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Eröffnung der Rettenbachbrücke im November 2007

Neueröffnung der Rettenbachbrücke, November 2007

Text und Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 09.11.2007


Rettenbachbrücke feierlich eröffnet

Gekappte Verbindung ist wieder intakt

Dreimonatige Bauphase beendet - Gäste ließen sich vom Wetter nicht beeindrucken


Vilsbiburg. Nicht einmal das Wetter konnte sie abhalten. Trotz Herbststurm und peitschenden Böen hatte sich eine ganze Reihe von Gästen versammelt, um bei der Eröffnung der neuen Rettenbachbrücke dabei zu sein. "Es ist heute nicht ganz so schön wie bei der Einweihung des Spitalgartens", bemerkte Bürgermeister Helmut Haider trocken. Allerdings zollte er der Witterung doch ein wenig Tribut und fasste sich so kurz wie möglich, damit niemand zu lange in der Kälte stehen musste. Stadtpfarrer Siegfried Heilmer und Pfarrer Michael Lenk gaben der neuen Brücke ihren Segen. Auch an die Natur wurde während des Baus gedacht. Der neue Verlauf des Rettenbachs gleicht in etwa dem, der vor dem Bau der alten Brücke herrschte.


"Brücken können verbinden, aber auch trennen", sagte Haider zu Beginn seiner Rede. Dies habe man in den vergangenen Monaten an der Rettenbachbrücke gesehen. Während des knapp drei Monate dauernden Baus konnten die Bewohner der Rettenbachstraße mit dem Auto nur über eine umständliche Umleitung in den Stadtkern gelangen.
Fußgänger hatten, wie Haider betonte, weniger unter dem Bau zu leiden. Sie konnten über eine Behelfsbrücke gehen, die die Technische Hilfswerke Mühldorf und Ergolding aufgebaut hatten.


In die Jahre gekommen

Grossansicht in neuem Fenster: Von links: W. Haberl, P. Weber, Stadtpfarrer Heilmer, Bürgermeister Haider, Pfarrer Lenk"Brücken sind ein großes Thema in Vilsbiburg", sagte Haider und verwies auf die drei anderen Brücken, die in den letzten zwei Jahren eröffnet wurden: die Stadtbrücke, die Wackerbauerbrücke und die Brücke bei Geratspoint. Die alte Rettenbachbrücke musste zur Jahresmitte weichen, wie Haider berichtete, weil sie "in die Jahre gekommen" war. Vor die Wahl gestellt, die Brücke zu sanieren oder neu zu bauen, entschied sich der Stadtrat schnell für einen kompletten Neubau. Aus Kostengründen, wie Haider den Anwesenden erklärte.

"Die neue Brücke mag zwar schmaler aussehen als ihre Vorgängerin", führte der Bürgermeister weiter aus, er könne aber versichern, dass dem nicht so sei. Die Bauherren mussten alle Abstände einhalten, die durch die alte Rettenbachbrücke vorgegeben waren. Die Fahrbahnbreite betrage weiterhin sechs Meter, zweieinhalb Meter seien wieder für die Begrenzung verwendet worden. Allerdings bauten die Arbeiter die neue Rettenbachbrücke etwas weiter nördlich als die alte. "So kann auch der Rettenbach wieder in seinen natürlichen Bahnen fließen", sagte Haider. Nächste Woche soll ab Montag begonnen werden, die Umgebung der Brücke wieder zu bepflanzen.


Eine Attraktion weniger

Doch auch die Baustelle hatte ihre Freunde gehabt, wie Pfarrer Michael Lenk in seiner Predigt bemerkte. "Vilsbiburg ist um eine Attraktion ärmer - zumindest, wenn es nach meinem Sohn geht." Dieser freute sich, wie der Pfarrer erzählte, über die Arbeiten und ging jeden Tag an der Baustelle vorbei, um zu sehen, wie weit die Arbeiten vorangeschritten waren. Er war sogar so begeistert von der Baustelle, dass er sie kurzerhand in seinem Sandkasten nachbaute. "Aber auch mein Sohn wird sich schon bald an die neue Brücke gewöhnt haben und sehen, dass sie eine genau so große Attraktion wie die Baustelle ist", vermutete Pfarrer Lenk. "Spätestens dann, wenn er Steine von ihr in den Rettenbach werfen darf."

Anderen sei gar nicht aufgefallen, dass die alte Brücke am Rettenbach nicht mehr da war. Eine Frau, berichtete der Pfarrer, wollte ihm gar nicht glauben, dass er zur Segnung der Rettenbachbrücke unterwegs sei und beharrte darauf, dass es dort gar keine Brücke gebe. Den Autofahrern wird die neue Brücke aber schnell angenehm im Kopf haften bleiben. Immerhin können sie sich jetzt die umständliche Umleitung an der Kirche vorbei und die Seyboldsdorfer Straße sparen und wieder direkt an der Grundschule vorbei auf die Frontenhausener Straße fahren.

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