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Klimadialogvortrag: Kostenfreier Energiecheck

Klimadialogvortrag: Kostenfreier Energiecheck
Der Energieberater Josef Baier kommt zum kostenfreien Energiecheck in die Betriebe.

Landwirte leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, indem sie Energie einsparen, wo immer es geht. Das Beraternetzwerk „LandSchafftEnergie“ unterstützt sie dabei mit einer kostenfreien Energieberatung am Betrieb. Ob Heizungsoptimierung, Stromeinsparung in der Stallhaltung oder Dieseleinsparung – jeder Betrieb hat Spielräume zur Optimierung. Gemeinsamer Vortragsabend von Klimaschutz und Maschinenring animiert zum Beratungsgespräch vor Ort.

 

Den Energiecheck am Betrieb kann der Landwirt als „Schnellcheck“ oder „Detailcheck“ ordern, beide sind für ihn kostenfrei. Während ihm ersterer neben der Stromverbrauchsentwicklung über die Jahre eine auch Vergleichszahl aufzeigt, beispielsweise in Kilowattstunden je Milchkuh oder Diesel je Hektar - jeweils in Relation zum Durchschnittsbetrieb - bietet ihm letzterer konkrete Vorschläge an möglichen Maßnahmen bezüglich diverser Verbraucher am Hof. Beide bringen dem Betriebsleiter eine Einsparung an Energie und damit auch an klimawirksamen Gasen, nicht zuletzt auch an barem Geld.

Als klassisches Beispiel führten die Referenten die Heizungspumpe auf: „Hier ist die Investition in eine frequenzgesteuerte, hocheffiziente Pumpe schnell amortisiert, da sie nur 20 Prozent Strom braucht, also statt bisher 300 Kilowattstunden noch rund 70.“ Dasselbe gelte prinzipiell auch für die Vakuumpumpe der Melkanlage.

 

Dort ansetzen, wo es am meisten wirkt!

 

Am Beispiel des Produktionsverfahrens Milchviehhaltung wurde verdeutlicht, wie sich dort der Energiebedarf aufteilt: Allein für die Milchgewinnung fallen 60 Prozent an, gefolgt von je einem Viertel für die Kühlung und die Fütterung. Während man hier also auf die Melkanlage das größte Augenmerk legen solle, müsse man sich beim Ackerbau zuvorderst auf das Pflügen konzentrieren: „Ein falsch eingestellter Zugpunkt samt Seitenneigung lassen den Dieselbedarf um 30 Prozent ansteigen“ wussten die Berater. Sie rieten daher, hier die Grundlagen des Ackerns zu beachten und ergänzten, die Ballastierung des Schleppers auf Ausgewogenheit hin zu optimieren. Auch im Transport läge großes Einsparpotenzial, beispielsweise brauche ein Lastwagen auf der Straße im Vergleich zum Großschlepper nur die Hälfte Sprit, was bei längeren Fahrstrecken von Gütern zur Überlegung führen sollte, auch mal Transportaufträge an Speditionen abzugeben. Grundsätzlich gäbe es sehr große Unterschiede beim Dieselverbrauch auf den Betrieben. Der Geschäftsführer vom Maschinenring Vilsbiburg, Georg Schaidhammer, konnte das bestätigen: „Diese gehen um bis zu 100 Prozent auseinander“.

Bereits bei der Planungsphase von Wohn- und Stallgebäuden stehen die Energieberater mit ihrer Dienstleistung zur Verfügung, beispielsweise auch, wenn es um die Einbindung einer Wärmeleitung von einer Biogasanlage oder einer - auch gemeinsam betriebenen - Hackschnitzelheizanlage geht. Hier warnten die Berater vor überzogenen Erwartungen beim Wärmeverkauf, denn bei der Versorgung von Baugebieten mit Altbestand müsse man mit 25 Prozent Wärmeverlusten auf Lieferseite rechnen, bei Neubaugebieten sogar mit bis zur Hälfte. Abschließend wurde noch auf Kleinbiogasanlagen, PV-Eigenverbrauchsanlagen und Speicher kurz eingegangen.

Klimaschutzmanager Georg Straßer wies dazu auf separate Veranstaltungen hin: am 3.2.16 geht es um Solarstrom für Eigenverbrauch und am 9.3.16 um Stromspeicher für Haus und Hof. Die Energieberater Josef Niedermeier und Josef Baier sind zur Terminierung eines Beratungsgesprächs erreichbar im Landwirtschaftsamt Regen, unter: 09921 / 608 -158 bzw. -159.

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