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01.07.2024

Festwirtspaar, Schausteller und Stadt ziehen Bilanz nach einem genussvollen und friedlichen Volksfest

Die Volksfestküche als Erfolgsgarant

Vilsbiburg. Ein Volksfest der Superlative ist am Sonntagabend zu Ende gegangen. In den vergangenen zehn Tagen ist es der Festwirtsfamilie Weichslgartner und ihrem Team gelungen, die hohen Erwartungen nach der nahezu perfekten Premiere im vergangenen Jahr erneut zu erfüllen. Sie haben dieses „Volksfest für Genießer“ zu einem Publikumsmagneten entwickelt, bei dem sich Besucher aus einem weiten Umkreis wohlfühlten.

 

Dieser Erfolg, bei dem auch die Fußball-Europameisterschaft keinerlei Auswirkung gezeigt hat, zeichnete sich bereits beim offiziellen Bieranstrich auf dem Stadtplatz ab. Rund 2500 Gäste waren dabei, als Bürgermeisterin Sibylle Entwistle gekonnt den ersten Banzen Festbier angezapft hat. Der anschließende Auszug zur Stadthalle war so lang wie nie. Trotzdem war es dem Küchen- und Serviceteam gelungen, die beinahe zeitgleich angekommenen Gäste in akzeptabler Zeit mit dem Festbier der Brauerei Wittmann und dem Festessen zu versorgen.

 

Klaus und Andrea Weichslgartner jedenfalls äußerten sich beim Volksfest-Bilanzgespräch am Sonntagmittag sehr zufrieden mit dem Verlauf der zehn Festtage. Bei nahezu idealem Wetter feierten die Vilsbiburger ein sehr friedliches Volksfest. „Ich bin sehr froh, dass es keine Schlägerei und keinen nennenswerten Ärger gegeben hat“, sagte Andrea Weichslgartner, und auch die Mitarbeiter der Security nannten den Verlauf der Festtage „ausgesprochen ruhig“. Die beim Sanitätsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes am häufigsten nachgefragte Hilfeleistung waren Blasenpflaster für wundgelaufene Füße in eleganten Schulen.

 

Der größte Hit beim Vilsbiburger Volksfest ist mittlerweile die Küche der Festwirtsfamilie, in der aus regionalen Grundprodukten überwiegend bayerische Schmankerl frisch zubereitet werden – bis hin zum selbst gemachten Kartoffelsalat. Viele Familien trafen sich mehrfach in der Festhalle oder dem davor liegenden großen Biergarten zum gemeinsamen Essen. Auch die speziellen Mittagsangebote wurden zum Publikumsschlager, insbesondere die Mottinger Ripperl, von denen allein 1300 Portionen ausgegeben wurden. „Das war eine logistische Herausforderung“, sagte Klaus Weichslgartner, „denn wir haben sie an zwei Standorten gebraten und Just in Time in die Halle geliefert.“ Und auch der Umstand, dass am Kindertag rund eine halbe Tonne Pommes Frites über die Theke ging, zeugt von der wieder erwachten großen Begeisterung der Vilsbiburger für ihr Volksfest.

 

Den Grund für diesen Erfolg machte Bürgermeisterin Sibylle Entwistle beim Festwirtspaar aus. „Wir sind überglücklich, junge Festwirte zu haben, die mit großer Aufmerksamkeit dem Gast gegenüber auftreten und so ein friedliches, familienfreundliches Volksfest hinbekommen, bei dem sich jeder wohlfühlt.“ So hätten Andrea und Klaus Weichslgartner alle Anregungen und Wünsche, die sie sich im vergangenen Jahr aufgeschrieben hatten, in diesem Jahr umgesetzt: „Das ist alles andere als selbstverständlich, und dafür schätzen euch die Besucher.“

 

Im Gegenzug bedankten sich die Festwirte für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt. „Es war immer ein Gespräch auf Augenhöhe, und ganz oft haben wir auf dem kurzen Dienstweg schnelle Lösungen gefunden.“ Etwa als am Donnerstagvormittag die Wasser-Ringleitung Stadthalle gebrochen war. Innerhalb kürzester Zeit rückte der Bauhof mit einem großen Bagger an und behob das Problem. Am Nachmittag war der überschwemmte Biergarten schon wieder trocken.

 

Klaus Weichslgartner erzählte, dass man im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Mitarbeiter im Service und in der Küche noch einmal erhöht habe, um dem Andrang Herr zu werden. Das hatte zur Folge, dass der Spüldienst in ein Zelt zwischen Stadthalle und Parkplatz ausgelagert wurde, um in der Küche mehr Platz zu haben. Großes Lob von allen Seiten gab es auch für das immer freundliche Serviceteam, das Speis und Trank schnell und zuverlässig zu den Gästen brachte. „In diesem Jahr hatten die jeweiligen Teams schon mehr Erfahrung und regelten auftretende Probleme mit den jeweiligen Teamleitern. Das hat uns den Rücken frei gehalten“, sagte Andrea Weichslgartner, die sich erkennbar über die positiven Zuschauerreaktionen – offenbar auch per E-Mail – freut.

 

Aber auch im Rathaus verursacht das Volksfest einen hohen organisatorischen Aufwand. So sagte etwa vier Wochen vor Volksfestbeginn der Betreiber des „Hupferls“ aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung ab. Und obwohl die Verwaltung zusammen mit den Schaustellern, die dem Volksfest seit Jahrzehnten die Treue halten, im Kollegenkreis nach einem Ersatz suchten, konnte in der Kürze der Zeit kein Ersatz gefunden werden. So wurde der Platz mithilfe einer gewissen Umorganisation gefüllt. Und natürlich profitierten auch die Schausteller von dem großen Zuspruch für das Vilsbiburger Volksfest. Bei der Schaustellerbesprechung überwogen deshalb bereits die Ideen für das kommende Jahr, wenn 100 Jahre Vilsbiburger Volksfest gefeiert werden.

 

Die Ausschreibung dafür wird in Kürze vorbereitet. Auf ihre erneute Bewerbung angesprochen, wollten sich Andrea und Klaus Weichslgartner noch nicht festlegen lassen. Nach den monatelangen Vorbereitungen und den anstrengenden zehn Volksfesttagen, die zusätzlich zu der Kernaufgabe der Familie Weichslgartner, dem Mottinger Schlachtbetrieb, bewältigt werden muss, seien jetzt erst einmal die persönlichen Akkus leer: „Nach dem Abbau fahren wir erst einmal in den Urlaub. Und danach reden wir weiter.“

 

Volksfestbilanz 2024- Festwirtsfamilie Andrea und Klaus Weichslgartner mit Vertretern der Stadt Vilsbiburg (Foto: Georg Soller)

Volksfestbilanz 2024 - von rechts Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, Volksfestreferentin Andrea Soller, Festwirtsfamilie Andrea und Klaus Weichslgartner, Geschäftsleiter Sebastian Stelzer (Foto: Georg Soller).