Kommunale Wärmeplanung

Die Stadt Vilsbiburg hat die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen und nimmt damit eine Vorreiterrolle im Landkreis ein.

Am 01. August 2024 hatte die Stadt Vilsbiburg mit der kommunalen Wärmeplanung begonnen. Nach einjähriger intensiver Arbeit, mit der Bestandsanalyse und Ermittlung von Potentialen, liegt nun eine Grundlage für alle Bürgerinnen und Bürger von Vilsbiburg vor. Dabei erhielt Vilsbiburg Unterstützung vom Ingenieurbüro Luxgreen Climadesign GmbH aus Regensburg, das mit der Umsetzung beauftragt war. Die Kosten für dieses Projekt werden zu 90 % durch das Förderprogramm der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz finanziert.

 

Laufzeit: 01.08.2024 – 31.07.2025

Förderkennzeichen: 67K27341

Projektträger: Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH

 

Ergebnis

Die heutige Wärmeversorgung in Vilsbiburg basiert zu rund 75 % auf fossilen Energieträgern - vor allem auf Erdgas (rund 39 %) und Heizöl (etwa 31 %). Der jährliche Wärmebedarf liegt bei 193,2 GWh, davon entfallen fast zwei

Drittel auf Wohngebäude. Das führt zu jährlich rund 46.000 Tonnen CO₂. Das Wärmeplanungs-Team hat auf Basis dieser Daten die Stadt in sogenannte Eignungsgebiete gegliedert: Es wurden Gebiete für bestehende und neue Wärmenetze, dezentral versorgte Gebiete und sogenannte Prüfgebiete definiert. Diese Struktur wurde im Dialog mit lokalen Akteuren, darunter Stadtwerke, Verwaltung und Energieversorger, abgestimmt. Ziel war, praxistaugliche Grundlagen zu  schaffen, die die Basis für eine zukünftige Entwicklung bilden. In den kommenden Jahren sollen die bestehenden Wärmenetze der Stadtwerke im Norden und Süden sowie das Wärmenetz des Unternehmens „Holz Balk“ gezielt erweitert werden. Welche Straßenzüge und Quartiere dazugehören, zeigt der Wärmeplan, der seit August auf der Homepage der Stadt veröffentlicht ist. Dort ist auch der voraussichtliche Zeitplan einsehbar. Bürgerinnen und Bürger können sich so frühzeitig informieren, ob und wann ihr Haus Teil eines Wärmenetzes werden könnte. Eine Garantie zu Ausbau und Anschluss kann im Rahmen der Wärmeplanung nicht gegeben werden.

 

Hinweis: Privaten Haushalten steht es nach aktuellen Vorgaben jetzt und auch nach 2028 weiter frei, ihre bestehenden Heizungsanlagen auszutauschen oder sich an ein mögliches Wärmenetz anzuschließen.

 

Umfrage leider nicht repräsentativ

Für die Wärmeplanung wurde auch eine Umfrage unter der Bevölkerung durchgeführt. Aufgrund der geringen Beteiligung war sie jedoch nicht repräsentativ. Die Rückmeldungen wurden trotzdem gesichtet und, wo sinnvoll, in die Planung eingebunden.

 

Den Abschlussbericht der Kommunalen Wärmeplanung finden Sie auf dieser Seite ganz unten unter "Downloads".

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.kww-halle.de

https://www.klimaschutz.de/de

 

 

 

Logos Nationale Klimaschutz Initiative, Stadt Vilsbiburg, Stadtwerke Vilsbiburg, Luxgreen Climadesign GmbH