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29.05.2024

Unsere Kinder – lieb und teuer

Kindergärten, -krippen und Hort kosten Stadt jährlich rund 2,7 Mio. Euro

Der Stadtrat hat in der Sitzung vom 4. März 2024 die Gebühren für die Kinderbetreuung an die aktuelle Preisentwicklung angepasst und um durchschnittlich 15 Prozent erhöht. Damit reagiert die Stadt auf die deutlichen Kostensteigerungen. Insgesamt übernahm die Stadt im Jahr 2022 bei Gesamtkosten von 6,4 Millionen Euro für die Betreuung in den sieben Kindergärten, den sechs Krippen und im Kinderhort einen Anteil von rund 2,7 Millionen Euro.

 

Denn mit dem Beitrag der Eltern – er liegt abhängig von der Betreuungszeit durchschnittlich zwischen 1200 und 4600 Euro pro Jahr und Kind – und dem Verpflegungsgeld wird nur ca. zwölf Prozent des Aufwands bezahlt, der für die pädagogische Betreuung der Kinder nötig ist. Der Freistaat schießt je Kind (abhängig von der Betreuungsart und der Buchungszeit) Geld zu. Trotzdem muss die Stadt einen jährlichen Fehlbetrag ausgleichen, der pro Kind zwischen rund 3000 und 8000 Euro liegt – je nachdem, ob es in einem Kindergarten oder einer Krippe betreut wird. In einer Krippengruppe ist der Betreuungsaufwand natürlich erheblich höher, weshalb mit dem gleichen Personal nur halb so viele Kinder betreut werden können. Die Form der Betreuung ist staatlich geregelt und wird vom Kreisjugendamt überprüft.

 

Warum ist die öffentliche Kinderbetreuung so teuer?

Den größten Anteil mit mehr als 85 Prozent an den Kosten hat das Personal. Die Personalausstattung ist gesetzlich vorgegeben. Nach mehreren Tarifsteigerungen ist der Verdienst der Mitarbeiter in der Mitte angekommen. Die jüngste Tariferhöhung im öffentlichen Dienst wurde ab März 2024 an die allgemeinen Preisentwicklungen angepasst. 

Diese Anpassung hat durchaus seine Berechtigung, zumal die Aufgabe des pädagogischen Personals mittlerweile anspruchsvoller geworden ist. Einerseits müssen sie immer individuelleren Kindern gerecht werden, von denen die einen schon frühzeitig mit dem Lesen beginnen, während andere gerade die deutsche Sprache lernen und im sozialen Miteinander intensiv begleitet werden müssen. Andererseits nehmen die Elternarbeit und die Dokumentation immer mehr Zeit in Anspruch. Außerdem sind im Vergleich zu früher die Betreuungszeiten länger geworden, was mehr Personal erfordert. 

 

Auch die Sachkosten sind deutlich gestiegen

Deutlich gestiegen sind auch die Sachkosten – hier vor allem die Energiekosten, aber auch Sachkosten wie Spiel- und Bastelmaterial. Allein die Instandhaltung der neun Gebäude kostet jährlich 300.000 Euro. 

Nicht berücksichtigt sind in dieser Kostenaufstellung die Kita-Neubauten, die aufgrund der Zuzüge und des städtischen Wachstums erforderlich wurden. Die jüngsten Bauten – den Kneipp-Kindergarten Achldorf (Eröffnung 2018) und die Kindergärten Franziskus (2020) und Luzia (2024) am Burger Feld kosteten zusammen rund 12 Millionen Euro.

 

Im April diesen Jahres zogen zwei Kindergartengruppen vom Johanneshaus in den neu eröffneten Kindergarten Luzia am Burger Feld. Ab September werden...

Im April diesen Jahres zogen zwei Kindergartengruppen vom Johanneshaus in den neu eröffneten Kindergarten Luzia am Burger Feld.

Im April diesen Jahres zogen zwei Kindergartengruppen vom Johanneshaus in den neu eröffneten Kindergarten Luzia am Burger Feld. Ab September werden...

Ab September werden dort Kinder in drei Kindergartengruppen betreut. Mit dem Neubau hatte die Stadt Vilsbiburg Kosten von 5,6 Mio. Euro zu tragen.