Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Vilsbiburg  |  E-Mail: stadt@vilsbiburg.de  |  Online: http://https://www.vilsbiburg.de

Text: Rote Raben

Rote Raben Vilsbiburg sind Deutscher Meister 2009/2010

Rote Raben Vilsbiburg, 1. Bundesligamannschaft im Damenvolleyball - Deutscher Meister 2009/2010 (Foto: Wilhelm Grässle)
Rote Raben Vilsbiburg, 1. Bundesligamannschaft im Damenvolleyball - Meister 2010 (Foto: Wilhelm Grässle)

Die Roten Raben sind deutscher Meister

Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht: Die Roten Raben haben sich in einem Finale furioso zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den deutschen Meistertitel gesichert. Mit einem verdienten 3:1(25:19/25:20/22:25/25:11)-Sieg über den Tabellensiebten Aurubis Hamburg haben sie ihr Meisterstück perfekt gemacht und sind nach 2008 zum zweiten Mal Deutscher Meister. In einer proppenvoll ausverkauften Vilstalhalle feierten die Roten Raben ausgelassen mit ihren treuen Fans, nachdem sie von DVL-Geschäftsführer Thorsten Endres die schwere Meisterschale bekommen hatten. Bei Freibier, Leberkäs und einer leckeren Riesen-Rabentorte waren die Strapazen der abgelaufenen Saison schnell vergessen.

Einen besseren Abschied hätte sich Katja Wühler kaum wünschen und vorstellen können. Nach dem letzten Spiel ihrer beeindruckenden Karriere durfte sie am 26. und letzten Spieltag der Saison 2009/2010 mit den Roten Raben die Meisterschale in Empfang nehmen. In einer Vilstalhalle, die aus allen Nähten platzte, feierten die Raben nach einem 3:1 gegen Aurubis Hamburg eine tolle Party. „Das ist die Krönung”, freute sich die 31-Jährige, die nun Abschied vom Leistungssport nimmt.

Doch vorher mussten die Raben-Spielerinnen erst noch eine kniffelige Aufgabe erledigen. Um aus eigener Kraft Meister zu werden, mussten sie die Gäste aus Hamburg besiegen. Und das war keine so leichte Aufgabe. Die Aurubis-Spielerinnen bemühten sich, noch einmal eine gute Leistung zu zeigen und hielten den ersten Satz ziemlich lange offen. Bei den Raben war zu Beginn der Druck, der auf jeder Spielerin lastete, förmlich greifbar. Doch sie erledigten diese erste Hürde mit Bravour und holten sich nach 24 Minuten den ersten Satz.

„Es war ganz wichtig, dass wir einen guten Start hinlegen“, meinte ein überglücklicher Raben-Trainer Guillermo Gallardo nach dem Spiel. Das gab dem Raben-Spiel im zweiten Satz die notwendige Ruhe. Man hatte nie den Eindruck, dass die Mädels das Spiel nicht kontrollieren würden. Angefeuert und nach vorne gepeitscht von einem begeisterten Publikum holten sie sich auch den zweiten Satz. 25:20 stand es nach 26 Minuten.

Doch im dritten Satz machten es die Roten Raben noch einmal spannend. Man hatte das Gefühl, das sie Angst vor dem entscheidenden Punkt hatten. Plötzlich war der Wurm drin und sie mussten diesen Satz noch mit 22:25 aus der Hand geben.

Was dann folgte, war allerdings ein wahrhaft meisterlicher Auftritt. Als hätten die Raben-Spielerinnen diesen dritten Satz gebraucht, um sich zu sammeln, ließen sie im vierten Satz den Gästen aus Hamburg nicht den Hauch einer Chance. Die Raben spielten aus einem Guss und es war ihnen anzumerken, dass sie jetzt Nägel mit Köpfen machen wollten. Ab dem 18:8 hielt es keinen der Zuschauer mehr auf den Sitzen. Klatschend, trommelnd und trampelnd wurde jeder Punkt lautstark gefeiert und als Anne Friedrich einen Angriff vergeigte und damit das 25:11 perfekt war, gab es kein Halten mehr.

Spielerinnen und Trainer lagen sich in den Armen: Sie hatten etwas geschafft, was zum Saisonbeginn die wenigsten geglaubt hatten. Trotz einer neu zusammengestellten, total jungen Mannschaft, haben sie sich innerhalb kürzester Zeit zu einem tollen Team zusammengefunden und so den Grundstock für den Erfolg gelegt. Erst nach dem Erfolg beim Schweriner SC waren auch Raben-Trainer Guillermo Gallardo und Raben-Macher Klaus-Peter Jung-Kronseder bereit, sich mit dem Thema „Meisterschaft“ vertraut zu machen. „Die Mannschaft ist noch harmonischer, Katja Wühler noch besser, als in der Saison 2008/2009“, nennt Jung-Kronseder als Ursachen für diesen Erfolg. „Dabei haben die Spielerinnen ihr gesamtes Potenzial noch gar nicht abgerufen“, freut er sich bereits auf die neue Spielzeit.

Es ist der dritte Titelgewinn der Raben überhaupt: Meister 2008, Pokalsieger 2009 und nun wieder Meister im Jahre 2010. Dabei hatte die Saison alles andere als viel versprechend begonnen. 2:3 in Münster, 1:3 daheim gegen Stuttgart, so war der neue Titelträger in die Spielzeit gestartet. Doch es folgten fünf Siege hintereinander, ehe diese Serie mit einem 2:3 beim VC Wiesbaden gestoppt wurde. Aber Vilsbiburg hatte sich inzwischen in den Spitzenregionen festgesetzt und blieb bis zum vorletzten Spieltag mit den Topteams des Schweriner SC und des VC Wiesbaden auf Tuchfühlung. Nach der 25. Runde und einem 3:0 gegen Aachen standen die Raben erstmals aus dem Spitzenplatz und eine Woche später durfte nun gefeiert werden. Raben-Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder sagte: „Unser Sieg in Schwerin war das Highlight der Spielzeit. Es war eine Supersaison. Viele Kollegen haben vorher gesagt, dass sie uns auf der Rechnung haben. Ich habe das nie so gesehen, umso glücklicher bin ich, dass wir das doch noch geschafft haben.”

Bei der anschließenden offiziellen Meisterfeier würdigte auf DVL-Geschäftsführer Thorsten Endres Einsatz und Engagement der Roten Raben. Doch viel wichtiger war, dass er anschließend Raben-Spielführerin Nadja Jenzewski die schwere Meisterschale überreichte und den Meistertitel der Roten Raben sichtbar dokumentierte.

Danach wurde in der Vilstalhalle bei Freibier, Leberkäs und Raben-Torte ausgelassen gefeiert. Für den richtigen Sound sorgte erneut die Sambatruppe Safado aus Freising. Sie begleiteten die Raben-Fans und das Raben-Team auf ihrem Zug durch die Stadt Vilsbiburg. Dort wurden alle von einem tollen Feuerwerk überrascht, das diesen gelungenen letzten Spieltag abrundete. Abschließend zogen alle zum Fischerfest in die Stadthalle, wo die Meisterschaftsfeier ausklang.

 

Viele weitere Infos finden Sie im Vilsbiburger Journal und auf der Homepage der Roten Raben (siehe unten "Weiterführende Links").

drucken nach oben