Text, Fotos: Vilsbiburger Zeitung, 16.07.2019

Eine traumhafte musikalische Weltreise

Der kleine Kasimir unternimmt im Traum eine Weltreise, beim Aufwachen freut er sich über die vielen Erlebnisse.

Kindergarten und Krippe St. Martin bringen „Kasimirs Traumreise“ auf die Bühne

 

Auf eine traumhafte musikalische Weltreise machten sich am Samstag die Kinder (und Eltern) von Kindergarten und Krippe St. Martin: Mit dem in der Vilstalhalle aufgeführten Stück „Kasimirs Traumreise“ bezauberten die Kleinen nicht nur die Zuhörer, sondern bekamen auch eine offizielle Auszeichnung: Für weitere drei Jahre darf der Kindergarten nun das Siegel „Die Carusos“ des Deutschen Chorverbandes tragen. Bei der Aufführung wurde auch die langjährige Leiterin von St. Martin verabschiedet: Christa Brunner- Weinzierl geht nach 45 Berufsjahren in den Ruhestand.

 

Viele Wochen und Monate der Vorbereitung fanden am Samstag ihren Abschluss und Höhepunkt mit der Aufführung in der Vilstalhalle. Die Aufregung der letzten Proben war vorüber, für ihre große Stunde waren die Kinder bestens aufgelegt, wie man schon am Einzug der kostümierten Kinderschar vor den Augen der stolzen Eltern, Verwandten und Freunde in der Halle merkte.

Die Handlung des Stückes, an dem sich alle Gruppen von Krippe und Kindergarten beteiligten, basierte locker auf der Kindergeschichte „Kasimirs Weltreise“ von Marlene Reidel. In Vilsbiburg wurde eine Traumreise daraus, die der kleine Kasimir vom Bett aus erlebte – und das wörtlich: Auch diese Rolle wurde natürlich stilecht auf der Bühne dargestellt. Die Krippenkinder hatten (gemeinsam mit ihren Eltern) im übertragenen Sinne die Sterne aufgehen lassen für Kasimir. Und ganz offenkundig zog es den kleinen Träumer weit in die Ferne hinaus: Eine Vielzahl von Traum- Stationen bot den Kindern beste Gelegenheiten, ihre Talente als Schauspieler und Sänger zu zeigen, weil jedes Land beziehungsweise jeder Kontinent mit seinen entsprechenden Eigenheiten skizziert wurde. Den Anfang machte hier der Orient, bei dem gleich ein passender Tanz mit entsprechendem Hüftschwung präsentiert wurde. Und so gut gelaunt ging es auch weiter mit dem Showprogramm, das die Kinder der einzelnen Gruppen jeweils auf die Bühne brachten: In Afrika tummelten sich Löwen, Zebras, Elefanten und Affen auf der Bühne, die sich zu Musik drehten. Krokodile waren zu sehen und dann wurde es asiatisch: Im Schatten der Großen Mauer auf dem Bühnenbild musizierten kleine Chinesen. In seinem Traum reiste Kasimir weiter zu einer musikalischen Mexikaner- Gruppe und zu Indianern, die neben ihrem Tipi einen Trommeltanz präsentierten. Europa, die nächste Station, wurde zunächst repräsentiert mit „Eine Seefahrt, die ist lustig“ als Lied von der Küste, dann folgte eine Gruppe Holländer mit einem Tanz. Und tänzerisch ging es auch noch weiter – zum Abschluss seiner Traumreise, also gewissermaßen kurz vor dem Aufwachen, führte die Traumreise den kleinen Kasimir nämlich auch noch nach Bayern, wo ein traditioneller Bandltanz mit Kindern in Dirndl und Lederhose den vielumjubelten Abschluss der Traumreise bildete. Den völkerverbindenden Gedanken des ganzen Stücks fasste dann noch einmal das Abschlusslied „Wir sind alle Kinder dieser Welt“ zusammen.

Langanhaltender Applaus war den jungen Stars nach dieser schwungvollen und lustigen musikalischen Stunde sicher, aber genauso galten die Ovationen den Mitarbeiterinnen von Sankt Martin, denen es gelungen war, dass wirklich alles ablief wie am Schnürchen. Und was Christa Brunner-Weinzierl als Leiterin von St. Martin bei der Begrüßung der Zuschauer gesagt hatte, erwies sich in diesem Moment als genau richtig: „Gemeinsames Musizieren öffnet die Herzen und kennt keine Altersgrenzen.“ Altes und junges Publikum waren jedenfalls gleichermaßen angetan von Kasimirs Traumreise.

 

Bei der Traumreise-Station „Afrika“ tummelte sich ein ganzes Rudel wilder Tiere auf der Bühne, die einen Tanz zu Musik aus „König der Löwen“ zeigten.Applaus und Auszeichnung

 

Aber nicht nur der Applaus war an diesem Vormittag die verdiente Anerkennung für die liebevoll gestaltete Aufführung. Im Namen des Bayerischen Sängerbundes überreichte dessen Vizepräsident Peter Bernert an Christa Brunner-Weinzierl offiziell die Auszeichnung „Die Carusos“, die man in St. Martin nun für drei weitere Jahre führen darf. Die vom Deutschen Chorverband ins Leben gerufene Initiative würdigt besonderes und fachlich fundiertes Engagement von Kindertagesstätten bei der frühen musikalischen Bildung der Kinder. Und in St. Martin hat man die „Carusos“- Auszeichnung schon zum nunmehr dritten Mal erhalten. Mit Blick auf das Abschlusslied und die darin vorkommende Textpassage „Nie wieder Zank und Streit“ hob Bernert hervor, dass gemeinsames Singen auf positive Weise verbinde: „Beim Singen kann man nicht streiten“, brachte Bernert es auf den Punkt. Christa Brunner-Weinzierl dankte für das Lob und die Auszeichnung und versprach, dass man in Bezug auf die musikalische Erziehung im Kindergarten weiter fleißig bleiben werde.

Den Abschluss der Feier, in deren Rahmen auch die langjährige Krippen- und Kindergartenleiterin Christa Brunner-Weinzierl in den Ruhestand verabschiedet wurde bildete ein Buffet, für das unter der Regie des Elternbeirates die Eltern in Form von mitgebrachten Häppchen und Kuchen gesorgt hatten.

 

Bildunterschriften

Links oben:

Der kleine Kasimir unternimmt im Traum eine Weltreise, beim Aufwachen freut er sich über die vielen Erlebnisse. – Peter Bernert vom Bayerischen Sängerbund überreichte die Caruso-Auszeichnung.

 

Links unten:

Bei der Traumreise-Station „Afrika“ tummelte sich ein ganzes Rudel wilder Tiere auf der Bühne, die einen Tanz zu Musik aus „König der Löwen“ zeigten.