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Text und Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 23.07.2013 (Harald Schwarz)

Manfred-Paech-Jugendsportpreis 2012 - Nick Hartmann

Nach der Auszeichnung: Die Familie von Nick Hartmann mit Laudator Heiner Wernthaler (links) und Bürgermeister Helmut Haider

Wer seinen Sport liebt, ist auch gut darin 

Tennisspieler Nick Hartmann wurde mit Jugendsportpreis der Stadt ausgezeichnet 

Vilsbiburg. Nick Hartmann spielt mit Leib und Seele Tennis; wenn er nicht gerade Fußball spielt. Da er nicht nur den notwendigen Ehrgeiz, sondern auch eine gehörige Portion Talent hat, kann der junge Sportler bereits eine Reihe von überregionalen Erfolgen vorweisen. So wurde er unter anderem bayerischer und deutscher Meister im Sommer 2012 und im Winter deutscher Vizemeister. Da fiel es dem Gremium nicht schwer, ihn in diesem Jahr mit dem Manfred-Paech- Jugendsportpreis der Stadt auszuzeichnen.

 

„Wenn man eine Sportart liebt, dann ist man auch gut darin." So lautete die einfache Erklärung von Nick Hartmann für seinen Erfolg. Das ist wie in der Schule, die Fächer, die man gerne mag, in denen hat man auch bessere Noten. Dass es nicht ganz so einfach ist, das zeigte Heiner Wernthaler, Sportwart des TC Grün-Weiß, bei seiner Laudatio auf den sympathischen Preisträger, dessen Fairness immer wieder hervorgehoben wurde. „Schneller Nick", „Auf geht's Nick", so hört man Mutter Susanne Hartmann schon vor der Schule rufen. Raus aus der Schule, rein ins Auto, runter mit dem Deckel der Tupperschüssel und schnell im Auto essen auf der Fahrt nach Landshut oder Landau ins Training. Nach zwei Stunden wieder nach Hause, Hausaufgaben machen und lernen und dann müde ins Bett fallen. So sieht seit Jahren der Tagesablauf von Nick Hartmann aus", berichtete Wernthaler. Doch wenn man den jungen Sportler sieht, dann merkt man ihm die Strapazen nicht an. Er liebt Tennis, weil es eine schnelle Sportart ist, weil er dabei frei sein kann und weil viele Spiele im Kopf entschieden werden, sagte er bei seinen Dankesworten, die er frei ohne Manuskript vortrug.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Bürgermeister Haider und Nick Hartmann bei der Übergabe des Manfred-Paech-Jugendsportpreises.Vor etwa fünf Jahren begann Nick Hartmann mit dem Tennis spielen. TC-Vereinstrainer Chrisoph Parringer stellte sehr schnell fest, dass hier ein Bursche im Training ist, der mit Bällen umgehen kann und auch eine große Ausdauer zeigt. Bei jeder Sportart, bei der ein Ball oder ein Schläger benutzt wird, zeigt sich das Talent von Nick Hartmann. „Auch beim Fußball ist er immer ein Spieler, den sich jeder Trainer wünscht", erzählte Heiner Wernthaler.

 

Glückgefühl beim Sport

Jeder, der den inneren Schweinehund überwunden hat und den Fernsehsport gegen den aktiven Sport eingetauscht hat, empfindet ein Glücksgefühl und ist stolz auf sich selbst. „Dies trifft sicher auch auf Nick Hartmann zu, denn eine seiner Stärken ist es, dass er mit großem Einsatz trainiert und auch nach dem offiziellen Training noch ein paar Übungseinheiten dranhängt." Davon könne auch seine Mutter ein Lied singen, wenn sie wieder auf ihren Sohn warten muss, wenn er vom Tennisplatz noch nicht nach Hause wollte, um sich bei den Älteren noch ein paar Tricks abzuschauen. Bei diesem Einsatz wurde auch bald der niederbayerische Tennisverband auf Nick Hartmann aufmerksam und seit einiger Zeit wird er in Landshut und Landau unter der Anleitung des Verbandstrainers Christian Binder trainiert. So war es auch nicht verwunderlich, dass er im vergangenen Jahr in der höchsten niederbayerischen Liga gegen Spieler antrat, die drei bis vier Jahre älter waren als er und dennoch sechs von sieben Spielen gewann. Der Höhepunkt des vergangenen Jahres war sicherlich der Gewinn des nationalen Jüngstenturniers in Detmold. Ein Turnier, das schon Spieler wie Boris Becker, Thommy Haas, Steffi Graf oder Sabine Lisicki gewonnen haben. Seine Leistung bestätigte Nick Hartmann im Dezember in Essen, als er bei der nationalen Jüngstenmeisterschaft in der Halle Zweiter wurde. Doch er setzte seine Erfolge auch in diesem Jahr fort. So besiegte er mit der Auswahlmannschaft in einem Länderkampf in Zwiesel Österreich und Tschechien und gewann kürzlich mit der Mannschaft die Herbert- Fuchs-Spiele gegen Oberbayern- München (die VZ berichtete). Für den TC Grün-Weiß Vilsbiburg spielte Nick Hartmann bei den Junioren (Altersklasse bis 18 Jahre) in der höchsten niederbayerischen Liga und erkämpfte an der Seite von Kapitän Jonas Gleixner, seines Bruders Phil und Lukas Wernthaler den zweiten Platz. Bei allen sportlichen Erfolgen ist Nick Hartmann stets ein fairer Sportler. „Dafür sorgen auch seine Eltern Susanne und Stefan Hartmann sowie seine beiden Brüder Marc und Phil. Sie zeigen ihm, dass Gewinnen nicht alles ist, sondern Fairness und Anstand auf und neben dem Sportplatz den wahren Sportler ausmachen", sagte Heiner Wernthaler. Er wünschte ihm, dass er der Nick bleibe, den er kennen und schätzen gelernt habe. Dann werde er auch seinen Weg auf und neben dem Platz machen.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Die Gruppe Kir Royal, die für die musikalische Umrahmung sorgte.Stadt fördert Sport

Bürgermeister Helmut Haider zeigte, bevor er Nick Hartmann die Auszeichnung übergab, auf, dass die Stadt den Breiten- und den Spitzensport fördert. Zudem unterstütze sie den TSV beim Erhalt der Sportanlagen und schaffe so die Grundlage, dass immer wieder erfolgreiche Nachwuchs-Sportler hervorgebracht werden, die mit dem Manfred-Paech-Jugendsportpreis ausgezeichnet werden können. Der Preis wird für sportliche Erfolge verliehen, die über das normale Maß hinaus gehen. Er geht an Sportler, die überregional herausragende Ergebnisse erreichen und die Stadt Vilsbiburg dabei repräsentieren. Das alles treffe auch auf Nick Hartmann zu, der es „mit seinem Ehrgeiz und Engagement noch weit bringen wird", so Haider. Zugleich bedankte er sich bei den Eltern, ohne deren Unterstützung solche sportlichen Erfolge sicher nicht möglich wären.

 

Musikalisch untermalt wurde der Festakt, der in der Mehrzweckhalle der Ballsporthalle stattfand, von dem Trio Kir Royal (Gabi Jäckle- Mayr, Andrea Soller und Anna Murr), das der Preisverleihung mit leichten und beschwingten Liedern einen sehr würdigen Rahmen verlieh.

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