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Elektromobilität muss man „erfahren“

Elektromobilität muss man „erfahren“
Hubert Maierhofer vom bayerischen Beraternetzwerk C.A.R.M.E.N. e.V. und Franz Josef Gotzler, Geschäftsführer vom Systemanbieter E-Wald GmbH.

Der VHS-Vortrag zum Klimadialog Vilsbiburg passte zur aktuellen Debatte im Bundestag: Die Zeit für E-Mobile wird langsam aber sicher reif. Ziel der Bundesregierung ist, dass bis 2020 eine Million davon auf unseren Straßen „summen“, dazu wird jetzt eine Anschubförderung in Aussicht debattiert. Auch ohne eigene Anschaffung kann in Form von Carsharing das Elektro-Bürgerauto der Stadt von jedem genutzt werden.

 

„80-90% aller Fahrten wären heute praktisch schon elektrisch möglich, zumal auch die Reichweiten laufend zunehmen“, so der Referent Hubert Maierhofer vom bayerischen Beraternetzwerk C.A.R.M.E.N. e.V.. Er erklärte die unterschiedlichen Techniken – vom reinen Elektroauto bis zum Plug-In-Hybrid und gab einen Überblick zum aktuellen Stand der Modelle auf dem Markt. Nach seiner Erfahrung wären es vor allem Menschen mittleren Alters, die sich für das THEMA „alternative Antriebe“ interessierten – das zeigte auch der Querschnitt der Zuhörer. „Zweifelsfrei wird die E-Mobilität kommen, wenngleich auch die jetzigen Kraftstoffpreise die Markteinführung erschweren“ gab sich Experte Maierhofer überzeugt und räumte ein: „Ein Problembereich ist noch die geringe Reichweite, die sich aber über eine laufend steigende Batteriekapazität samt optimierender Ladeinfrastruktur ständig verbessert“. Die E-Autos fänden Ihren Marktzugang zurzeit vor allem über innovative Fahrzeuge, was die Marktdaten der Modelle Tesla S oder BMW I3 zeigten. Viele potenzielle Käufer würden aber von den immer noch deutlich höheren Anschaffungskosten abgeschreckt – im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor. Doch an einer Anschubförderung, wie sie in anderen europäischen Ländern schon länger vom Staat gewährt würde, werde derzeit ernsthaft im Bundestag gearbeitet.

 

Carsharing mit Elektroantrieb: das Bürgerauto

 

Zum Bürger-Elektro-Auto der Stadt, das für jedermann ausleihbar ist, referierte Geschäftsführer Franz Josef Gotzler vom Systemanbieter E-Wald GmbH. „Es ist ein besonderes Carsharing-Modell“ erklärte der E-Wald-Geschäftsführer: „Die Stadt mietet das Auto beim Systemanbieter und jeder Bürger in und um Vilsbiburg kann es sich nach einmaliger Registrierung stunden- oder tageweise ausleihen. Die Stadt hat den Vertrag mit E-Wald gemacht, da es zum Klimaschutzkonzept gehört, sowohl Elektromobilität zu fördern als auch Carsharing anzubieten. Durch die gemeinschaftliche Nutzung eines Autos - sowohl durch die Kommune als Dienstfahrzeug als auch durch die Bürger - werden die Standzeiten minimiert und somit eine optimale und umweltfreundliche Auslastung erreicht. „Kurz gesagt: ein Auto teilen, die Kosten teilen und den Nutzen vervielfachen, denn das Fahrzeug wird nur dann gebucht und genutzt, wenn es auch gebraucht wird“ erklärt Gotzler den Grundgedanken des Projekts.

 

Wie kommt man zum Bürgerauto?

 

Jeder Nutzer muss sich einmalig bei E-WALD als Kunde registrieren, auf der Internetseite www.e-wald.eu. Nach Eingabe der erforderlichen Daten kann ein Vertrag ausgedruckt werden, mit dem der künftige Nutzer samt Führerschein zum Rathaus geht, um die Registrierung abzuschließen, für die 6 € abgebucht werden. Hier erhält er eine Kundenkarte, mit der er das Auto am Färberanger öffnen kann. Nach kurzer Einweisung kann man das Bürgerauto via PC oder Smartphone für seinen Wunschtermin reservieren. „Inzwischen sind allein am Standort Vilsbiburg rund 50 Bürger als regelmäßige Nutzer registriert: Sie können jederzeit auf das Auto zugreifen“ ergänzt Klimaschutzmanager Georg Straßer die Informationen, bei ihm kann sich jeder interessierte gerne melden.

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