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23.08.2021

Schäden durch Hygieneartikel in Kanalisation

Schäden durch Hygieneartikel in Kanalisation

Entsorgung über Toilette kann zu Erhöhung der Abwassergebühren führen.

 

Durch die Entsorgung von Feuchttüchern und Hygieneartikeln über die Toilette entstehen schwerwiegende Schäden an Abwasserpumpwerken. Die erhöhten Kosten hat die gesamte Bevölkerung über die Abwassergebühren zu tragen! Vor allem in den vergangenen Monaten sind diese Probleme vermehrt aufgetreten. Nicht selten landen auch Küchenabfälle und kuriose Fundstücke in den Rechen am Klärwerk: Handys, Holz und Kunststoffflaschen waren bereits dabei!

 

Wie Klärwerkleiter Reinhard Franke bestätigt, führt unsachgemäße Entsorgung im Abwasser zum Ausfall von Pumpen, da sich diese Abfälle nicht im Wasser zersetzen und somit die Pumpen blockieren. Der Verschleiß der Laufräder, höherer Stromverbrauch, mangelnde Betriebssicherheit und Kosten für die Behebung der Störungen werden über die Abwassergebühren auf die gesamte Bevölkerung umgelegt. Pro Störungsbehebung entstehen durch Ersatzteile und Arbeitsaufwand Kosten von mehreren 1.000 Euro.

 

Auch im Kanalnetz führen Feuchttücher zu Problemen, da sie sich im Wasser mit anderweitigem Müll verbinden und somit Rohre verstopfen. Rückstau des Abwassers in die Hausanschlüsse, Geruchsbelästigung und aufwendige Reinigungsarbeiten sind die Folgen. Nicht selten muss ein spezieller Spülwagen angefordert werden, um die Leitungen wieder freizubekommen. Das Hinunterspülen von Speiseresten ist Nahrung für Ratten. Kanalratten im eigentlichen Sinn gibt es nicht, im Kanal fühlen sich dann gewöhnliche Haus- und Wanderratten bestens versorgt!

Besonders schwere Schäden rufen ganze Fettklumpen in den Kanälen hervor. Die Verstopfung ist hier das eine Übel, noch schlimmer sind die Schäden an den Pumpen und Rohrleitungen.

 

Reinhard Franke weist auf ein weiteres Problem in Bezug auf die Toilettenspülung mit der Spartaste hin: „Eine ausreichende Menge Wasser ist notwendig, um Hausanschlüsse und Hauptkanal zu spülen. Das Abwasser wird über mehrere Kilometer durch Druckleitungen und Kanäle hin zur Kläranlage befördert. Mit Betätigung der Spartaste ist die Wassermenge oft nicht ausreichend was zur Folge hat, dass sich Ablagerungen im Kanal
bilden und dann üble Gerüche wie nach faulen Eiern (Schwefelwasserstoff) entstehen.

Helfen Sie mit, die Schäden und Kosten zu reduzieren und vermeiden Sie damit die Erhöhung der Abwassergebühren.

 

Nicht in die Toilette gehören:

  • Hygieneartikel, z. B. Binden, Haare, Tampons, Hygienetücher, Windeln, Heftpflaster, Zahnseide, WC-Steine usw.
  • Feste Stoffe, z. B. Wischtücher, Zigarettenkippen, Korken, Asche, Katzenstreu, Verpackungsreste usw.
  • Textilien, z. B. Stoffreste, Putzlappen, Socken, Strumpfhosen, T-Shirts usw.
  • Küchenabfälle, z. B. Speisereste, Frittierfett, Speiseöl, pflanzliche Fette usw.
  • Flüssige Stoffe, z. B. Altöl, Bremsflüssigkeit, Kühlerfrostschutz, Kleister usw.
  • Chemikalien, z. B. Medikamente, Tabletten, Putzmittel, Rohrreiniger, Farbreste, Lacke, Abbeizmittel, Holzschutzmittel, Insektenbekämpfungsmittel usw.

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