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01/2014

Ein Plädoyer für das Holzfenster

Christian Buchner erklärt die Besonderheiten einer Fenstersanierung

Der VHS-Klimaschutz-Vortrag zur Fenstersanierung erfreute sich reger Nachfrage. Schreiner Christian Buchner informierte Eigenheimbesitzer jeden Alters über den aktuellen Standard und Einbauvarianten moderner Fenster. Holz erfährt eine Renaissance: Es ist langlebig, nachhaltig und umweltfreundlich. Gut gedämmte Fenster sparen Wärmeenergie und helfen, das Klima zu schützen. Fördermittel von Bund und Stadt Vilsbiburg stehen in Aussicht.

 

Fenster sind die Augen des Hauses. Sie gewähren Ein- und Ausblicke und sind ein wichtiges Element zur Gestaltung von Wohn- und Lebensräumen. Die Auswahl ist groß: Fenster aus Holz, Holz-Aluminium oder Kunststoff erfüllen die wichtigen Funktionen, wie Wärme-, Schall- oder auch Einbruchschutz, in unterschiedlichem Ausmaß. Schreinermeister Christian Buchner aus Velden stellte zunächst seinen Familienbetrieb vor und machte kein Hehl daraus, welcher Werkstoff ihm am nächsten liegt. Aus langjähriger Erfahrung und daraus resultierender Überzeugung bevorzugt er Holz als Basismaterial. Im Detail zeigte der Referent den unterschiedlichen Aufbau: Das Produkt mit durchgehend gleichem Material bietet höhere Festigkeit und Langlebigkeit als ein vergleichbares Kunststoffprodukt, trotz technischer Optimierung dieser. Bei letzterem läge die Materialersparnis im Vordergrund, zu Ungunsten der dauerhaften Stabilität. „Auch wegen des wohnlich-warmen Charakters dieses heimischen Erzeugnisses gebe ich Holz gegenüber dem zwar pflegeleichten - aber kalten - Erscheinungsbild von Kunststofffenstern rein  geschmacklich den Zuspruch" konstatierte Buchner und ergänzte: „Eine zusätzliche Aluverschalung kann Witterungseinflüssen vor allem an der Südseite mehr Widerstand bieten und damit die Lebensdauer von 30 auf 40 Jahre erhöhen, doch auch regelmäßige Pflege der Holzfenster vermag diese Angriffe abzuwehren." Holz wäre zudem hygroskopisch und helfe somit - zusammen mit atmenden Wänden - die Raumluftfeuchtigkeit nach außen zu transportieren und so Schimmelbildung vorzubeugen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Wärmedämmung: Fenster mit Mehrfachverglasungen, dämmenden Lufteinschlüssen und Dichtungen, die vor allem den Windzug abhalten müssen, können vom Schreiner individuell nach Maß angefertigt werden.

 

Fenstertausch heute: schnell und problemlos

Anschaulich erklärte der Vortragende die verschiedenen Möglichkeiten, Fenster im Bestandsbau auszutauschen. Die klassische Methode, den Putz am Rahmen abzuschlagen und neu aufzubringen, wäre „technisch einwandfrei - aber grauenvoll für den Bauherrn", meinte Buchner.  Negativ bewertete er die Vorgehensweise, den alten Stock drinnen zu lassen. Hier würde sich eine Wärmebrücke bilden und zudem würde das Verbleiben der alten, teils nicht sichtbaren aber doch morschen Stellen den ganzen Vorgang an sich in Frage stellen. Daher plädierte der Schreinermeister zu einem Saniersystem, das er und andere heute anwenden, jeder auf seine spezielle Art: Erst wird der alte Fensterstock schrittweise und die Bausubstanz schonend entfernt, dann montiert man das neue Fenster vor Ort aus den vorgefertigten Einzelteilen zusammen. Rund zwei Stunden werden je Fenster kalkuliert, je nach Schwierigkeitsgrad. Buchner bietet jedem Interessenten eine vorausgehende Beratung kostenfrei an. Der Klimaschutzmanager der Stadt verwies anschließend auf Vorgaben von Seiten der KfW-Bank sowie der Stadt Vilsbiburg, wolle man Fördermittel in Anspruch nehmen. Straßer empfiehlt, vor Durchführung der Maßnahmen auf Basis einer unabhängigen Energieberatung ein umfassendes Sanierungskonzept von einem Vilsbiburger Berater erstellen zu lassen. Die Stadt übernimmt dafür bis zu drei Stunden Beratungskosten. Infos dazu unter www.klimaschutz.vilsbiburg.de oder Sachgebiet Klimaschutz, Tel. 305-444.

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