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Text, Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 09.03.2012, Harald Schwarz

Klimaschutz - Infoausstellung der Verbraucherzentrale

Foto - Klimaschutz - Infoausstellung der Verbraucherzentrale

Klima schützen und dabei Geld sparen

Ausstellung der Verbraucherzentrale gibt wertvolle und umsetzbare Anregungen

Vilsbiburg. "Klima schützen kann jeder". So heißt eine Ausstellung, die noch bis zum Donnerstag, 29. März, in der Schalterhalle der Sparkasse zu sehen ist. Ein Gang durch die Ausstellung zeigt, dass dieses Motto nicht nur leeres Gerede ist. Sie hat viele einfache Tipps parat, die leicht umzusetzen sind. Sie helfen mit, jeden Tag Treibhausgas einzusparen, und schonen sogar mittelfristig den Geldbeutel. Dabei betonte Gitta Geue, Umweltreferentin der Verbraucherzentrale Bayern, bei der Eröffnung: "Jeder Beitrag ist wertvoll. Jede gesparte Kilowatt stunde, jeder Liter Benzin, der weniger verbraucht wird, vermeidet in der Summe vieler Einzelbeiträge viele Tonnen Treibhausgase."

 

Grossansicht in neuem Fenster: (vl) Erster Bürgermeister Helmut Haider, Hermann Mayr von der Sparkasse und Matthias Zeuner-Hanning von der Verbraucherzentrale BayernTödliche Hitzewellen, Dürrekatastrophen, Hungersnot - das alles sind mögliche Folgen der Klimaerwärmung; und sie drohen, noch verheerender zu werden. Dieses Szenario entwarf Hermann Mayr, der Leiter des Finanzzentrums der Sparkasse, bei der Eröffnung der Ausstellung "Klima schützen kann jeder". Er sagte, dass dies keine Prognose, sondern bereits Realität sei. Rasches Handeln sei daher erforderlich; und zwar auf allen Ebenen - sowohl international als auch lokal - und in allen Bevölkerungsschichten.

 

Nicht ohne Stolz stellte Bürgermeister Helmut Haider Vilsbiburg als Klimakommune vor. Allerdings machte er auch keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die geringe Beteiligung der Stadtratsmitglieder bei der Ausstellungseröffnung. "Vielleicht interessiert Klima schützen hier gar keinen." Dabei hat die Stadt mit ihrem Klimaschutzkonzept, dem Klimaschutzmanager oder einem zusätzlichen Förderprogramm für die energetische Sanierung in Privathaushalten durchaus Positives zu bieten und "möchte auch in Zukunft in Sachen Klimakommune vorangehen". Froh war Bürgermeister Haider, dass zumindest Vertreter der Schulen vor Ort waren, die ihr Wissen an die Schüler weitergeben können. Grund- und Mittelschule haben auch bereits reagiert und werden jeweils einen halben Tag in der Ausstellung verbringen.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Matthias Zeuner-Hanning von der Verbraucherzentrale Bayern"Im normalen Alltag das Klima zu schützen, ist ganz einfach", fasste Gitta Geue die wichtigste Botschaft der Wanderausstellung zusammen. Diese Ausstellung tourt seit dem Jahr 2007 durch Bayern und wurde bereits von rund 200 000 Besuchern gesehen. Überall im Verbraucheralltag ist ein Klimafaktor im Spiel: Vom Einkauf über die Wahl des Verkehrsmittels bis zum Heizen und Lüften. Täglich treffen Verbraucher Entscheidungen, die ihr persönliches Kohlendioxid-Konto besser oder schlechter aussehen lassen. Die Ausstellung macht deutlich, dass jeder Beitrag wertvoll ist. "Klima schützen ist ganz einfach, lohnend für den Geldbeutel und jeder noch so kleine Beitrag ist hilfreich", appellierte Gitta Geue an alle Verbraucher, sich hier einzubringen.
"Verschiedene Themenstationen laden ein, dem Treibhausgas im Verbraucheralltag auf die Spur zu kommen", erklärte Umweltberater Matthias Zeuner-Hanning das Prinzip der Ausstellung. Wie dreht man Stromräubern den Saft ab? Was bringt ein virtueller Anrufbeantworter im Festnetz im Vergleich zum separaten Gerät daheim? Wie lässt sich der beim Fliegen verursachte Ausstoß an Kohlendioxid quasi wieder wettmachen? Ob unterwegs, zu Hause oder beim Einkaufen - die Ausstellung zeigt, was jeder Einzelne tun kann. So macht beispielsweise die Fahrt zum Bäcker mit dem Fahrrad nicht nur fit, sondern ist auch kohlendioxidfrei. Ein Auto verbraucht auf den ersten paar 100 Metern schon mal bis zu 30 Liter, eine Fahrt mit dem Fahrrad bringt nur den Kreislauf in Schwung.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Gitta Geue von der Verbraucherzentrale BayernWürden Alltagsstrecken in Deutschland öfter mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt, könnten zwischen 4 und 13 Millionen Tonnen Klimagase eingespart werden.
Ein anderes Beispiel ist der unnötige Stromverbrauch durch den Stand-by-Betrieb bei Elektrogeräten. Bundesweit werden hier rund 17 Milliarden Kilowattstunden Strom verschwendet. Je nach Geräteausstattung kann das die Stromrechnung jedes Einzelnen mit bis zu 85 Euro im Jahr belasten. Geld, das man sich sparen kann. Wer sich für die Hintergründe der globalen Erwärmung interessiert, findet Fakten, Erklärungen und Prognosen auf mehreren Infosäulen.
Wie geht die junge Generation mit dem Klimawandel um? Nimmt er Einfluss auf ihre Ängste, Sorgen und Hoffnungen? Der kurze Film "Generation Klima. Ein Klimaforscher steht Jugendlichen Rede und Antwort" hält die Fragen der Heranwachsenden im Hinblick auf ihre Zukunftschancen fest. Die Antworten, die der bekannt Klimaforscher Professor Wolfgang Seiler gibt, rufen die Verantwortung gerade in den älteren Generationen wach. Denn die Jungen, so Seiler, müssen einmal das ausbaden, was die Älteren heute verursachen.

 

An einer Quizstation können die Besucher testen, wie klimafit sie sind. Dabei vermitteln unterhaltsame und knifflige Fragen interessante Details aus der Welt des Klimaschutzes. An der Fotowand "Jeder kann ein Klimaretter sein" dürfen Kinder in die Pose eines Klimahelden schlüpfen und sich so fotografieren lassen. Für die spielerische Annäherung gibt es ein "Fragespiel für Klimaforscher ab zehn Jahren". Viele nützliche Tips bietet ein kostenloser Ausstellungskatalog mit den Inhalten der Themenstationen.

 

Die Ausstellung "Klima schützen kann jeder" ist bis zum Donnerstag, 29. März, im Finanzzentrum der Sparkasse zu sehen. Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr.

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