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Text und Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 27.11.2008 (Georg Soller)

Dorferneuerung Haarbach - Erster Bauabschnitt vor Fertigstellung

Dorferneuerung Haarbach - Erster Bauabschnitt vor Fertigstellung
Pflasterarbeiten unter Hochdruck in Haarbach: Sie wollen die schönen Tage noch nutzen, um die große Baustelle om Ortszentrum der alten Hofmark winterfest zu machen. Die schräge Verlegeweise soll den Lärm mindern

Dorferneuerung Haarbach:

Im neuen Jahr wird ein Dorfplatz gebaut

Millionenprojekt in der alten Hofmark: Erster Bauabschnitt neigt sich dem Ende zu

Vilsbiburg/Haarbach. Seit geraumer Zeit prägen Bauarbeiter das Straßenleben in Haarbach. Derzeit wird der erste große Bauabschnitt der Dorferneuerung winterfest gemacht. Die Pflasterer arbeiten mit Hochdruck an den Gehwegen sowie an der Befestigung der künftigen Tempo-30-Zone. Im nächsten Jahr geht es um die Restarbeiten des Straßenbaus, um die Gestaltung des neuen Platzes sowie um den Neubau der Haarbach-Brücke an der Tattendorfer Straße.

Das Millionenprojekt in der alten Hofmark beschäftigt seit Anfang des Jahres 2004 den Stadtrat, das Bauamt und die Arbeitskreise vor Ort. Für das bei der Direktion für ländliche Entwicklung in Landau angesiedelte Projekt wurden zunächst die Wünsche der Haarbacher ermittelt. Dabei war die Bürgerbeteiligung nach Angaben des Sprechers der Grundstückseigentümer, Hermann Bauer, nur zaghaft. Als zentrales Anliegen kristallisierte sich heraus, dass der Ort ein erkennbares Zentrum erhalten sollte.

Pavillon als TreffpunktGrossansicht in neuem Fenster: Von links: Rainer Stelzle, Hermann Bauer, Günter Bleimehl

Der Wunsch nach einem Dorfplatz mit Maibaum, Sitzbänken, eine Bushaltestelle mit überdachtem Bushalteplatz und so weiter steht ganz oben auf der Prioritätenliste; er wird im nächsten Jahr an der Stelle des inzwischen abgerissenen Tezeren-Hauses realisiert. "Da soll eine Art Pavillon entstehen, an dem sich zum Beispiel auch Jugendliche treffen können", sagte der Leiter des Bauamts, Günter Bleimehl, gestern im Gespräch mit der Vilsbiburger Zeitung.

Bereits fertiggestellt ist der Platz am alten Dorfbrunnen. Mit Hilfe des von Remo Leghissa gestalteten "Erzählbrunnens" wird die Geschichte des Dorfbrunnens wieder erfahrbar. Ebenfalls seit 2006 in Betrieb ist die neue Treppenanlage zur Kirche. Eine spannende Angelegenheit ist auch das alte Gewölbe, das vom Brunnenplatz aus tief in den Kirchenberg hinein führt. Bis heute gibt es nur Vermutungen, wofür das Gewölbe einst genutzt wurde.

Die bislang aufwändigste Baustelle war natürlich die Optimierung der Schloßstraße und der Gehwege. Dazu hat die Stadt im Frühjahr den Kanal erneuert. Aktuell wird die verkehrsberuhigte Zone vor der Schloßgaststätte - dem alten Haarbacher Schloss - gepflastert. Offen ist derzeit noch, wie der Platz vor dem alten Wirtshaus mit seinen alten Bäumen gestaltet wird, nachdem durch den Tod der alten Wirtin, der "Bräu Fann'", neue Besitzverhältnisse entstanden sind. Der Wunsch nach einem zentralen Parkplatz - für die Gäste der vier Haarbacher Gastronomen gibt es viel zu wenig Stellplätze - kann offenbar noch nicht erfüllt werden.

Viele intensive Einzelgespräche mit den Anliegern seien nötig gewesen, erzählte Rainer Stelzle, der die Direktion für Ländliche Entwicklung in der Teilnehmergemeinschaft vertritt, um die nötigen Grundstücke für einen durchgängigen Gehweg zu bekommen. Haarbach ist aufgrund seiner Entstehungsgeschichte von kleinteiligen Grundstücksstrukturen geprägt; aus diesem Grund war es allen Beteiligten bewusst, dass die Straßenanlieger nur ungern ein Stück ihres ohnehin kleinen Grundstücks hergeben. "Wir haben aber immer einen guten Kompromiss gefunden", sagte Stelzle.

Zuschüsse für Anwohner

Die Verhandlungen mit den Anwohnern gehen im nächsten Jahr weiter. Es ist ein Teil des Dorferneuerungs-Projekts, dass auch die Bewohner innerhalb des definierten Sanierungsgebiets für Verbesserungsmaßnahmen an ihren Häusern Zuschüsse bekommen können. Hinzu kommt eine kostenlose fachliche Beratung, insbesondere bei der Grüngestaltung entlang der Straße. Auch das dafür erforderliche Pflanzgut wird, falls gewünscht, über die Mittel der Dorferneuerung beschafft. Zugleich wollen die Planer auch die öffentlichen Grünbereiche optimieren. Ein wichtiges Thema wäre auch das Thema Hochwasserschutz, was aber ebenfalls an dringend erforderlichen Grundstücken scheitert: Diese befinden sich als Sperrgrundstücke im Besitz des Bundes, der bekanntlich unweit von Haarbach die B 15 neu bauen wird.

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