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Sanierung der Unteren Stadt: Bauarbeiten verzögern sich

Untere Stadt - 02.11.2007

Text: Vilsbiburger Zeitung, 08.11.2007

Wettlauf gegen den Schnee

Sanierung der Unteren Stadt: Lieferung der Steine verzögert sich


Wenn Markus Wallner in seinem Büro in der Unteren Stadt aus dem Fenster schaut, ist es draußen verdächtig ruhig. Zu ruhig. Vor rund sieben Wochen hat die Innenstadtsanierung in diesem Bereich begonnen, die Untere Stadt ist seitdem zu einer permanenten Baustelle geworden. Nun aber sind die Bauarbeiten nahezu vollständig zum Erliegen gekommen, wie der Werbetechniker Wallner, der wie alle übrigen Geschäftsleute und Anlieger in der Unteren Stadt auf ein möglichst rasches Ende der Baumaßnahmen hofft, erkennen muss: "Seit einigen Tagen tut sich praktisch nichts."


Eigentlich hätte in dieser Woche mit der Verlegung der Pflasterarbeiten begonnen werden sollen, doch davon ist nichts zu sehen: "Ein Bauarbeiter hat uns bestätigt, dass sich die Lieferung der Pflastersteine, die auf dem Schiffsweg aus Chine kommen, verzögert hat." Dies ist auch die Information, die Sandra Zollner vom gleichnamigen Wäschehaus hat. Sie zittert, nicht nur aufgrund der niedrigen Temperaturen, vor dem nahenden Winter: "Wenn jetzt starker Schneefall käme, könnte ja nicht einmal ein Räumfahrzeug durch die Untere Stadt fahren. Hoffentlich wird das Ganze noch rechtzeitig fertig."


Vorwürfe an die Verantwortlichen im Bauamt gibt es dennoch keine - und die wären wohl auch nicht angebracht. Vilsbiburgs Bauamtsleiter Günter Bleimehl ist selbst ziemlich angefressen aufgrund der Verzögerung: "Wir haben bisher allen Widrigkeiten getrotzt und sogar ein paar Tage rausholen können, aber dagegen sind wir natürlich machtlos." Das Containerschiff hätte, aus China kommend, eigentlich schon in der vergangenen Woche im Hamburger Hafen einlaufen sollen. Doch die schweren Stürme über Süd-Ost-Asien, die in Vietnam für verheerende Überschwemmungen sorgten, hatten auch Auswirkungen auf den Zeitplan der Reise über die Weltmeere.


Nach Angaben des Lieferanten soll das Schiff nun definitiv spätestens heute Nachmittag in Hamburg anlegen. "Dann müssen die Steine entladen und anschließend behandelt und wieder verladen werden", erklärt Bleimehl. Somit kann voraussichtlich Mitte der kommenden Woche mit der Verlegung des Pflasters in der Unteren Stadt begonnen werden. Eine Verzögerung von einer Woche wäre bei einer derartigen Baumaßnahme normalerweise keine große Sache, würde man nun nicht immer näher an den ersten großen Wintereinbruch, der sicher irgendwann kommen wird, heranrücken."Wir müssen nun Vollgas geben, und das Wetter muss passen", sagt Bleimehl. Er verweist nochmals darauf, dass lediglich starker Schneefall die Arbeiten beeinträchtigen würde: "Es darf nur nicht dauerhaft schneien." Dann könnte man doch noch kurz vor dem Weihnachtsfest die Arbeiten beenden.


Somit wird man im Bauamt wie auch bei den Anliegern der Unteren Stadt weiterhin täglich mit bangem Blick die Wetterprognosen verfolgen. Die Sanierung der Unteren Stadt wird nun doch das, was man ursprünglich vermeiden wollte: zu einem Wettlauf mit dem ersten Schnee.

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