Stadtgespräch bei Flottweg unter besonderen Voraussetzungen

Anlässlich des Jahresgespräches besuchte Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, zusammen mit Vertretern der Stadt, die Geschäftsräume der Flottweg SE. Gemeinsam wurde auf das vergangene Geschäftsjahr zurückgeblickt, der aktuelle Umgang mit der Corona-Situation besprochen und laufende Projekte vorgestellt.

Flottweg besuch

Trotz größerer räumlicher Distanz rücken Stadt und Wirtschaft in diesen Tagen enger zusammen. Die Delegation der Stadt rund um Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, Sebastian Stelzer, Günter Felkel und Georg Strasser zeigten sich beeindruckt ob der Entwicklung der letzten Jahre. Foto und Text: Vilsbiburger Zeitung

Erfolgreiches letztes Geschäftsjahr

 

Flottweg will in die Top 3 der weltweit größten Hersteller von Separationstechnologie. So steht es im Strategiepapier 2025 des Unternehmens. Ein ambitioniertes Ziel, konkurriert man doch mit börsennotierten Großkonzernen. Dass sich Flottweg auf einem guten Weg befindet, zeigen jedoch die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Mit einem Auftragseingang von über 237 Millionen Euro erzielte man einen weiteren Unternehmensrekord. Auch der Umsatz von knapp unter 230 Millionen liegt aktuell voll im Soll der Planungen. Der hohe Auftragsbestand ist auch der Grund, warum das Unternehmen bisher sehr solide durch die aktuelle Corona-Pandemie kommt.

 

Virusprävention in allen Bereichen

 

Um den Auswirkungen des Corona-Virus entgegenzutreten und Schaden von den Mitarbeitern und dem Unternehmen bestmöglich abzuwenden, wurden sehr früh zwei Task-Forces eingerichtet.

Das oberste Ziel der Task-Force 1 ist dabei der Schutz der Belegschaft. Die Task-Force Corona besteht bei Flottweg aus Vertretern von Vorstand, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Personalwesen, Risikomanagement, Reisestelle, Betriebsrat und einer Assistenz.

Inzwischen wurden weitreichende Maßnahmen wie beispielsweise das Tragen von Masken innerhalb des Gebäudes, der flächendeckende Einsatz von Homeoffice oder der Einsatz von Web-Konferenzen umgesetzt.

Die zweite Task Force beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Folgen. Hier wurden zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um einem etwaigen Geschäftseinbruch Rechnung zu tragen. Unter anderem wurde Kurzarbeit eingeführt, Urlaubs- und Überstunden wurden abgebaut und die Ausgaben quer durch das Unternehmen auf den Prüfstand gestellt. Diese Maßnahmen dienen vorrangig dem Erhalt aller Arbeitsplätze bei der Flottweg SE.

 

Neue Technologien für weiteres Wachstum

 

Flottweg ist mit einer Exportquote von über 85 % ein international tätiges Unternehmen. Im vergangenen Jahr wurden Flottweg Maschinen und Anlagen in 114 Ländern verkauft. Damit auch weiterhin großes Interesse an den Produkten besteht, investiert das Unternehmen kräftig in neue Entwicklungen.

Die im vergangenen Jahr mehrfach ausgezeichnete neue Abwasser-Zentrifuge Xelletor wird hervorragend im Markt angenommen. Weitere Entwicklungen wie eine verbesserte Tellerzentrifuge, auch Separator genannt, stehen kurz vor Markteintritt. Diese Maschinen werden beispielsweise in der Getränkeindustrie eingesetzt.

Auch der Stärkeindustrie, einem von Flottweg weltweit angeführten Markt, steht mit dem Düsenseparator ein neues Produkt ins Haus.

 

Bauarbeiten am neuen Werk schreiten voran

 

Die Bauarbeiten am neuen Flottweg Werk 2 in der Baumgartenstraße in Vilsbiburg gehen indes ungehindert weiter. Wie Flottweg Produktionsvorstand Karl-Heinz Grebisz berichtete, soll die Industrialisierung des neuen Werkes im Januar 2021 starten und das Werk im März 2021 in Betrieb genommen werden. Aktuell werden auf dem rund 55.000 m² großen Arial letzte Fassadenarbeiten vorgenommen und der Innenausbau weiter vorangetrieben.

Das Werk 2 wird die Produktionskapazitäten von Flottweg langfristig verdoppeln.

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