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Träger der Bürgermedaille 2000 - Anton Maierholzner

Träger der Bürgermedaille 2000 - Anton Maierholzner
Anton Maierholzner und Erster Bürgermeister Helmut Haider (stehend von links)

Kommunalpolitik als Dienst an der Heimat

(Vilsbiburger Zeitung, 27.05.2000)


Anton Maierholzner erhielt die Bürgermedaille der Stadt – 30 Jahre im Stadtrat


Vilsbiburg. Der kleine Kreis der Bürgermedaillen-Träger hat am Donnerstag ein neues Mitglied bekommen: Anton Maierholzner erhielt die hohe Auszeichnung für sein Wirken in der Kommunalpolitik. Bei einem Festakt im Rathaus hob Bürgermeister Helmut Haider die Verdienste des langjährigen CSU-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat hervor, der bei allen politischen Ehrenämtern immer die Entwicklung Vilsbiburgs beachtet habe.


Vor einer exklusiven Gästeschar fand die Verleihung der Bürgermedaille an Anton Maierholzner statt, der mit seiner Frau Ingrid und seinem Sohn Michael ins Rathaus gekommen war. Auf politischer Seite waren Landrat Josef Neumeier, Bürgermeister Helmut Haider und Altbürgermeister Josef Billinger hochrangige Teilnehmer der Feier. Helmut Haider fiel die Aufgabe zu , die Verdienste Maierholzners in einer kurzen Laudatio in Erinnerung zu rufen.
Zwischen 1966 und 1996 gehörte Anton Maierholzner dem Vilsbiburger Stadtrat an, davon hatte er 26 Jahre das Amt des CSU-Fraktionsvorsitzenden inne. "Sein Schwerpunkt galt der Förderung des Breitensportes. Besonders zu erwähnen sind hier der Bau des Sportzentrums, der Grundschul-Turnhalle sowie der Vilstalhalle", zählte Haider auf. Dabei habe Maierholzner nicht nur politisch angeschoben, sondern mitunter auch selber zugepackt.
Doch nicht nur im Stadtrat lag das politische Wirkungsfeld von Anton Maierholzner: Von 1966 bis 1972 war er Mitglied des Kreistages von Vilsbiburg, von 1972 bis 1996 Mitglied des Landshuter Kreistags. Dazu kann noch die Arbeit als Bezirksrat zwischen 1974 und 1998. Als stellvertretender Landrat von Vilsbiburg habe Anton Maierholzner sich besonders eingesetzt für den Bau der Realschule und des Gymnasiums in der Stadt. Auch der Einsatz für kleinere Sportvereine und für die Hochwasserfreilegung der Stadt seien Schwerpunkte der politischen Arbeit von Anton Maierholzner in Kreis und Bezirk gewesen , sie Haider betonte.
Der Bürgermeister bezeichnete dies als "außerordentliches ehrenamtliches Engagement" und unterstrich, dass sich Anton Maierholzner seit 30 Jahren uneigennützig für das Gemeinwohl der Stadt in den verschiedenen kommunalen Ebenen eingesetzt habe. "Seine objektive und sachliche Mitarbeit in Stadtrat, Kreistag und Bezirkstag, seine Geradlinigkeit und Unvoreingenommenheit sowie sein ausgleichendes Wesen und sein Bemühen um einvernehmlich tragbare Lösungen haben ihm die Wertschätzung aller Kollegen über die Parteigrenzen hinweg sowie Respekt und Anerkennung eingebracht", stellte Helmut Haider die positiven Charakterzüge Anton Maierholzners heraus.
Verschiedene Auszeichnungen habe Maierholzer für sein Engagement bekommen, zuletzt 1999 den Ehrenring des Landkreises Landshut und 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande und die Bezirksmedaille in Gold. Der Dank der Stadt für Leistungen und Verdienste Anton Maierholzners liege in der Verleihung der Bürgermedaille, schloss Haider.
Nach einem Stück des Vilsbiburger Blechbläserensembles unter der Leitung von Rolf-Ulrich Denzer, das die Feier musikalisch umrahmte, trat der Geehrte selbst ans Rednerpult und bedankte sich für das "rare , wertvolle Geschenk". Was folgte, war der Rückblick auf mehr als sechs Jahrzehnte Leben in Vilsbiburg. So erzählte der gebürtige Vilsbiburger Maierholzner, dass er hier in den Kindergarten gegangen sei und in die Schule. Dort erfolgte auch eine frühe Begegnung mit dem späteren Stadtratskollegen Gerhard Nord. "Der war damals Lehrer und hat mir eine saftige Watschn gegeben", erzählte Anton Maierholzner als Anekdote am Rand.
Für ihn als waschechten Vilsbiburger sei es naheliegend gewesen, an der möglichst guten Entwicklung der Heimat politisch mitzuwirken. "In meinem Geburtshaus, dem ehemaligen Krankenhaus in der Oberen Stadt, wurde ich als Stadtrat vereidigt", fuhr Maierholzner fort. Und rückblickend freue er sich, an so vielen richtigen und wichtigen Entscheidungen mitgewirkt zu haben. -Nicht nur als Stadtrat; so sei er gerade amtierender Vilsbiburger Landrat gewesen, als in der Stadt der Bescheid eingetroffen sei, dass das Gymnasium gebaut werde.
Auch auf das Lob Haiders, sich in allen Gremien für seine Heimat eingesetzt zu haben, ging Maierholzner ein: "Meine Arbeit in Kreis- und Bezirkstag war wohl nicht von Nachteil für Vilsbiburg", meinte er. Im Zusammenhang mit seinem Amt als Stadtrat lobte er die "gute und freundschaftliche Zusammenarbeit" mit dem damaligen Bürgermeister Josef Billinger. "Wir haben die Entscheidungen in bilateralen Verhandlungen getroffen", betonte er. Man sei damals um Harmonie besorgt gewesen und um ein respektvoll-tolerantes Verhältnis im Stadtrat.
Durch die Summe seiner politischen Erfahrungen zeigte sich Anton Maierholzner am Ende seiner Ansprache überzeugt davon, dass der gesammelte Sachverstand eines gewählten Stadtrats-Gremiums die Gemeinden besser lenken könne als irgendein verkrusteter Verwaltungsjurist. Gleichzeitig wünschte er der Stadt noch "gute Entscheidungen, gerade in schwierigen Zeiten".
Mit einem gemeinsamen Essen und gemütlichem Beisammensein im Sportparkrestaurant klang der Festakt am Donnerstag aus.
Michael Betz

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