Zwischen Mittelschule und Nahkauf-Markt sollen 17 großzügige Wohnungen entstehen (Graifk: Meierhofer).

Schöner Wohnen im Zentrum

Vilsbiburg. Einstimmig hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend den mit dem ersten Preis bedachten Entwurf von Architekt Martin Meierhofer zur Bebauung des alten Bauhofgeländes angenommen und Bürgermeister Helmut Haider beauftragt, mit Investor Asllan Binakaj den Kaufpreis auszuhandeln. Von allen Seiten gab es viel Lob für die Planung, die an zentraler Lage der Stadt eine hohe Wohnqualität verspricht (die VZ berichtete).

 

Architekt Jakob Oberpriller, der für die Stadt den Architektur- und Investorenwettbewerb vorbereitet und begleitet hat, erläuterte im Stadtrat noch einmal die Eckpunkte der 17 Wohnungen umfassenden Anlage. Sie sei sehr geschickt angelegt, und die sieben Baukörper fügten sich gut in die Struktur der benachbarten Bebauung ein, sagte Oberpriller. Die Anordnung innerhalb der Anlage ermögliche eine große Privatheit in den einzelnen Wohnungen, was ebenfalls als Pluspunkt gewertet wurde. Im Gegensatz dazu habe der Entwurf, der mit dem zweiten Preis bedacht wurde, einen massiven Baukörper vorgeschlagen.

 

In der Stadtratsdebatte ging es zunächst um die Frage der Stellplätze. Denn obwohl die Tiefgarage 29 Fahrzeugen Platz bieten soll, gebe es oberirdisch nur wenige Stellmöglichkeiten, bemängelten einige Stadträte. Dies sei in einer Umgebung, in der Stellflächen Mangelware seien, kritisch zu sehen.

 

Dem widersprach Oberpriller. Mit der Zahl der vorgesehenen Stellplätze habe der Entwurf die Vorgaben der städtischen Stellplatzsatzung sogar übererfüllt. "Und wenn Sie mehr verlangt hätten, als es die öffentliche Satzung vorschreibt, wäre das unseriös gewesen", sagte Oberpriller.

 

Er wies deshalb auf einen anderen Aspekt hin. Das Gelände liege in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums; "Sie können zu Fuß alles erreichen - Ärzte, Sportstätten, Lebensmittelmärkte, die Kirche oder Schulen. Wer hier wohnt, braucht eigentlich kein zweites Auto. "

 

Der Wunsch des Investors, noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen zu können, wird sich allerdings nicht erfüllen. Wie Bürgermeister Helmut Haider erläuterte, verlangt das Landratsamt einen Bebauungsplan für das Vorhaben, was den konkreten Beginn um einige Monate nach hinten verschiebt. Hier können auch weitere Aspekte rund um das Bauvorhaben im Rahmen der öffentlichen Auslegung vorgebracht werden.

 

Grundsätzlich, so auch der Tenor im Stadtrat, hätten Architekt Meierhofer und seine Partner einen guten Entwurf abgeliefert, der das gesamte Areal aufwerte. Aus diesem Grund wurde das Vorhaben -vorbehaltlich der Verhandlungen über den Grundstückspreis- einstimmig angenommen.

 

Es weihnachtet sehr

"Man kann nicht früh genug mit diesem Thema anfangen", sagte Lichtdesigner Peter Billes, als er in sommerlicher Runde im Sitzungssaal seine neuen Vorschläge zur Weihnachtsbeleuchtung zwischen Unterer Stadt und Stadtplatz vorstellte. Wie berichtet, hatte Billes schon vor einiger Zeit eine Lösung für die Brücke vorgestellt, die aber aufgrund des hohen Aufwands beim Windschutz aber verworfen wurde. Diesmal schlug Billes vor, die Sterne, die entlang den Hausfassaden bereits leuchten, in ihrer Reihe über die Brücke fortzusetzen. Dazu würden auf jeder Straßenseite sechs Sterne an vier Meter hohen Halterungen aufgehängt. Das Vorhaben würde knapp 12 000 Euro kosten, sagte Billes.

 

Im Stadtrat bildeten sich daraufhin über die Parteigrenzen hinweg zwei Fraktionen, die diese Investition lobten oder ganz ablehnten. Die Fürsprecher wiesen darauf hin, dass es im Zentrum aller Bemühungen bei der Städtebausanierung gestanden habe, Untere Stadt und Stadtplatz gestalterisch besser zusammenzuführen; in der Weihnachtszeit, wenn in der Stadt besonders viel los sei, klaffe ein schwarzes Loch auf Höhe der Brücke.

 

Dem widersprach etwa Gisela Floegel (Die Grünen): Der Gehweg auf der Stadtbrücke sei beleuchtet, und darüber hinaus sei eine zusätzliche Weihnachtsbeleuchtung eine Sache, die der Klimakommune Vilsbiburg nicht gut zu Gesicht stehe. Jeder der zwölf Sterne verbrauche 60 Watt, erläuterte Billes auf ihre Nachfrage. CSU-Sprecher Hermann Vogelgsang, der die Haltung seiner Fraktion in dem Punkt als "uneins" bezeichnete, sagte: "Letztlich ist es eine Geschmacksfrage. "

 

Hochwasserhilfe

Die endgültige Entscheidung wurde vertagt, das Thema kam aber später noch einmal auf den Tisch. Bei der Frage, ob der Stadtrat der Bitte des bayerischen Gemeindetags, einen Euro pro Einwohner in einen Fonds zugunsten der hochwassergeschädigten Gemeinden einzubezahlen, meinte Florian Anzeneder (CSU): "Wir haben mit unserem Hochwasserschutz Glück gehabt. Lassen wir die Weihnachtsbeleuchtung und spenden wir dieses Geld. " Seine Fraktionskollegin Anna Schreff hingegen wollte auch so helfen: "Meine Kinder freuen sich jedes Jahr über diesen Lichterglanz, wir müssen deshalb immer über den Stadtplatz fahren. " Am Ende spendeten die Räte aufgerundet 12 000 Euro an den Hilfefonds - auch ohne eine Entscheidung in Sachen Weihnachtsbeleuchtung.

 

Bildunterschrift

Zwischen Mittelschule und Nahkauf-Markt sollen 17 großzügige Wohnungen entstehen (Graifk: Meierhofer).

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