Die Versetzung vom bisherigen Standort Färberanger war notwendig, da dort eine Teilfläche für einen Parkplatz gebraucht wird. Der neue Platz am Burger Feld ist besser geeignet und hat sich schnell als ideales Zuhause für die fleißigen Bestäuberinnen erwiesen. Er bietet durch zahlreiche Maßnahmen einen attraktiven Lebensraum für Wildbienen – zum großen Nutzen für Natur und Umweltbildung gleichermaßen. Wildbienen sind unverzichtbare Partner in unseren Ökosystemen, denn sie übernehmen die Aufgabe, zahlreiche Pflanzenarten zu bestäuben – darunter auch viele Obst- und Gemüsesorten. Auf Empfehlung vom Landschaftspflegeverband Landshut wurde die Freifläche am Spielplatz gewählt: Hier wurde eine artenreiche Blumenwiese angelegt, mit heimischem Saatgut, die den Wildbienen reichlich Nahrung bietet.
Die Stadt Vilsbiburg legt auch viel Wert auf Umweltbildung – Kindern wird so frühzeitig die Bedeutung von Insekten und Naturschutz vermittelt. Bereits in diesem Jahr haben fünf zweite Klassen der Grundschule Vilsbiburg den Spielplatz am Burgerfeld besucht. Dort wurden sie zu kleinen Experten für Wildbienen-Lebensräume „ausgebildet“. Unter fachkundiger Anleitung von Lisa Fleischmann lernten die Kinder viel über die Lebensweise, die Nützlichkeit und die Bedrohungen der Wildbienen. Höhepunkt jeder Einheit war das eigene Anlegen einer kleinen Behausung für eine „Wildbienenmama“ mit der Bohrmaschine. Dieses praktische Erlebnis verstärkt das Bewusstsein für die Insekten und deren Schutz ungemein. Das Wildbienenhotel am Burgerfeld ist bei Weitem noch nicht ausgelastet. Die freien Nistplätze laden dazu ein, dass in den kommenden Jahren zahlreiche weitere Kindergruppen aus Kindertagesstätten und Schulklassen hier aktiv werden können. Die Umweltbildung der Stadt Vilsbiburg, organisiert von Klimaschutzmanager Georg Straßer, nutzt diese Chance intensiv, für ein außergewöhnliches Lernprojekt für Mensch und Umwelt, direkt vor der Haustür.















