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Text: Vilsbiburger Zeitung, 08.05.2009 (Bernhard Beez)

Gästebuch der Stadt Vilsbiburg, 06.05.2009: Rote Raben Vilsbiburg

Eintrag im Gästebuch der Stadt Vilsbiburg, 06.05.2009: Rote Raben Vilsbiburg
Die Mannschaftskapitänin der ersten Bundesligamannschaft Regina Burchardt beim Eintrag in das Gästebuch der Stadt Vilsbiburg; weiter von rechts: Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher, Dritter Bürgermeister Rudolf Lehner, Moderator Klaus Kiefer, Rote Raben-Vorstand Peter Bruckmayer, Trainer Guillermo Gallardo, Florian Stanglmeier von der Geschäftsstelle der Roten Raben

Rote Raben blicken auf erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte zurück

Erfolgshunger ist noch lange nicht gestillt

Vilsbiburg. Es war zweifellos die erfolgreichste Saison der Roten Raben in ihrer bisherigen Vereinsgeschichte. Der erstmalige Gewinn des Deutschen Volleyballpokals sowie der Einzug ins "Final Four" des europäischen CEV-Cups wurde am vergangenen Wochenende noch prächtig abgerundet mit dem Erreichen der deutschen Vizemeisterschaft, knapp hinter dem neuen Champion Schwerin. Grund genug für die Stadt Vilsbiburg, ihre Heldinnen mit einem Empfang am Rathausplatz gebührend zu feiern.

Trotz der eher ungemütlichen Witterung am frühen Mittwochabend waren rund 200 Anhänger zur Ehrung erschienen und gaben der Veranstaltung damit den passenden Rahmen. "Sie haben in der Saison 2008/2009 die Erfolgsgeschichte Spitzenvolleyball in der Stadt Vilsbiburg weitergeschrieben", lobte zweiter Bürgermeister Johann Sarcher die Protagonistinnen. Er vergaß dabei aber nicht, auch diejenigen entsprechend zu würdigen, die die Basis für diese Erfolge geschaffen hatten: "Zur Mannschaft gehören auch die Personen, die im Hintergrund die Arbeit erledigen." Die Erfolge des Vereins seien nicht dem Zufall entsprungen, sagte Sarcher: "Im Gegenteil. Hier wird mit viel Elan, Zielstrebigkeit und Ausdauer gearbeitet." Dazu gehöre auch eine gezielte Förderung des Nachwuchses. "Über Jugendarbeit wird hier nicht nur gesprochen, sie wird hier auch vorbildlich geleistet." Dass die ganze Region hinter den Roten Raben stehe, zeige der "sensationelle Zuschauerzuspruch". "Ein Heimspiel ist ein Event, und es gehört in Vilsbiburg zum guten Ton, dabei gewesen zu sein", erklärte Sarcher.

Der Bürgermeister kam auch kurz auf die geplante Ballsporthalle zu sprechen, die laut seinen Worten ab Oktober 2010 für den Spielbetrieb zur Verfügung stehen soll. "Wir können uns bereits heute auf die Spiele unserer Roten Raben in der Bundesligarunde 2010/2011 in der neuen Halle freuen."

Vier Spielerinnen gehen

Sarcher schloss seine Ansprache mit der Aufforderung an die Raben-Verantwortlichen, weiter mit Ehrgeiz die Ziele zu verfolgen: "Als Fan des Sports erlaube ich mir zu sagen: Erfolg muss man sich hart erarbeiten. Ruht man sich nach erreichtem Erfolg aus, wird man schnell feststellen, dass die Erfolge der Vergangenheit angehören." Unter der Moderation von Hallensprecher Klaus Kiefer wurden die Funktionäre, Helfer, Trainer und Spielerinnen anschließend auf die direkt an der Vils errichtete Bühne geholt.

Bis auf Libera Lenka Dürr, die mit der Juniorinnen-Nationalmannschaft derzeit bei einem WM-Qualifikationsturnier in der Ukraine weilt, war die Mannschaft vollzählig anwesend. Alle Geehrten erhielten eine Urkunde mit dem Stadtwappen sowie eine Plakette und durften sich zudem ins Goldene Buch der Stadt Vilsbiburg eintragen.

Bei aller Ausgelassenheit kam dann aber auch noch etwas Wehmut auf, als Raben-Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder vier Spielerinnen verabschiedete, die nächstes Jahr nicht mehr für Vilsbiburg auf Punktejagd gehen werden. Zuspielerin Nicole Fetting, die kommende Saison für den Ligarivalen VC Wiesbaden auflaufen wird, musste sich da schon die eine oder andere Träne aus dem Augenwinkel wischen. "Wir sehen uns ja zumindest bei den Bundesligaspielen einige Male wieder", tröstete sie Jung-Kronseder. Noch keinen neuen Verein haben bislang zumindest offiziell die übrigen drei Abgänge, allerdings wird es wohl Tsvetelina Zarkova, Regina Burchardt und Milagros Moy allesamt in deutlich wärmere Gefilde (wahrscheinlich Spanien) verschlagen. "Das kann ich, wenn ich heute zum Himmel schaue, gut verstehen", kommentierte Jung-Kronseder.

Doch der Raben-Manager war zwischenzeitlich natürlich ebenfalls nicht untätig geblieben. Ihm ist es gelungen, mit Lena Möllers und Sarah Petrausch vom VC Olympia Berlin zwei der absoluten Toptalente des deutschen Volleyballs zur kommenden Saison nach Niederbayern zu locken.

Dazu wurde am Rande der Veranstaltung bekannt, dass mit Sheila Shaw (bislang VC Wiesbaden) ein US-Girl künftig für Vilsbiburg aufschlagen wird. Eine funktionierende Mannschaft, ergänzt durch junge, erfolgshungrige Spielerinnen - dies sollte das richtige Rezept sein, um Vilsbiburg auch künftig unter den Spitzenmannschaften im deutschen Damenvolleyball etablieren zu können.

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