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09/2013

Den Herbstbeginn zum Wärmewechsel nutzen

Natürlich heizen mit Holzpellets (Bild: Agentur für Erneuerbare Energien)

Auch ohne eigenes Sparvermögen kann erneuerbares Heizen jetzt finanziert werden, dank eines zinsgünstigen Darlehens der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Frühherbst eignet sich hervorragend, um noch vor Beginn der nächsten Heizperiode die alte gegen eine moderne Heizung auszutauschen. Jahrelanges Sparen hierfür ist seit diesem Jahr überflüssig, denn der Staat greift Hausbesitzern kräftig unter die Arme: Zusätzlich zum zinsgünstigen Darlehen gibt es den bewährten Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm (MAP).

 

„Die Kombination aus Zuschuss und Kredit deckt die Finanzierung einer neuen, umweltfreundlichen Heizung in der Regel komplett ab. Hausbesitzer können sofort von den niedrigen Energiekosten profitieren, ohne dafür erst jahrelang Geld auf die hohe Kante legen zu müssen", gibt Georg Straßer, Klimaschutzmanager der Stadt Vilsbiburg, bekannt. Anstatt den alten Öltank vor der kalten Jahreszeit noch mal für mehrere tausend Euro aufzufüllen, ist es sinnvoller, gleich auf erneuerbare Energieträger umzusteigen. „Die explodierenden Heizkosten im letzten Winter haben es deutlich gezeigt: Es ist Zeit für den Wärmewechsel! Hauseigentümer sollten deshalb so bald wie möglich einen qualifizierten Handwerker zu Rate ziehen oder sich von uns beraten lassen", so Straßer.

Ein Wärmewechsel ist ein schneller und kosteneffizienter Weg, um Energiekosten zu sparen. Fast zwei Millionen Haushalte in Deutschland haben deshalb bereits Solarkollektoren auf dem Dach installiert und profitieren von kostenloser Sonnenenergie. Auch Holzpellets - vor allem in Kombination mit Solarthermie - sind eine günstige und heimische Ressource. Im Schnitt sind sie 30 Prozent billiger als Heizöl. Die höheren Investitionskosten für die umweltfreundlichen Wärmetechnologien werden durch die eingesparten Brennstoffkosten im Laufe der Zeit wieder ausgeglichen. Selbst in wärmegedämmten Altbauten oder in Niedrigenergiehäusern lohnen sich regenerative Heizungen. Dank attraktiver und unbürokratischer Förderangebote des Bundesumweltministeriums lässt sich der Heizungsaustausch schnell umsetzen.

 

Deutsche Heizanlagen sind veraltet

„Viel zu viele Heizungen in Deutschland sind ein Fall für das Museum. Sie stammen noch aus den Zeiten billigen Erdöls - und die sind für immer vorbei. Je schneller der Umstieg auf Solarthermie und  Biomasse gelingt, desto eher lassen sich die Heizkosten senken und das Klima entlasten", erklärt Straßer. Es gilt die Faustregel von Energieexperten: Heizkessel, die älter als 20 Jahre sind, sollten ausgetauscht werden. Dennoch sind weniger als ein Viertel der rund 18 Millionen Heizungen mit Feuerungstechnik in Deutschland jünger als zehn Jahre, mehr als 70 Prozent der Öl- und Gasheizungen sind sogar älter als 15 Jahre. Ihre Besitzer sind den steigenden Preisen fossiler Brennstoffe wehrlos ausgesetzt. Der Rohölpreis hat sich gegenüber der Jahrtausendwende verfünffacht. Importiertes Erdgas ist heute viermal so teuer wie noch vor 15 Jahren. Weitere Infos zu Erneuerbarer Wärme und den staatlichen Fördermöglichkeiten finden Sie im Internet unter: www.waermewechsel.de Ein interaktiver Hauskonfigurator zeigt, welche Technik zu welchem Haus passt.

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