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Dorferneuerung Haarbach - Auftaktveranstaltung am 26.02.2003

Text: Vilsbiburger Zeitung, 03.03.2003


Bei der Bürgerversammlung am 26. Februar trafen sich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger, um sich über das Thema Dorferneuerung zu informieren. Günter Plepla von der Direktion für Ländliche Entwicklung berichtete von den geplanten Maßnahmen zur Dorferneuerung in Bayern und wie die Dorfbewohner zur Verschönerung und Erneuerung ihres Ortes beitragen können. Ab März finden bereits die ersten Workshops statt, um die staatlich und kommunal geförderten Maßnahmen vorzubereiten.


Dorferneuerung das ist, wenn das Dorf schöner wird, wenn die Leute wieder mehr miteinander reden und wenn man gern im Dorf bleibt", mit dieser Umschreibung einer Schülerin begann der Vertreter der Direktion für Ländliche Entwicklung (DLE), Bauoberrat Günter Plepla, seine Ausführungen. Ziel der Dorferneuerung sei es vor allem, die Lebens-, Wohn- und Arbeitsverhältnisse auf dem Land zu verbessern, den ländlichen Raum durch vernetzte Planungen als Arbeits-, Wirtschafts- und Erholungsstandort zu stärken und die Eigenverantwortung und Selbstorganisation der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Durch aktive Mitarbeit bei der Ideenfindung, bei Entscheidungen und bei der Umsetzung von Maßnahmen könnten die Bürger im Zuge der Dorferneuerung selbst Einfluss auf wesentliche Entwicklungen im Dorf nehmen. In Bayern werden zu diesem Zweck Arbeitskreise zur Vorbereitung der Dorferneuerung gebildet. Bereits Mitte März könnte in Haarbach ein Workshop für Land- und Dorfentwicklung stattfinden. Dort würden Arbeitstechniken gezeigt, um ausgehend von den Stärken und Schwächen in verschiedenen Themenbereichen Entwicklungsziele und letztlich auch ein übergeordnetes Leitbild für den Ort zu erarbeiten. Dieses Leitbild soll dann eine Richtschnur für das künftige Handeln von Bürgern und politisch Verantwortlichen sein. Für die Direktion sei die aktive Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger in der Startphase zur Dorferneuerung ein wesentliches Kriterium für den Zeitpunkt der Einleitung der Dorferneuerung (derzeit vorgesehen für 2004). Die Dorferneuerung selbst würde durch eine "Behörde auf Zeit", die Teilnehmergemeinschaft, geleitet. Sie entsteht mit dem Flurbereinigungsbeschluss und ihr gehören alle Grundeigentümer im Verfahrensgebiet an. Der von ihr zu wählende Vorstand, dem neben dem beamteten Vorsitzenden auch ein Vertreter der Stadt Vilsbiburg angehört, wird alle in der Dorferneuerung notwendigen Beschlüsse fassen. Zu den Fördermöglichkeiten führte Plepla aus, dass bei Planungen zur Dorferneuerung bis zu 70 Prozent, bei Maßnahmen im gemeinschaftlichen beziehungsweise öffentlichen Bereich bis zu 65 Prozent und bei privaten Maßnahmen ein Zuschuss von 15 bis 40 Prozent gewährt werde. Da die Stadt die Mehrzahl der Maßnahmen kofinanzieren müsste, sind bei allen wesentlichen Entscheidungen auch die entsprechenden Stadtratsbeschlüsse erforderlich.


Anschließend stellten sich die Planer, Claudia Geilersdorfer und Helmut Wartner, vor und erläuterten ihre Aufgaben im Rahmen der Dorferneuerung. Claudia Geilersdorfer übernimmt den Bereich "ortsräumliche Planung", Helmut Wartner die Grünordnung und Dorfökologie.


Besonders erfreut zeigten sich Helmut Haider und Günter Plepla vom Interesse der Haarbacher Bürger an der Dorferneuerung. Interessierte können sich bei der Stadt Vilsbiburg unter der Telefonnummer 08741-30533 melden. Für das eintägige Dorferneuerungsseminar am 22. März in Landau ist unter derselben Nummer die verbindliche Anmeldung möglich.

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