14 Kommunen auf Augenhöhe erfüllen die ILE Bina-Vils mit Leben

ILE ist kommunale Dynamik: Gemeinsam neue Wege gehen

Der neue Zusammenschluss der Integrierten Ländliche Entwicklung im südlichen Landkreis, der „ILE Bina-Vils“ wurde mit einem Festakt im Trachten- und Kulturzentrum Holzhausen besiegelt. Die 14 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister unterzeichneten die Gründungsurkunde, im Beisein von rund 100 Stadt-, Marktgemeinde- und Gemeinderäten der Region.

ILE-Gründerfoto HolzhausenILE Bina-Vils: Die Bürgermeister der 14 Gemeinden.

ILE Bina-Vils: die Bürgermeister der 14 Gemeinden

Landrat Peter Dreier würdigte die Bildung der Zweckgemeinschaft, um immer komplexer werdende Aufgaben besser lösen zu können.

Als gastgebender Bürgermeister brachte Josef Reff die vergangenen Monate der Vorbereitung zur Gründung der ILE Bina-Vils in seiner Begrüßung im Augustiner-Stadel in Holzhausen auf den Punkt: „Ich habe bereits viele Workshops mitgemacht, aber noch nie war ich so eingespannt wie unter der Leitung von unserer Moderatorin, Dr. Ursula Diepolder“. In drei Workshops wurden gemeinsame Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken erarbeitet und ein Leitbild in Form eines Konzeptes festgelegt, das für die kommenden Jahre als roter Faden für alle Handlungen gelten wird. Die offene und flexible Form der Organisation lässt viele Möglichkeiten zu: So können sich bei diversen Projekten einzelne Gemeinden thematisch passend vereinen oder bei übergreifenden Aufgaben auch alle 14 beteiligten Kommunen vernetzen. Staatliche Fördermittel können dabei unkompliziert genutzt werden. Die Kommunen Adlkofen, Aham, Altfraunhofen, Baierbach, Bodenkirchen, Geisenhausen, Gerzen, Kröning, Neufraunhofen, Schalkham, Velden, Vilsbiburg, Vilsheim und Wurmsham mit insgesamt über 50.000 Einwohnern treten zukünftig gemeinsam unter dem Namen „Integrierte Ländliche Entwicklung Bina-Vils“ auf.

 

Flexible Zusammenarbeit, wo es förderlich ist

Auch wenn die Voraussetzungen der 14 beteiligten Kommunen unterschiedlich sind, liegen vor allem die Problemstellungen oftmals sehr eng beisammen. So reichen die Einwohnerzahlen von 800 (Baierbach) bis 12.200 (Vilsbiburg), die Flächengrößen von 17 (Gerzen) bis 69 Quadratkilometern (Vilsbiburg) und die Bevölkerungsdichte von 41 Einwohnern/qkm (Schalkham) bis 177 (Vilsbiburg). Eines eint allerdings alle 14 Beteiligten: Es ist die Bereitschaft, sich gegenseitig zu ergänzen und speziell solche Aufgaben gemeinsam zu bewältigen, die für den einzelnen nur schwer zu stemmen sind. In einer lockeren Talkrunde moderierte Dr. Diepolder auf dem Podium und fragte Standpunkte ab. Hans-Peter Schmucker zeigte das Potential der Integrierten Ländlichen Entwicklung am Beispiel der ILE Ilzer Land auf, der ältesten ILE in Niederbayern. Hier wurden in 16 Jahren bereits über 500 Projekte umgesetzt. Landrat Peter Dreier zeigte sich stolz, nun eine zweite ILE im Landkreis zu haben und sah darin keineswegs eine Konkurrenz zu den Aufgaben des Landkreises. Nur positive Erfahrungen konnte Bürgermeister Hans-Peter Deifel als Vorsitzender der ILE Holledauer Tor erzählen und sah eine der großen Herausforderung darin, einen Mittelweg in der Geschwindigkeit zur Umsetzung zu finden. Auf die Frage nach dem Mehrwert der ILE sah Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, die auch derzeitige ILE-Vorsitzende ist, die Möglichkeit, die persönlichen Kompetenzen und Erfahrungen der Bürgermeister zum Wohl aller beteiligten Gemeinden zu nutzen. Bürgermeister Josef Reff erläuterte den Weg von einer ersten Skepsis hin zum klaren Bekenntnis aller Beteiligten, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

 

Konkrete Startprojekte mit Schwerpunkten

Dass bei den Vorbereitungen bereits Nägel mit Köpfen geschmiedet wurden, zeigten die jeweils verantwortlichen Kommunen über die Darstellung ihrer sieben Startprojekte mit jeweils nachhaltigen Statements auf. Hier geht es um Aufgaben, wie die Sicherung und Mehrung von Streuobstwiesen und Landschaftsstrukturelementen, Boden- und Trinkwasserschutz ein interkommunales Energie- und Mobilitätskonzept samt Strombörse bis hin zum Aufbau von Regionalwerken und ein gemeinsames Klimaschutzmanagement. Auch Handlungsfelder, wie die Vernetzung bei Verwaltungsarbeiten samt Einkaufsgemeinschaften sowie der Ausbau von Einrichtungen für Freizeit und Erholung sowie Öffentlichkeitsarbeit dafür bis hin zu zukunftsfähigen Baugebiet mit nachhaltigem Bauen gehören zu den ersten Zielen der ILE Bina-Vils.

So war es zum Abschluss des kurzweiligen Abends die Ehre von Amtsleiter Hans-Peter Schmucker, die Gründungsurkunde zur Unterschrift allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu überreichen und damit die feierliche Gründung offiziell zu besiegeln. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die zu dieser Gründung – auch im Hintergrund - beigetragen haben, wie dem zugewiesenen Begleiter von Seiten seines Amtes, Franz Fraitzl und dem Initiator und Organisator, Regionalmanager Georg Straßer.

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