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Text: Vilsbiburger Zeitung, 24.03.2010, Katharina Schmid

5 Sinne für die Jugend

5 Sinne für die Jugend

Trommelrhythmen und Kinderstimmen

Beim ersten Jugendwochenende war für beinahe jeden Geschmack etwas dabei

Vilsbiburg. Vor allem Kinder und ihre Eltern tummelten sich am vergangenen Samstag und Sonntag beim ersten Vilsbiburger Jugendwochenende. Die eigentliche Zielgruppe für das Motto "5 Sinne für die Jugend" machte sich in der Stadthalle eher rar. Stadtjugendpflegerin Kerstin Blöchinger und ihr Team hatten ein buntes Programm an krea tiven Aktionen für die Besucher zusammengestellt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den fünf menschlichen Sinnen - Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten.

Der achtjährige Andreas steht gerade vor einer großen Leinwand und mischt Farben. Wie ein kleiner Künstler betrachtet er sein bereits angefangenes Werk. "Ich hab schon getöpfert und da drüben Serviettentechnik ausprobiert. Und jetzt will ich malen!" Auf die Frage ob er denn wiederkommen würde, antwortet er überzeugt: "Oh ja, bestimmt!"

So oder so ähnlich fiel die Beurteilung vieler Kinder aus, die am Jugendwochenende an den knapp 40 Ständen verschiedener Geschäfte, des Jugendzentrums und des "Easy living"-Kreativteams ihre künstlerische, musikalische oder sportliche Ader auslebten. In der locker gefüllten Stadthalle hatten sie dazu diverse Möglichkeiten: Da gab es Basketball, Töpfern, kreatives Malen, eine Klangröhre, einen Dunkelraum, Steine bemalen, Holzherzen sägen, Schmuck basteln und viele andere Aktionen mehr auszuprobieren. Das Programm war dem im Sommer erstmals durchgeführten Jugendtag sehr ähnlich. Das einzig Störende, meinten die elfjährigen Freundinnen Lucia und Nicole, war, dass man für viele Aktionen bezahlen musste, was sie davon abhielt, alles für sie Interessante auszuprobieren. Außerdem konnte man Vorträgen über Brasilien, Sinai, die "Kraft der Gedanken" oder "traditionelle Heiltechniken" lauschen, wobei letztere anschaulich an Freiwilligen vorgeführt wurden.

Sehr zufrieden mit dem Verlauf der beiden Aktionstage gaben sich Kerstin Blöchinger und Mitorganisatorin Dr. Susanne Viktoria Kerschbaumer: "Das Wochenende ist ein voller Erfolg", sagte Blöchinger am Sonntag. Besonderes betonten die beiden, dass es ihnen wichtig sei, sich Zeit für die Kinder zu nehmen: "Wir können so viel von ihnen lernen, wenn wir sie nur beobachten."

"Ein voller Erfolg"

Um nur ein Beispiel für die vielen positiven Rückmeldungen zu nennen, erwähnte Kerschbaumer ein kleines Mädchen: Dieses beschäftigte sich den ganzen Samstag ohne Eltern an den verschiedenen Ständen und kam am Sonntag begeistert wieder, um diesmal mit seiner Mutter den Genuss einer Klangschalenmassage zu teilen. "Kinder werden mutig durch solche Aktionen und können auch einmal einen ganzen Tag alleine und mit neuen Freunden verleben."

Wichtiger Aspekt bei vielen Aktionen am Jugendwochenende sei die Rückbesinnung auf elementare Erfahrungen mit den menschlichen Sinnen. Jugendliche seien für unkonventionelle Methoden, wie etwa traditionelle Heiltechniken, noch viel offener als Erwachsene, sagte "Ehrengast" Kerschbaumer, die als Heilpraktikerin und Spezialistin für Naturheilkunde und Ethnomedizin am Jugendtag war.

Ehrenamtliche Helfer

Das ganze Wochenende wäre aber niemals ohne die tatkräftige Unterstützung ehrenamtlicher Helfer möglich, sagte Blöchinger. Eine davon war die zwölfjährige Sabrina, die von sich sagte: "Ich arbeite gerne mit kleinen Kindern." Und so erklärte sie auf Nachfrage ihre Motivation, sich nach dem Jugendtag im Sommer erneut an einer Aktion mit und für die Jugend zu beteiligen.

Zurück zum Geschehen: Ifeanyi C. Okolo sorgte für afrikanische Klänge in der niederbayerischen Stadthalle, indem er mit den Teilnehmern seines Trommelworkshops rhythmische Figuren einstudierte. Gleich daneben genossen Kinder ihre selbstgebackenen Waffeln oder die Cocktails aus der Saftbar der kommunalen Jugendarbeit. Eine etwas andere Möglichkeit, sich nach den vielen kräftezehrenden Unternehmungen wieder zu stärken, gab es im "Wirtshaus der besonderen Art", in dem die Kinder ihr gesundheitsbewusstes Essen selbst zubereiteten.

Wer wollte, kann sogar mit einem mobilen Hebekran in die Lüfte entschweben und einen Blick von oben auf das rege Treiben riskieren, das in der großen Halle ein bisschen verloren wirkte.

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