09.06.2026

Hubert Aiwanger zu Gast bei der Bürgerinitiative

Wenn der stellv. Ministerpräsident das Krankenhaus Vilsbiburg besuchen will, um sich über dessen Leistungsfähigkeit und die Kostenproblematik zu informieren, ist das wohl ein besonderes Ereignis. Umso verblüffender: Zwei Tage vor dem Besuch erhielt die Bürgerinitiative als Organisator ein Schreiben aus Landshut, dass die Besucher nicht ins Krankenhaus kommen dürften!


Minister Aiwanger ließ sich aber dadurch nicht abhalten, und Bürgermeisterin Sibylle Entwistle stellte kurzfristig den Sitzungssaal im Rathaus zur Verfügung.


Die Bürgermeisterin begrüßte dann auch als erstes den Minister, die anderen hochrangigen Gäste und den Führungskreis der Bürgerinitiative und hob die Wichtigkeit des Krankenhauses in der Infrastruktur Vilsbiburgs hervor. Josef Eppeneder legte daraufhin nochmals die Problematik dar, und betonte die Notwendigkeit des Erhalts des Leistungsumfangs des Krankenhauses, vor allem in Sachen Notfallversorgung. Landrat Alfred Holzner, der nur anfangs dabei sein konnte, entschuldigte sich, dass er sich in seiner erst kurzen Amtszeit in die Krankenhausthematik noch nicht tiefer einarbeiten konnte.


Als Vertreter der von der Bürgerinitiative initiierten Unternehmerallianz hob Peter Bruckmayer die Bedeutung des Krankenhauses als Standortfaktor hervor, als Argument bei der Personalsuche und als zuverlässige Hilfe bei Arbeitsunfällen.


Altbürgermeister Wimmer aus Bodenkirchen warf die Frage auf, welche Kosten eine großräumige Umstrukturierung zwischen den Krankenhäusern verursachen würde und hegte Zweifel, ob überhaupt und bis wann sich diese amortisieren würden. MdB a.D. Nicole Bauer äußerte sich nachdrücklich über den hebammengeführten Kreißsaal und wie die werdenden Mütter die familiäre Atmosphäre schätzen, statt eine Geburt im "Serienbetrieb" zu erleben. Auch die Wahlkreisabgeordnete Petra Loibl stellte sich wieder, wie schon seit langem, hinter die Klinik in Vilsbiburg.


Hubert Aiwanger sprach sich zur Notwendigkeit der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum aus, rief zu einer auch regional übergreifenden Betrachtung auf und würdigte die Aktivität der Bürgerinitiative im Sinne der Bürger. Er forderte alle Beteiligten inklusive der Staatsregierung dazu auf, miteinander nach einer allseits befriedigenden Lösung zu suchen. Beeindruckt zeigte er sich von der GKV-Kliniksimulation, die fundiert darstellt, dass bei einem Wegfall von Vilsbiburg für knapp 25000 Bürgerinnen und Bürger die anerkannte Grenze von 30 Minuten zur nächsten Notfallversorgung überschritten würde.


Abschließend trug sich Aiwanger ins Goldene Buch der Stadt ein: "Der Region Vilsbiburg eine glückliche Zukunft inklusive einer optimalen Gesundheitsversorgung!"

 

Alle Beteiligten waren sich einig, dass es ein sehr gutes Gespräch war, auch wenn ein kompetenter Vertreter des Krankenhauses als zusätzlicher Informationsgeber wünschenswert gewesen wäre, was aber ebenfalls abgelehnt worden war.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Hubert Aiwanger beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Hinter ihm v. l.: 2. Bgm. Christian Frankowski, Alfons Engl, Bgm. Sibylle Entwistle, Josef Eppeneder, Daniela Zehentbauer, Peter Bruckmayer, MdL Dr. Petra Loibl, Stellv. Landrätin Claudia Geilersdorfer, Peter Gartner, MdB a.D. Nicole Bauer.

Grossansicht in neuem Fenster: Eintrag von Hubert Aiwanger im Goldenen Buch der Stadt

 

Bildtext:
Hubert Aiwanger beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.
Hinter ihm v. l.: 2. Bgm. Christian Frankowski, Alfons Engl, Bgm. Sibylle Entwistle, Josef Eppeneder, Daniela Zehentbauer, Peter Bruckmayer, MdL Dr. Petra Loibl, Stellv. Landrätin Claudia Geilersdorfer, Peter Gartner, MdB a.D. Nicole Bauer.