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Text und Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 08.03.2010 (Volker Klapdor)

2. Klimaschutzkonferenz am 06./07.03.2010

Gruppenbild der Teilnehmer an der Klimaschutzkonferenz 2 am 06./07.03.2010
Gruppenbild der Teilnehmer an der 2. Klimaschutzkonferenz

Klimakonferenz II entwirft Zukunftsszenario

Themenfelder der Konferenzen kommen nach Auswertung auf den Prüfstand

Vilsbiburg. Vor dem Hintergrund, dass die Bevölkerung sich selbst in Sachen Klimaschutz ein schlechtes Zeugnis ausstellt - nur 44 Prozent halten die Anstrengungen der Bürger in Sachen Klimaschutz für genügend - wurde am Freitag und Samstag das Klimaschutzkonzept Vilsbiburg fortgeschrieben. Bei der Klimaschutzkonferenz II haben mehr als 60 freiwillige Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft in der Hauptschule Ziele, Strategien und Maßnahmen konkret festgelegt.

 

In der Anmoderation durch Nina Hehn und Willi Steincke von der Identität & Image Coaching AG wurde darauf hingewiesen, dass die Konzeptionsplanung nun in eine Umsetzungsphase übergeleitet werde. Vorgeschaltet werde noch am 13. April um 19 Uhr in der Grundschule ein so genannter "Markt der Ideen". Während dieser öffentlichen Veranstaltung werden die Ergebnisse der Klimakonferenzen vorgestellt, und es können weitere Anregungen aus der Bevölkerung einfließen.

 

Jedem der acht bei diesen Konferenzen eingerichteten Thementischen wurde Gelegenheit gegeben, ein aus seiner Sicht vorrangiges Projekt - Nina Hehn nannte es plakativ "Leuchtturm" - zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen darzustellen. Die formulierten Ziele und Maßnahmen sollen dann in einem Zeitfenster von zehn Jahren bis zum Jahre 2020 greifen.

 

Karlheinz Hiller eröffnete den Reigen mit dem Satz: "Unser ?Leuchtturm' ist die Schaffung eines kommunalen Energieberaters." Sein Thementisch sei der Ansicht, dass so ein bei der Stadt angesiedelter Berater eine breite Wirkung bei den Bürgern erzielen könne und die Umsetzung schnell zu bewerkstelligen sei. Ulrike Fleck vom Thementisch 2 trug ein Mammutprojekt vor. Sie sprach die energetische Sanierung der Hauptschule an. Fleck nannte nicht nur das Hauptgebäude, sondern auch die Turnhalle und die in die Jahre gekommene Schwimmhalle. "Mit dieser Maßnahme kann die Stadt eine Vorzeigeprojekt für sämtliche öffentlichen Liegenschaften schaffen", so die Sprecherin.

 

Josef Sterr nannte als "Leuchtturm" seines Thementisches: "Lasst uns ein kostenloses Informationsblatt mit vielen Tipps für die Bürger auflegen." Er fügte hinzu, dass man in diesem Blatt auch noch andere Themen aufgreifen könne und eine Realisierung schnell möglich sei. Der Sprecher des folgenden Thementisches, Wolfgang Schmid, stellte ein für die Bürger sichtbares Projekt vor. Mit dem Bau eines Biomasseheizkaftwerkes, genutzt von Schulen und öffentlichen Gebäuden, lasse sich ein enormes Energiesparpotential erzielen, so Schmid. Er sagte darüber hinaus: "Das Konzept kann in zwei bis drei Jahren stehen, wenn man sich noch mehrere Partner ins Boot holt."

 

Weniger statisch war der "Leuchtturm" des fünften Thementisches. Dr. Michael Tschöp mahnte einen alternativen öffentlichen Personennahverkehr an. Dazu müsse man den Landkreis einbeziehen und alle Umlandgemeinden gewinnen. Sein Appell: "Es muss uns gelingen, dass die Autofahrer auf einen intelligenten Nahverkehr umsteigen." Der folgende "Leuchtturm" kam mit einem Schlagwort nicht aus. Michael Zollner drückte sich so aus: "Eine neutrale und zentrale Stelle für Auskunft/Beratung und Koordination der Energie- und CO2 -Einsparungen schaffen." Hinzu fügte er noch: "Diese Stelle soll Wege im ?Förder dschungel' aufzeigen."

 

Christian Hammer vertrat seinen Thementisch mit der Forderung nach einem "VIB-Regional-Manager". Hammer merkte an: "Der kann sofort berufen werden." Ähnlich klang es bei Harald Schwarz vom Thementisch 8, als er vortrug, man brauche einen Klimamanager. Schwarz siedelte diese Funktion sehr hoch an, als er sagte: "Dieser Klimamanager sollte das Gesicht der Klimakommune Vilsbiburg sein."

 

Den Schlussworten von Nina Hehn und Willi Steincke, verbunden mit dem Dank an die Beteiligten, ließ Bürgermeister Helmut Haider eine besondere Anmerkung folgen, als er sagte: "Sie haben die ganze Bandbreite des Themas erarbeitet, mir ist kein zusätzlicher Punkt eingefallen. Der Stadtrat wird sich hoffentlich einstimmig ihrer Anregungen annehmen.

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